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Heizkosten sparen: 8 Tipps, um Kosten zu senken

Höhere Kosten für das Heizen der eigenen Wohnung gehen mit steigenden Energiepreisen einher. Sparen lässt es sich aber auch, ohne ein neues Heizsystem verlegen zu müssen. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen praktische Haushaltstipps und Sparmaßnahmen vor, damit Sie Heizkosten sparen können, ohne dabei auf ein warmes Zuhause verzichten zu müssen.

Heizkosten sparen: die Tipps im Überblick

  1. Temperaturen pro Raum bestimmen
  2. Zugängliche Heizkörper
  3. Heizungen reinigen
  4. Heizungen entlüften
  5. Richtig lüften
  6. Vorhänge, Jalousien und Rollläden schließen und öffnen
  7. Türen geschlossen halten
  8. Teppiche für mehr Wärme

1. Temperaturen pro Raum bestimmen

Robert Petrovic

Nicht jeder Raum benötigt gleich hohe Temperaturen. Bereits über die Regulierung der Heizkörper lassen sich Kosten senken. Je nach Zweck der Räumlichkeit unterscheiden sich die empfohlenen Temperaturen. In Wohn- sowie Büroräumen bieten sich Temperaturen von etwa 20 Grad an. Mit warmer Kleidung und viel Bewegung können auch Temperaturen von 19 Grad zum Wohnen ausreichen. Bereits eine Absenkung der Heizung um einen Grad bewirkt Einsparpotenziale von rund sechs Prozent. Temperaturen unter 19 Grad sind allerdings nicht empfehlenswert. Gesundheitliche Risiken, eine erhöhte Infektanfälligkeit sowie Feuchte können daraus resultieren.

Im Wohnzimmer sind demnach Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad empfehlenswert. Jeder Grad spart Kosten. In anderen Räumlichkeiten darf es gerne kühler sein. So reichen Temperaturen von rund 18 bis 19 Grad in der Küche aus. Schlafen ist zudem bei kühleren Temperaturen empfohlen. So sind Temperaturen zwischen 17 und 18 Grad ideal zum Schlafen. In Abstellkammern, Kellern und Dachböden dürfen die Temperaturen noch weiter fallen. Die Grenze liegt bei 15 Grad. Damit die Bausubstanz nicht gefährdet ist, sollten in jeder Räumlichkeit Mindesttemperaturen von 15 bis 16 Grad herrschen.

Kleiner Tipp: Damit Sie die Temperaturen stets überwachen können, bietet sich die Installation von elektronischen Thermostaten an. So können Sie die Temperaturen noch genauer steuern. In Verbindung mit einer Smart-Home-Integration ist es sogar möglich, Heizkörper aus der Ferne zu steuern, Timer zu stellen oder Nachtabsenkungen zu aktivieren.

2. Heizkörper müssen zugänglich sein

Ein Tapetenwechsel macht Spaß und kann Kosten sparen. Zeit, die Möbel im eigenen Haus zu verrücken. Mit der richtigen Positionierung der Möbel lassen sich schließlich bis zu 30 Prozent der Heizkosten sparen. Um Wärme abstrahlen zu können, benötigen Heizkörper einen barrierefreien Zugang. Möbel in unmittelbarer Nähe des Heizkörpers schränken die Energieversorgung ein. Es dauert somit länger, bis sich die Wärme im Raum ausbreiten kann. Ein Mindestabstand von 50 Zentimeter sollte zwischen Heizkörper und Möbelstück sichergestellt sein. Erhöhte Energiekosten könnten bei Einhaltung des Mindestabstands noch immer gegeben sein. Je freier der Heizkörper platziert ist, desto besser. 

3. Heizkörper reinigen

Heizkörper sollen wärmen und energieeffizient arbeiten. Dies gelingt jedoch nur, wenn sie sauber sind. Staub, der sich auf dem Heizkörper absetzt, erhöht die Energiekosten. Denn auch Staub minimiert die Heizleistung. Das kann die Kosten für das Heizen um bis zu zehn Prozent erhöhen. Ein Blick in das Innere der Heizung gibt Klarheit. Sehen Sie hier eine Staubschicht, können Sie bereits durch Putzen bis zu zehn Prozent Ihrer Heizkosten sparen. Wie aber wird ein Heizkörper gesäubert?

