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Der Garten im Januar: Was jetzt zu tun ist

Das neue Kalenderjahr beginnt und so auch ein neuer Gartenkalender! Im Januar können Gartenbesitzer bereits damit beginnen, erste Frostschäden zu inspizieren und den Garten aus dem Winterschlaf zu erwecken. Doch auch der Gartenplanung darf nun Aufmerksamkeit geschenkt werden: Welche Pflanzen sollen wann gepflanzt werden? Wie sehen die Beete dieses Jahr aus und welche Dekoration soll gewählt werden? Wir zeigen Ihnen, was im Garten im Januar zu tun ist.

1. Sträucher von Schnee befreien

Garten mit dicker Schneeschicht bedeckt
Im Januar sollten Sie Sträucher und Pflanzen vom Schnee befreien.

Ist viel Schnee gefallen, sollten Sie spätestens im Januar damit beginnen, die Sträucher und Pflanzen von der Schneedecke zu befreien. Schneedecken können eine hohe Traglast aufweisen und den Pflanzen schaden. Unter anderem können Wunden am Holz entstehen, wenn mehr als 20 Zentimeter Schnee auf Sträuchern oder anderen Pflanzen liegt. Damit die Pflanze unbeschadet den Winter überlebt, sollte stets darauf geachtet werden, dass Schnee sich nicht auf den Sträuchern und anderen Gehölzen befindet. Insbesondere Jungpflanzen können aufgrund der Schwere eingehen und Schäden davontragen.

2. Rückschnitte vornehmen

Frau die Busch schneidet
Um Platz für neue Triebe zu gewähren, ist es vor allem wichtig, Totholz zu entfernen.

Sind Pflanzen vom Schnee befreit, ist es an der Zeit, einen Rückschnitt vorzunehmen. Während Pflanzen im Winter viel Ruhe benötigen, sind nun wieder Pflegearbeiten notwendig. Nicht für jede Pflanze empfiehlt sich bereits ein Rückschnitt im Januar. Sträucher, Gehölze und Bäume können jedoch bereits zu dieser Zeit zurückgeschnitten werden. Bei den meisten Sträuchern können Sie bis zu 1/3 entfernen. Sträucher wie Haselnuss oder die Zierjohannisbeere können Sie sogar vollständig kürzen. Sie wachsen vollständig nach. Um Platz für neue Triebe zu gewähren, ist es vor allem wichtig, Totholz zu entfernen.

Weiterhin sei darauf zu achten, dass der Rückschnitt immer an frostfreien Tagen erfolgt. Durch die Kälte könnten die Äste und Gehölze beim Schneiden zerbrechen und es bilden sich Splitter, die zu Wunden führen.

3. Wasserleitungen vor Frost schützen

Wasseranschluss im Winter
Sie können eine zugefrorene Wasserleitung mit warmem Wasser von Eis befreien.

Ihre Wasserleitungen sollten Sie im Januar ebenfalls kontinuierlich überprüfen. Bei erhöhtem Frost können die Wasserleitungen porös werden und platzen. Präventiv können Sie dem vorbeugen, indem Sie regelmäßig Frostschutzmittel aufbringen. Alternativ können Sie auch eine zugefrorene Wasserleitung mit warmem Wasser von Eis befreien. Bitte nutzen Sie hier keinesfalls heißes Wasser. Der hohe Temperaturunterschied würde die Wasserleitung ebenfalls zum Platzen bringen. Warmes Wasser reicht aus, um die Eisdecke zu schmelzen.

4. Pflanzen auf Schädlinge und Wunden überprüfen

Marienkäfer auf Blatt das von Blattläusen befallen ist
Im Januar sollten Sie durch Ihren Garten und überprüfen Sie, ob noch alle Pflanzen gesund sind.

Schnee, Schädlinge, Wind und Frost können im Winter zu Wunden an den Pflanzen führen. Gehen Sie daher gerne einmal im Januar durch Ihren Garten und überprüfen Sie, ob noch alle Pflanzen gesund sind. Wunden befinden sich meist an den Ästen und Stämmen der Bäume und zeigen sich durch offene Stellen am Holz. Schädlinge zeigen sich hingegen in verschiedenen Formen. Sollten Sie eine Pflanze haben, die von Schädlingen besetzt ist, sollten Sie diese bestenfalls separieren und mit passenden organischen Mitteln behandeln, um sie zu retten.

