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Holzbodenpflege: Tipps, Tricks & bewährte Methoden

Holzböden verleihen Räumen eine zeitlose Eleganz und schaffen eine warme Atmosphäre, die jeden Raum in ein Zuhause verwandelt. Doch, um die Schönheit und Langlebigkeit dieser Holzböden zu bewahren, bedarf es mehr als nur der gelegentlichen Reinigung. In diesem Beitrag teilen wir die Geheimnisse der Holzbodenpflege. Sie erfahren nicht nur Tipps und Tricks, sondern auch bewährte Methoden, um insbesondere die natürliche Pracht Ihrer Parkett- und Dielenböden zu bewahren.

Der erste Kratzer auf dem nagelneuen Parkett – es gibt wohl wenig, was mehr schmerzt. Holzböden, als Naturprodukte, unterliegen ständig den Einflüssen ihrer Umgebung. Sei es durch Fußgängerverkehr, Haustiere, Reinigungsmaßnahmen oder generelle Pflege.

Im Gegensatz zu vielen anderen Bodenbelägen repräsentieren Holzböden jedoch eine langfristige Investition. Richtig betreut und gepflegt, können sie ein Leben lang Bestand haben. Und hier ist die gute Nachricht: Die Kunst der Reinigung und Pflege von Holzböden ist nicht schwer, sondern leicht und unkompliziert!

Hoowood Holzbodenpflege leicht gemacht – so geht’s

Die Basics  – Reinigung kommt vor der Pflege

Vor der eigentlichen Parkettpflege ist eine gründliche Reinigung des Parketts von Schmutz und Rückständen unbedingt nötig. Hierbei sind vor allem zwei Aspekte zu beachten, um die Schönheit des Parkettbodens zu bewahren:

Das Wischen:

Zum einen sollte das Parkett stets nur nebelfeucht gewischt werden. Das bedeutet, dass der Wischlappen oder die Feudel so ausgewrungen wird, dass kein Wasser mehr heruntertropft. Beim Wischen des Parkettbodens sollte stets nur ein leichter Wasserfilm sichtbar sein, jedoch keine größeren Wasserlachen entstehen.

Auswahl des Reinigungsmittels:

Zum anderen ist die Auswahl der Reinigungs- und Pflegemittel von großer Bedeutung. Für die Parkettreinigung sollten ausschließlich Produkte verwendet werden, die speziell für Parkett geeignet sind. Insbesondere bei geöltem Parkett sollten Sie immer darauf achten, dass der Reiniger mit dem Parkettöl kompatibel ist. Idealerweise haben Sie schon aufeinander abgestimmte Produkte erworben.

Was sollte ich auf jeden Fall vermeiden?

Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel, Mikrofasertücher oder Dampfreiniger für die Parkettreinigung, um Schmutz und Rückstände zu entfernen. Bei Verwendung eines Staubsaugers sollte man immer darauf achten, dass dieser schonend eingestellt ist und/oder eine Parkettbürste verwendet wird.

Bonustipp: Neue Pflegemittel für die Parkettreinigung sollten vor der großflächigen Anwendung an einer unauffälligen Stelle getestet werden, um die Reaktion der Oberfläche auf das Produkt zu überprüfen. Bei dieser sorgsamen Herangehensweise stellen Sie nicht nur sicher, dass die Reinigung wirkt, sondern Sie schützen so auch Ihren Parkettboden.

Parkettpflege Tipps und Tricks

Nun kommen wir zur Pflege:

Die Pflege Ihres Parkettbodens ist der Schlüssel zu ihrer langen Lebensdauer und dem Erhalt ihrer attraktiven Optik. Die richtige Parkettpflege ist unabdingbar. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Versiegelung des Bodenbelags. Durch diese Maßnahme wird das Eindringen von Feuchtigkeit in das Holz effektiv verhindert.