Haushaltstipps empfehlen, Verschmutzungen zunächst mit einem Staubwedel oder einer Bürste zu entfernen. Sollte die letzte Reinigung bereits einige Zeit her sein, könnte sich der Staub so festgesetzt haben, dass sich nicht alle Schichten abtragen lassen. Spülmittel mit fettlösenden Eigenschaften in Kombination mit einem lauwarmen Lappen bieten Abhilfe. Der Schmutz lässt sich so schnell abnehmen. Dieser Reinigungsschritt darf regelmäßig wiederholt werden, um die Heizleistung ganzjährig auf einem hohen Effizienzniveau zu halten.

4. Heizung entlüften

Die Heizleistung ist nicht nur von Umwelteinflüssen wie Staub abhängig. Auch Luft könnte die Heizleistung verringern. In diesem Fall würde die erzeugte Energie erst gar nicht an Wohnräume abgegeben werden. So kann Luft im Heizungsrohr bis zu 15 Prozent der Energie unzugänglich machen, da sie entschwindet, bevor sie die Wohnräume erreicht. 

Luft in der Heizung kennzeichnet sich durch ein gluckerndes Geräusch. Sobald Sie dies wahrnehmen, sollten Sie Ihre Heizung entlüften. Dies können Sie gerne auch präventiv tun. Um die Heizung zu entlüften, müssen Sie zunächst die Umwälzpumpe sowie den Heizkörper abstellen. An der Seite des Heizkörpers befindet sich ein Ventil, welches Sie öffnen können. Stellen Sie vor dem Öffnen eine Schale unter die Stelle. Nun lassen Sie so lange Luft heraus, bis Wasser aus dem Ventil tritt. Jetzt können Sie das Ventil wieder schließen und die Umwälzpumpe sowie den Heizkörper aufdrehen. 

5. Richtig lüften

Effizienzgewinne durch funktionsfähige Heizgeräte und optimierte Temperaturen gehen verloren, wenn Fehler im Lüftungsverhalten bestehen. Bis zu 20 Prozent der Energie könnte durch falsches Lüften verloren gehen. Ohne Lüften geht es in der Regel aber meist auch nicht. Eine Ausnahme besteht hinsichtlich der Installation von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. In diesem Fall würde das manuelle Lüften über Fenster wegfallen und Wärme somit nicht verloren gehen. 

Richtiges Lüften funktioniert jedoch auch manuell. Energieverluste sind jedoch nicht vollständig zu vermeiden. Um sie so gering wie möglich zu halten, sollte stoßgelüftet werden. Eine bewährte Methode ist es, viermal am Tag alle Fenster und Türen vollständig zu öffnen. So entsteht ein Durchzug in der Wohnung, der den Luftaustausch begünstigt. In Summe sollte das Stoßlüften eine Dauer von fünf Minuten nicht überschreiten. Währenddessen bleiben die Heizkörper abgedreht. Im Anschluss dürfen sie wieder aufgedreht werden.

Doch Vorsicht: Um die Heizkosten nicht zu erhöhen, sollten sie nicht auf eine höhere Stufe geschaltet werden. Bleiben Sie bei der optimalen Temperatur pro Raum. Wenn Sie die Heizkörper höher drehen, beschleunigt sich die Wärmezufuhr nicht. Es erhöht nur die Heizkosten. 

6. Vorhänge, Jalousien und Rollläden schließen und öffnen 

An Wärmebrücken wie Fenster und Türen entflieht vorhandene Wärme schneller. Bereits kleine Haushaltstipps zu berücksichtigen, spart in diesem Zuge Geld. Solange die Sonne noch da ist, darf diese als Wärmequelle genutzt werden, und zwar auch dann, wenn die Außentemperatur niedriger als die Innentemperatur ist. Bereits die helle Lichteinstrahlung kann unterstützend wirken und Wohnräume aufheizen.

