Startseite Gastartikel Gewächshaus: Pflanzen, Standort & Tipps

Gewächshaus: Pflanzen, Standort & Tipps

Wer einen Garten hat, der recht viel Platz bietet, denkt womöglich über ein Gewächshaus nach. Dieses bietet viele Vorteile und ist für Hobbygärtner schon fast ein Muss. Doch lohnt sich ein Gewächshaus wirklich und was müssen Gartenliebhaber wissen?

Was macht ein gutes Gewächshaus aus?

Damit man möglichst lange etwas von einem Gewächshaus hat, sollte dies aus robustem Material bestehen und einen stabilen Stand haben. Übrigens: Man kann ein Gewächshaus selber bauen oder fertige Modelle kaufen, die man nur noch aufstellen muss. Der Vorteil eines selbst gebauten Gewächshauses ist, dass man es individuell auf die Größe des Gartens anpassen kann. Allerdings ist etwas Geschick und Know-how gefragt.

Da ein Gewächshaus den Treibhauseffekt nutzt, um selbst kleine Pflänzchen vor Kälte zu schützen und exotischen Pflanzen einen Wohlfühlort zu bieten, muss es zu großen Teilen aus Glas oder durchsichtigem Kunststoff bestehen. Wichtig ist hierbei, dass Materialien verwendet werden, welche bei Frost nicht kaputtgehen und splittern.

Am häufigsten kommt Polycarbonat zum Einsatz. Es ist frostfest, sehr leicht und doch stabil. Gleichzeitig kann man es doppelwandig einbauen, damit der Innenraum vor Kälte geschützt wird.

Wichtig sind bei einem Gewächshaus zudem Fenster. Es muss möglich sein, die Luft im Innenraum zirkulieren zu lassen. Denn wenn sich Luft staut, ist das selten gut für Pflanzen – bis auf ein paar wenige Ausnahmen, die sich in stickiger, warmer Umgebung wohlfühlen.

Ein gutes Gewächshaus hat einen stabilen Stand und ist frostresistent. Bildquelle: hsvall via pixabay.com

Vorteile eines Gewächshauses

Wer gerne selbst Pflanzen anbaut und über einen entsprechenden Garten verfügt, sollte über die Anschaffung eines Gewächshauses nachdenken. Ein großer Vorteil davon ist, dass man bereits dann mit der Aufzucht von Pflänzchen beginnen kann, wenn es eigentlich noch zu kalt ist. Durch den bereits erwähnten Treibhauseffekt ist es im Gewächshaus viel wärmer als draußen.

Das ist auch der Grund, weshalb man in einem Gewächshaus Pflanzen aus südlichen Regionen anbauen kann. Dazu zählt übrigens auch die Tomatenpflanze, die bei keinem Hobbygärtner fehlen darf. Sie liebt es sonnig und warm. Während sie daher gern auf dem Südbalkon Platz findet, bietet auch das Gewächshaus die passende Umgebung, damit sich möglichst schmackhafte Früchte ausbilden können.

Zudem sorgt ein Gewächshaus für Ordnung im Garten. Ist es groß genug, kann man darin auch Gartenwerkzeuge verstauen. So ist alles an seinem Platz und man muss ich keine Sorten über potenzielle Unordnung im Garten machen.

Anzeige: Es handelt sich um einen Affiliate-Link. Für jeden Kauf, erhalten wir eine Provision.

Welche Pflanzen gehören ins Gewächshaus?

Sowohl heimische als auch exotische Pflanzen können in einem Gewächshaus angebaut werden. Wer Gemüse anbauen möchte, sollte beachten, dass die früheste Aussaat ab Ende Februar bzw. Anfang März möglich ist. Denn immerhin spielen nicht nur Wärme und Wasser eine Rolle, sondern auch Licht. Dieses ist in unseren Breitengraden im Winter eher Mangelware.

Bei den Sorten können Gartenliebhaber kreativ werden: Von Radieschen über Kohlrabi bis hin zu Salat ist alles möglich. Auch Paprika-, Chili- und Tomatenpflanzen fühlen sich im Gewächshaus wohl. Ebenso ist das Gewächshaus für Auberginen und Gurkengewächse empfehlenswert. Zu diesen zählen nicht nur Gurken, sondern auch Zucchini und Kürbisse.

Wer exotische Pflanzen anbauen möchte, die normalerweise in südlichen Gegenden beheimatet sind, profitiert ebenfalls von einem Gewächshaus. Zitrusfrüchte, Maracujas, Feigen und Avocados sind also auch in Deutschland möglich. Allerdings sollte man die richtigen Umgebungsbedingungen schaffen. Um die optimale Temperatur und die richtige Luftfeuchtigkeit zu erzielen, ist einiges an Know-how gefragt.

Häufig werden Gewächshäuser auch zur Überwinterung heimischer Obstsorten genutzt. Kirschbäume, Birnbäume und Apfelbäume, die im Kübel kultiviert werden, können durch Frost und die winterlichen Bedingungen Schaden nehmen oder sogar absterben. In einem Gewächshaus treffen sie auf die optimalen Voraussetzungen, um die kalte Jahreszeit zu überstehen.

Der richtige Standort eines Gewächshauses

Es gibt verschiedene Arten von Gewächshäusern, weshalb auch der Standort variiert. Neben den klassischen großen Modellen für den Garten sind auch Fensterbank-Gewächshäuser beliebt. Diese stellen Hobbygärtner am besten in nord-südlicher Richtung auf. Ein Ganzjahresgewächshaus, welches auch unter dem Namen Warmhaus bekannt ist und vorwiegend exotische Pflanzen beherbergt, sollte im ostwestlichen Teil des Gartens aufgestellt werden.

Darüber hinaus empfiehlt sich für fest installierte Gewächshäuser ein windgeschützter Standort. So tun Glasgewächshäuser mit Fundament gut daran, neben einer Hauswand oder an einer Hecke zu stehen.

Fazit

Ein Gewächshaus bietet vielzählige Möglichkeiten und ist für jeden Gartenliebhaber ein Muss. Sowohl zur Überwinterung als auch zur frühen Anzucht von Pflanzen oder zur Kultivierung von exotischen Pflanzen eignet es sich. Darüber hinaus gibt es verschiedene Arten von Gewächshäusern, sodass für jeden Gartenprofi das Richtige dabei ist.

War dieser Beitrag hilfreich?

Ähnliche Beiträge

Haus & Garten Profi

Jetzt abonnieren auf

Garten umgestalten? Kostenlose Angebote von Gärtnern in Ihrer Nähe:

ARH_Garten_Banner-160x600-Fragebogen

Es handelt sich um einen Affiliate-Link. Für jeden Kauf erhalten wir eine Provision.

Pin It on Pinterest