Darüber hinaus bieten Pflegeöle und Parkettwachse einen zusätzlichen Schutz vor Kratzern und anderen Beschädigungen, während sie dem Boden einen edlen Glanz verleihen. Die entstehende Schutzschicht, die durch Pflegeöl oder Wachs erzeugt, wird als Opferschicht bezeichnet. Diese opfert sich anstelle des Holzes oder der Versiegelung, um die Oberfläche zu schützen.

Die regelmäßige Parkettreinigung mit geeigneten Reinigungsmitteln ist ebenfalls entscheidend für die Oberflächenpflege. Ein gut versiegelter Parkettboden wird am besten mit einem leicht angefeuchteten Reinigungstuch oder einer Feudel gewischt.

Beim Einsatz eines Staubsaugers ist darauf zu achten, dass dieser schonend auf die Oberfläche eingestellt ist. Dennoch empfiehlt sich das Wischen mit einem pflegenden Reiniger und einem Tuch als effektivere Methode für die Holzbodenpflege. Dieser sorgsame Umgang garantiert nicht nur die Reinheit des Parketts, sondern bewahrt auch dessen Schönheit über die Jahre hinweg.

Bei der Parkettpflege unterscheidet man zwischen den Pflegemethoden für lackierte und geölte Parkettböden. Innerhalb der geölten Parkettböden erfolgt eine weitere Unterscheidung in oxidativ geölt und gewachst. Für jede dieser Varianten existieren Schlüsselfaktoren, die beachtet werden sollten.

Starten wir mit lackierten Parkettböden:

Lackierte Parkettböden

Lackiertes Parkett erfordert in der täglichen Reinigung kaum Aufwand, da das Holz durch die Lackversiegelung vollständig geschützt ist und weder Wasser noch Schmutz in die Poren eindringen können. Bei lackierten Parkettböden genügt eine Trockenreinigung mit dem Staubsauger. Obwohl lackiertes Parkett widerstandsfähiger gegenüber Schmutz und Feuchtigkeit ist, reagiert es empfindlich auf mechanische Belastungen. Daher sollten Sie keinesfalls groben Schmutz über das Parkett schleifen und auf harte Besen oder Mikrofasertücher zur Reinigung verzichten.

Dank der vollständig versiegelten Oberfläche erfordert lackiertes Parkett keine intensive Pflege und ist auch nicht dafür geeignet. Die regelmäßige Anwendung spezieller Lackpflegemittel nach der Reinigung trägt jedoch dazu bei, den Lack zu erhalten. Kleine Kratzer oder Dellen lassen sich mit Hartwachs oder Spezialstiften problemlos ausbessern, wodurch schnell wieder eine gleichmäßige und optimal geschützte Bodenfläche entsteht. Bei stark beanspruchtem lackiertem Parkett ist jedoch ein vollständiges Abschleifen und erneutes Lackieren des Bodens erforderlich.

Geölte Parkettböden

Bei geölten Parkettböden sieht das ganze so aus: Zunächst ist es entscheidend zu beachten, dass Parkettböden in zwei Hauptkategorien unterteilt werden: oxidativ geölter und gewachster Parkettboden. Im weiteren Verlauf erfahren Sie welche Besonderheiten beide Arten aufweisen, die bei der Pflege berücksichtigt werden müssen.

Oxidativ geölt und / gewachst

Beginnen wir mit oxidativ geöltem Parkett:

Wenn Sie zu Hause einen geölten Parkettfußboden haben, ist es nicht erforderlich, diesen im Zwei-Tage-Rhythmus zu wischen. Immerhin handelt es sich bei Holz um ein Naturmaterial, das unter dem Einfluss verschiedener Faktoren Veränderungen erfahren kann. Hierzu gehört auch Wasser: Ein übermäßiger Einsatz von Wasser kann langfristige Schäden am Holz verursachen – sogar wenn seine Oberfläche zuvor mit Öl behandelt wurde. Daher ist es in den meisten Fällen ausreichend, den geölten Parkettboden regelmäßig abzusaugen oder mithilfe eines Besens von Schmutz zu befreien. So wird die Schönheit des Holzes bewahrt und langfristige Schäden vermieden.

