Startseite Gartenbau Hochbeet Hochbeet in vier Schritten schichten – Mehrjährige Kultivierung von Ernteerzeugnissen

Hochbeet in vier Schritten schichten – Mehrjährige Kultivierung von Ernteerzeugnissen

Hochbeete sind eine ergonomisch und pflanzenschützende Möglichkeit, Erzeugnisse im eigenen Garten oder auf dem Balkon zu kultivieren. Die Wurzeln werden vor Frost geschützt, die Nährstoffe des Bodens im Hochbeet reichen für mehrere Jahre der Kultivierung, wenn über die Jahre von Stark- zu Schwachzehrern gewechselt wird und bieten einen großen Raum für die Bepflanzung von Obst, Gemüse und Kräutern. Mit passenden Glasaufsätzen können Hochbeete im Winter sogar zu Gewächshäusern umgewandelt werden.

Die Qualität der Erzeugnisse steht und fällt jedoch mit dem Inhalt des Hochbeets. Damit ausreichend Nährstoffe langfristig vorhanden sind, muss das Hochbeet richtig geschichtet werden. Wir zeigen Ihnen in vier Schritten, wie das Schichten gelingt.

Schritt 1: Bringen Sie die Drainage aus

Wühlmausgitter wird eingesetzt.
Wühlmausgitter unter dem Hochbeet schützt vor Mäusen.

Im ersten Schritt wird die Drainageschicht des Hochbeets aufgebaut. Bevor Sie mit dem Befüllen beginnen, empfehlen wir Ihnen, ein Wühlmausgitter auf dem Boden auszubringen. Dies bietet Schutz vor Mäusen, die sich direkt vom Bodenreich bis ins Beet buddeln können. Doch auch wenn keine Gefahr von Wühlmäusen ausgeht, ist das Gitter ein wichtiger Schritt. Das Gitter dient auch der Entwässerung des Hochbeets und verhindert Staunässe, die sich andernfalls am Boden des Beetes sammeln könnte. Zudem dient das Gitter der Sauerstoffzufuhr der Wurzeln und minimiert so die Gefahr von Fäulnis.

 Ist das Gitter befestigt, können Sie mit dem Schichten beginnen. Hierfür können Sie Schnittabfälle aus dem Garten sammeln oder Nachbarn ihre Schnittabfälle abnehmen.

Äste, Zweige sowie Wurzelgehölze werden übereinander geschichtet, und zwar so lange, bis ein Viertel des Hochbeetes mit der Schicht bedeckt ist. Beim Sammeln von Wurzelgehölzen sollten Sie darauf achten, dass der maximale Durchmesser 20 Zentimeter beträgt, andernfalls sind die Wurzelgehölze zu groß für das Hochbeet und verrotten zu langsam. Sollten Sie das Hochbeet auf einem Balkon platzieren, können Sie die Drainage Schicht auch kleiner ausrichten. Die Traglast des Balkons sollte stets im Auge behalten werden. Dabei sollte nicht nur das Füllgewicht des Hochbeets Beachtung finden, sondern auch das Gewicht, wenn es bewässert ist.

Schritt 2: Sammeln Sie Pflanzenreste

Hochbeet wird mit Pflanzenresten gestapelt
Die Bodenstruktur des Hochbeets besteht aus Pflanzenresten.

Das Hochbeet zu schichten, empfiehlt sich immer im Herbst, wenn viele Pflanzenreste im Garten vorhanden sind. Die zweite Schicht des Hochbeets besteht aus Laub, Grasschnitt und Häckselgut. Diese können sie übereinander stapeln oder direkt vermischen. Die Mischung der drei Pflanzenabfälle ist wichtig, um die jeweiligen Nährstoffe im Hochbeet zu binden und die Bodenstruktur aufzubauen. Vermeiden Sie es also gerne, auf einen Teil der Pflanzenabfälle zu verzichten.

Häckselgut können Sie bei Bedarf auch bei Nachbarn anfragen oder direkt im Baumarkt kaufen. Meiden Sie jedoch Holzhäcksel, denn es eignet sich als Schichtmaterial für das Hochbeet nicht. Laub kann, sofern kein Garten vorhanden ist, vom Boden im Wald aufgesammelt werden und Grasschnitt können Sie direkt beim Mähen dem Fangbehälter entnehmen.

Schritt 3: Kompostschnitt ausbringen

Kompost wird in das Hochbeet eingegeben.
Kompost bindet Nährstoffe für das Pflanzenwachstum.

Während die ersten Schichten des Hochbeets relativ grob waren, wird es nun feiner. Der Kompost bildet die dritte Schicht des Hochbeets. Der Kompost sollte während des Schichtens noch nicht vollständig fertig sein. Ein halbfertiger Kompost ist am besten geeignet, da er so noch Zeit zum Verrotten hat. Da das Hochbeet nur alle fünf bis sieben Jahre neu befüllt wird, darf der Kompost gerne auch mit Pferdemist oder anderen Nährstoffversorgern angereichert werden, um noch mehr Nährstoffe für ein besseres Pflanzenwachstum langfristig zu binden.

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Schritt 4: Das Hochbeet mit qualitativer Erde befüllen

Die Erde des Hochbeetes muss häufiger ausgewechselt werden.

Im letzten Schritt wird die Erde ausgebracht. Sie ist der einzig sichtbare Teil des Hochbeets. Anders als andere Schichten wird die Erde häufiger ausgewechselt, auf qualitative Erde sollte dennoch beim Befüllen geachtet werden. Seien Sie beim Verteilen der Erde eher großzügig als zu geizig. Die Wurzeln aller Pflanzen müssen am Ende vollständig mit Erde bedeckt sein. Andernfalls wachsen die Pflanzen nicht an, da die Wurzeln keinen Halt finden.

Die Erde sollte an die jeweilige Bepflanzung angepasst werden. In den meisten Fällen empfiehlt sich jedoch eine Kombination aus Blumen- und Gartenerde. Wenn Sie möchten, können Sie zudem einen Langzeitdünger ausbringen, um den Pflanzen einen Nährstoffboost zu gewähren.

Anschließend können die gewünschten Erzeugnisse angepflanzt und gut angegossen werden. Möchten Sie das Hochbeet auch vor Schnecken schützen, können Sie nach der Bepflanzung noch ein Schneckennetz an das Hochbeet anbringen. Das minimiert die Gefahr, dass die Schnecken an den Erzeugnissen knabbern und Ihnen die leckeren Speisen wegessen.

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben soeben Ihr Hochbeet erfolgreich erfüllt und können die nächsten Jahre leckere Erzeugnisse anpflanzen.

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<h3>Haus & Garten Profi Redaktion</h3>

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