5. Rasenflächen überprüfen und pflegen

Dünger für Rasen
Im Januar sollten Sie den Rasen vom Schnee befreien.

Auch Rasenflächen sollten mit inspiziert werden. Im Januar kann es sein, dass der Rasen mit Schnee bedeckt ist. Bestenfalls tragen Sie den Schnee vom Rasen ab. Das gewährleistet, dass die Gräser ausreichend Sauerstoff erhalten und Schneeschimmel bedingt durch Staunässe vermieden wird. Ist die Schneedecke zu groß, kann der Rasen sogar vollständig eingehen. Sollte kein Schnee liegen und es wird auch keiner mehr erwartet, können Sie sogar bereits mit ersten Pflegemaßnahmen beginnen. Zu dieser Zeit des Jahres benötigt der Rasen vor allem Nährstoffe, die Sie durch Kompost oder anderen organischen Düngemitteln an ihn zurückführen können.

6. Weihnachtsbäume wiederverwerten und umsiedeln

Weihnachtsbaum auf Autodach
Nadeln und Äste des Weihnachtsbaums können als Frostschutz für Ihre Pflanzen dienen.

Der Weihnachtsbaum verabschiedet sich zu dieser Jahreszeit aus unseren Wohnzimmern. Bevor Sie diesen wegwerfen, können Sie ihn jedoch auch in den Garten umsiedeln. Damit der Weihnachtsbaum eine Chance hat, anzuwachsen, müssen Sie den Baum direkt in die Erde pflanzen. Nur so ist gewährleistet, dass der Baum noch einmal Wurzeln bilden kann. Sollte es keine Möglichkeit geben, den Weihnachtsbaum noch einmal zu kultivieren, können Sie diesen dennoch in den Garten bringen. In diesem Fall können Sie den Weihnachtsbaum von seinen Nadeln und Ästen befreien und diese auf Beete und Böden aufbringen. Sie dienen als natürlicher Frostschutz und schützen die Wurzeln anderer Pflanzen vor der Kälte.

7. Wege räumen

Weg auf dem Schnee geräumt wurde
Die vereisten Stellen können Sie mit Salz oder Kies bekämpfen.

Glätte, Eis und Schnee können zu Verletzungsgefahr im Garten führen. Seien Sie daher immer bedacht, im Januar die Wege zu räumen. Bitte nutzen Sie hierfür jedoch kein Streusalz. Das Salz dringt mit Wasser in den Boden ein und kann durch unerwünschte Windbedingungen in die Beete getragen werden. Das schadet den Pflanzen enorm und mindert auch die Bodenqualität. Um sich dennoch vor Eis zu schützen und nicht nur Schnee zu schippen, können Sie Kies als alternativen Glätteschutz aufbringen. Auch dieser gibt Halt beim Laufen und verhindert Unfälle.

8. Versorgung für Nützlinge und Vögel sicherstellen

Vogelhaus im Winter
Im Winter können Sie Futterstellen für Vögel und Nützlinge im Garten anbringen.

Vögel und Nützlinge haben in den ersten Monaten des Jahres einen schlechten Stand. Futter und Nahrungsmittel sind knapp und oftmals von einer Schneedecke bedeckt. Um unseren Beitrag zu einer intakten Umwelt und der Artenvielfalt zu leisten, können wir Futterstellen für Vögel und Nützlinge im Garten anbringen.

9. Kompost kontrollieren und abdecken

kaputter Kompost
Beim Kontrollieren des Kompostes können Sie die Abdeckung erneuern.

Sollte es im Januar nicht geschneit haben, können Sie den Kompost einmal kontrollieren und schauen, ob noch alle Schichten nutzbar sind, ggf. umgeschichtet werden muss oder die Abdeckung zu erneuern ist. Darüber hinaus können Sie zu diesem Zeitpunkt den Kompost einmal durchsieben, um die Durchlässigkeit zu erhöhen und diesen bereits auf Beeten und Rasenflächen ausbringen.

10. Neue Pflanzen aussäen und einpflanzen

zu geschneites Hochbeet
Mit Vlies können Sie die Pflanzen im Hochbeet vor Frostschäden schützen.