Hoowood Bei der Holzbodenpflege sind einige wichtige Schritte zu beachten

Holzbodenpflege: Die Monatliche Routine

Unsere Empfehlung lautet, geöltes Parkett etwa einmal im Monat mit Wasser und Seife zu reinigen. Hierbei ist es besonders ratsam, eine spezielle Seife zu verwenden, die explizit für geöltes Parkett ausgewiesen ist.

Gängige Reinigungsmittel und Putzmittel erweisen sich oft als zu aggressiv und können die schützende Ölschicht auf dem Holzfußboden beeinträchtigen. Dies ermöglicht das Eindringen von Wasser und Schmutz in die Poren des Holzes, was im schlimmsten Fall eine aufwändige Nachbearbeitung erforderlich machen kann.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, den Parkettboden maximal nebelfeucht zu wischen. Andernfalls bleibt zu viel Wasser auf dem Holzboden zurück, was langfristig Schäden verursachen kann.

Zusatzempfehlung: Beim Reinigen von geöltem Parkett empfehlen wir stets die Verwendung von zwei Eimern. Einer enthält eine milde Reinigungslösung, während der andere mit klarem Wasser gefüllt ist. Beginnen Sie mit dem Abwischen des Bodens mithilfe der Seifenlösung aus dem ersten Eimer und gehen Sie anschließend erneut mit klarem Wasser darüber. So sind Sie sich nach der gründlichen Reinigung sicher, dass keine Rückstände auf dem Parkettboden verbleiben.

Ausreichende Trocknungszeit nach der Reinigung

Nach dem Wischen sollten Sie, dem Boden ausreichend Zeit zur Regeneration geben. Bei einer normalen Reinigung mit Wasser und speziellem Reinigungsmittel genügen oft rund 30 Minuten Trocknungszeit. Danach sollte der Boden wieder betretbar sein. Das Warten dieser kurzen Zeitspanne stellt sicher, dass keine Fußabdrücke oder ähnliches auf dem noch feuchten Boden zurückbleiben.

Regelmäßige Anwendung eines Öl-Refreshers

Selbst wenn Sie spezielle Reinigungsmittel verwenden und den Boden nicht häufiger als einmal im Monat nebelfeucht reinigen, sollte die Ölschicht von Zeit zu Zeit erneuert werden. Hierfür müssen Sie nicht den gesamten Boden abschleifen und neu ölen. Stattdessen bietet sich die Verwendung eines Öl-Refreshers an. Diesen fügen Sie dem Reinigungswasser hinzu und tragen so beim Putzen eine neue Ölschicht auf.

Die Trocknungszeit verlängert sich bei der Auffrischung der Ölschicht – beachten Sie dazu die Hinweise auf der Verpackung des Öl-Refreshers. Grundsätzlich sollten zwei Stunden Trocknungszeit ausreichend sein.

Empfehlung: die Ölschicht alle drei bis sechs Monate auffrischen, abhängig von der Beanspruchung des geölten Parketts.

Extratipp: Falls Sie versehentlich Wasser oder eine andere Flüssigkeit auf Ihrem geölten Parkett verschüttet haben, ist rasches Handeln gefragt. Nutzen Sie am besten sofort ein Küchentuch oder einen Lappen, um die Feuchtigkeit aufzuwischen. Durch schnelles Reagieren verhindern Sie effektiv, dass die Flüssigkeit durch die Ölschicht dringt und unschöne Flecken auf dem Boden hinterlässt.

Für Lebensmittelreste, Schmutz und ähnliche Vorkommnisse empfehlen wir die Verwendung eines separaten Bodenlappens. Manchmal kann es unerwartet schnell gehen: Ein Stück Tomate fällt plötzlich vom belegten Brot oder einige Nudeln mit öligem Pesto rutschen auf den Boden. In solchen Momenten ist eine schnelle Reaktion gefragt, um die heruntergefallenen Speisereste zügig aufzuwischen, bevor Flüssigkeiten in den Boden eindringen können. Es ist ratsam, hierfür einen speziellen Lappen oder Einweg-Küchenpapier zu verwenden. Normale Geschirrspül- oder Putzlappen könnten möglicherweise Rückstände von Spülmittel enthalten, welche die Ölschicht des Bodens beeinträchtigen könnten.