Andersherum sind Fenster zu verdunkeln, wenn die Sonne verschwindet und die Dunkelheit näher rückt. Das Schließen von Vorhängen und Jalousien sowie das Herunterfahren von Rollläden speichert die vorhandene Wärme. Eine solche Verdunkelung funktioniert ähnlich wie eine Dämmung. Generell gilt dabei: Je dichter das Material, desto höher ist der Anteil an gespeicherter Wärme. Sobald sich die Sonne wieder zeigt, dürfen die Fenster wieder Blicke in die Weite ermöglichen. 

7. Türen geschlossen halten

New Africa

Türen in der Wohnung zu schließen, spart Kosten. Wie eingangs erwähnt, unterscheiden sich die optimalen Temperaturen von Raum zu Raum. Bleibt die Tür zwischen Wohnzimmer und Flur offen, so entweicht die Wärme in den Flur. Das sorgt nicht nur für Ineffizienzen, sondern auch kühle Füße. Denn je größer der zu beheizende Raum ist, desto länger dauert es auch, bis sich die Wärme entfaltet. Türen sollten demnach stets geschlossen bleiben.

Luftdicht sind Türen im eigenen Haushalt in der Regel nicht. Das bedeutet, dass Wärme weiterhin aus den Räumen entweicht. Um den Anteil der entweichenden Wärme zu verringern, können Sie die Luftschlitze abdichten. Ein einfacher Haushaltstipp: Verlegen Sie Zugluftstopper unter den Türen. Alternativ gibt es diese auch als flauschige Variante als Vorleger. Diese ähneln meist kleinen Tieren und eignen sich besonders für Kinderzimmer. 

8. Teppiche erhöhen das Wärmeempfinden

Ground Picture

Zuletzt lässt sich das Wärmeempfinden auch über den Boden steuern. Während Fliesen vornehmlich als kalt empfunden werden, bleiben die Füße auf dem Teppichboden warm. Tatsächlich speichern Teppiche Wärme und können dabei helfen, Temperaturen im Raum auf einem konstanten Niveau zu halten. In Summe lassen sich so Einsparpotenziale von bis zu zehn Prozent erreichen. Wer keinen Teppichboden verlegen möchte, kann Teppiche im Handel erwerben und über den normalen Boden als Läufer legen. Allgemein gilt auch hier: Je höher der Anteil an Teppichen in einem Raum ist, desto höher fallen auch die mit Teppichboden verbundenen Einsparpotenziale aus. 

Fazit: Energie beim Heizen sparen, ohne Geld auszugeben 

Effizienzgewinne beim Heizen lassen sich bereits mit kleinen Veränderungen im Heizverhalten sowie einer Umgestaltung der Wohnräume erreichen. Große Investitionen wie eine neue Heizung können sich zwar positiv auf die Energiekosten auswirken, sind jedoch auch mit hohen Anschaffungskosten verbunden. Nicht jeder Hauseigentümer kann sich dies leisten und auch nicht jeder Mieter darf solche Anschaffungen tätigen. Was aber jeder machen kann, ist, sich der Wärmebindung von Teppichen zu bedienen, Wärmebrücken bewusst zu nutzen und Heizkörper so zu verwenden, dass diese im Rahmen des Möglichen effizient heizen. 

FAQ

Wie kann man Heizkosten sparen?

Heizkosten können sie durch einzelne Tricks sparen. Dazu zählen: die Temperaturen pro Raum bestimmen, Heizkörper zugänglich halten, Heizkörper reinigen und entlüften, Räumlichkeiten richtig lüften, Vorhänge, Jalousien und Rollläden schließen und öffnen, Türen geschlossen halten und für ein erhöhtes Wärmebefinden Teppiche auslegen.

Wie warm oder kalt sollten Wohnräume sein?

In Wohn- sowie Büroräumen bieten sich Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad an. Temperaturen unter 19 Grad sind nicht empfehlenswert. In der Küche reichen Temperaturen von rund 18 bis 19 Grad aus. Schlafzimmer dürfen 17 bis 18 Grad haben. In Abstellkammern, Kellern und Dachböden dürfen die Temperaturen noch weiter fallen. Eine Temperatur von 15 Grad sollte allerdings nirgendwo unterschritten werden.

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