Im Januar können Sie bereits mit der Aussaat neuer Pflanzen beginnen. Sollte der Garten noch von einer Schneedecke bedeckt sein, können Sie auch ein Gewächshaus nutzen, um bereits Pflanzen zu kultivieren. Chilis, Physalis, Sprossengemüse, Kresse oder Zwiebeln können bereits im Januar ausgesät werden. Um die Pflanzen vor Bodenfrost zu schützen, können Sie die Pflanzung zunächst in einem Hochbeet vornehmen. Ein Vlies unter dem Hochbeet sowie eine wärmespeichernde Ummantelung des Korpus können vor Frost schützen und ein zeitiges Anpflanzen ermöglichen. 

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11. Stecklinge ziehen

Frau zeigt Stecklinge auf Tisch
Die Stecklinge sollten Sie vorerst in Anzuchtkästen in Innenräumen oder Gewächshäusern unterbringen.

Stecklinge ziehen und Pflanzen vorziehen, ist ebenfalls im Januar möglich. Meist ist der letzte Frost jedoch im Januar noch nicht vorübergezogen. Daher sollten Sie Pflanzen immer in einem geschützten Umfeld vorziehen. Am besten eignen sich Anzuchtkästen in Innenräumen oder Gewächshäuser, da hier warme Standortbedingungen vorherrschen. Einige Monate später können die Pflanzen dann in den Außenbereich umgesiedelt werden. Sollte eine solche Möglichkeit nicht bestehen, können Sie eine Anpflanzung auch im Außenbereich wagen. In diesem Fall sollten Sie die Pflanzen direkt in einem Kübel vorziehen, der an einem geschützten Standort im Garten in der Nähe einer Hauswand steht. Die Hauswand gibt noch etwas Wärme ab, die für die Pflanze wichtig ist. Auch Kübel können mit Vlies und Ummantelungen frostsicher gemacht werden.

12. Gemüse ernten

frisch geerntete Erdbeeren
In Sand lassen sich die Gemüsesorten Salat, Möhren, Rote Bete, Kartoffeln und Rosenkohl besonders gut einlagern.

Im Januar zeigen sich nicht nur Schneeglöckchen im Garten. Dass die Natur nicht schläft, zeigen auch die Beete. Im Januar lassen sich noch Salate, Möhren, Rote Bete, Kartoffeln oder Rosenkohl ernten, wenn diese erst spät ausgebracht wurden. Das geerntete Gemüse können Sie direkt verzehren. Alternativ ist es auch möglich, Wurzelgemüse einzulagern. Hierfür benötigen Sie einen dunklen Standort mit milden Temperaturen. In Sand lassen sich die Gemüsesorten besonders gut einlagern. Alternativ können Sie das Gemüse auch verzehrbereit in Portionen einfrieren und bei Bedarf aufwärmen.

13. Eingelagerte Erzeugnisse überprüfen

Kartoffeln eingelagert
Der Nachreifeprozess kann dazu führen das manche Erzeugnisse verfaulen.

Sollten Sie Einlagerungen regelmäßig vornehmen, können Sie zu diesem Zeitpunkt auch einmal ältere Erzeugnisse überprüfen. Möhren, Kartoffeln oder auch Äpfel sind zu diesem Zeitpunkt oftmals noch eingelagert. Der Nachreifeprozess kann immer wieder dazu führen, dass einzelne Erzeugnisse faul oder überreif sind. Diese sollten Sie immer direkt entfernen, da die Reifung auch das Reifen der anderen Erzeugnisse ankurbelt.

14. Teiche nicht zufrieren lassen

Gartenteich leicht zu gefroren
Fische benötigen im Winter auch Ruhezonen im Gewässer.

Wer einen Teich besitzt, sollte zudem im Winter darauf achten, dass dieser nicht vollständig von einer Eisdecke bedeckt ist. Leben Fische oder andere Tiere im Teich benötigen diese Sauerstoff. Das ist nur gewährleistet, wenn der Teich nicht vollständig vereist. Ist. Wasserpumpen können dafür sorgen, dass der Teich den gesamten Winter nicht gefriert. Wichtig ist jedoch, dass Sie die Vereisung nicht vollständig verhindern. Fische benötigen im Winter auch Ruhezonen im Gewässer. Das bedeutet für Sie, dass Sie bestenfalls nur einen kleinen Bereich des Teichs mit der Pumpe ausstatten, um die Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten und den restlichen Teich seinem Schicksal überlassen.

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