Falls dennoch unschöne Flecken zurückbleiben, zeigt sich die Anwendung eines speziellen Fleckentferners für geöltes Parkett als besonders nützlich: Einfach auftragen, einwirken lassen und mit einem feuchten Tuch abwischen – schon erstrahlt Ihr Holzfußboden in neuem Glanz. Nach dieser Behandlung sollten Sie jedoch nicht vergessen, die behandelte Stelle gut nachzuölen, um die Schutzschicht zu erneuern.

Gewachste Parkettböden

Ein gewachster Parkettboden präsentiert sich als natürlicher Holzboden, der werkseitig unbehandelt ist, jedoch eine schützende Wachsimprägnierung erhalten hat, um die Oberfläche zu bewahren.

Die Wachsimprägnierung als Schutzschicht

Die Wachsimprägnierung bildet eine schützende Wachsschicht auf der Oberfläche des Holzbodens, die das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit in das Holz verhindert. Im Vergleich zu versiegeltem Parkett bietet diese dünnere Schutzschicht jedoch nur begrenzten Schutz vor mechanischen Beschädigungen, was bedeutet, dass Kratzer auf gewachstem Parkettboden leichter auftreten können.

Pflegemaßnahmen gewachster Parkettböden: Erstbehandlung und regelmäßige Reinigung

Erstbehandlung für langfristige Qualität

Die Erstbehandlung von frisch verlegten gewachsten Holzböden ist entscheidend, um die Oberfläche zu schützen und die langfristige Qualität zu gewährleisten. Insbesondere die Fugen- und Kantenbereiche profitieren von dieser Erstpflege. Hierfür eignen sich Produkte wie Pflege- oder Pflegewachsöl.

 Die Schritte umfassen:

  1. Gründliches Fegen oder Absaugen, um Schmutz und Staub zu entfernen.
  2. Reinigung des Holzes mit einem Intensivreiniger, um die Holzporen zu öffnen.
  3. Behandlung mit Pflegeöl durch Einmassieren in das Holz.
  4. Entfernung überschüssiger Ölrückstände nach 10 bis 20 Minuten.
Anna Puzatykh Eine regelmäßige Reinigung ist beider Holzbodenpflege besonders wichtig

Holzbodenpflege: Regelmäßige Reinigung und Pflege

Je nach Nutzungshäufigkeit sollten gewachste Holzböden alle ein bis zwei Wochen gewischt werden, um hartnäckigen Schmutz zu verhindern. Bei Nassreinigung ist es wichtig, nur leicht feucht zu wischen, um Schäden zu vermeiden. Wechseln Sie zwischen rückfettender Ölseife und Holzbodenseife für optimale Pflege:

  • Mischen des Reinigungsprodukts mit Wischwasser gemäß Herstellerangaben.
  • Leicht feuchtes Wischen mit gut ausgewähltem Baumwollwischmopp.
  • Gründliches Trocknen ohne Nachwischen.

Intensive Pflege gewachster Parkettböden: Die Intensivreinigung

Bei intensiver Beanspruchung empfiehlt sich alle paar Monate eine gründliche Reinigung mit einem speziellen Intensivreiniger.

Die Schritte hierbei sind:

  1. Verdünnen des Intensivreinigers gemäß Herstellerangaben.
  2. Abrubbeln des Bodens mit verdünntem Reinigungswasser und einem roten Reinigungspad.
  3. Aufnahme des Schmutzwassers und gründliches Nachwischen mit klarem Wasser.
  4. Vollständiges Trocknen für 8 bis 12 Stunden.

Nach der Intensivreinigung ist es wichtig, die schützende Öl- oder Wachsschicht zu erneuern, indem Sie die gleichen Schritte wie bei der Erstbehandlung anwenden.

Pflege und Auffrischung: Jährliche Erneuerung

Abhängig von der Belastung des Bodens empfiehlt sich eine jährliche Auffrischung. Nach einer gründlichen Reinigung wird ein geeignetes Reinigungs- und Pflegemittel auf das Holz aufgetragen und mit einem braunen Polierpad eingearbeitet.

Dielenpflege

Die langfristige Schönheit und Strapazierfähigkeit Ihres Dielenbodens hängen maßgeblich davon ab, wie viel Mühe Sie in die Reinigung und Pflege investieren. Wenn Sie alle erforderlichen Schritte korrekt durchführen, wird der Boden über einen längeren Zeitraum sein ansprechendes Erscheinungsbild behalten.

 Ein Holzdielenboden zeichnet sich durch hohe Langlebigkeit und Robustheit aus. Selbst wenn die Zeit ihre Spuren auf Ihrem Dielenboden hinterlassen hat, lässt er sich in der Regel recht problemlos restaurieren.

Wie pflegt man Dielenböden?

Möchten Sie die Dielen reinigen, ist es zunächst wichtig zu prüfen, welche Behandlung sie erfahren haben. Vier gängige Varianten sind dabei häufig anzutreffen:

  • Naturbelassen: Das Holz ist in seinem naturbelassenen Zustand, offenporig und erfordert daher eine entsprechend intensive Pflege.
  • Geölt und gewachst: Bei dieser Variante bleibt die Oberfläche offenporig, ist jedoch recht pflegeleicht.
  • Geölt: Die Ölbehandlung hat das Holz weitgehend geschlossen, was die Dielen beim Reinigen pflegeleicht macht.
  • Lackiert: Durch den Lack ist das Holz vollständig geschlossen und erweist sich dementsprechend als unkompliziert in der Reinigung.

Wie reinigt man geölten und gewachsten Dielenboden?

Besonders entscheidend ist die Erstpflege bei geölten und gewachsten Dielenböden. Direkt nach dem Verlegen empfiehlt es sich, den Holzboden mit einem speziellen Reinigungs- oder Poliermittel für Holzböden zu reinigen. Bei der regelmäßigen Reinigung ist es ratsam, den Boden mit einem Bodenwischer oder Mopp in Faserrichtung nebelfeucht zu wischen. Achten Sie darauf, nicht zu viel Wasser zu verwenden, damit der Boden niemals zu nass wird.

Für grobe Verschmutzungen an bestimmten Stellen empfiehlt sich die Verwendung von Intensivreinigern für Dielenböden.

Diese ermöglichen eine mühelose Entfernung von eingetrockneten Flecken oder Gehstreifen. Polieren Sie die behandelten Stellen und wischen Sie den Boden anschließend trocken. Die frisch gereinigten Stellen sollten etwa eine Woche lang vor Feuchtigkeit geschützt und vollständig trocknen.

Zusätzlich zur regelmäßigen Reinigung gönnen Sie Ihrem Dielenboden etwa alle sechs Monate eine Behandlung mit Bodenmilch. Diese spezielle Pflege ist erforderlich, wenn der Boden matt wird und trocken erscheint.

Verteilen Sie eine mit Wasser verdünnte Bodenmilch auf dem sauberen Dielenboden. Arbeiten Sie die Bodenmilch-Wasser-Mischung gleichmäßig und gründlich in das Holz ein, immer entlang der Faserrichtung. Lassen Sie den Boden dann trocknen, für circa 30 Minuten. Anschließend können Sie den Dielenbelag sorgfältig polieren.

Wichtig: Verwenden Sie niemals unverdünnte Bodenmilch oder mischen Sie sie zu wenig mit Wasser. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich bei zu starkem Auftrag eine Schicht auf dem Holz bildet, die nur sehr schwer zu entfernen ist.

Wie reinigt man lackierte Dielenböden?

Bei lackierten Dielenböden entfällt die Notwendigkeit einer Erstpflege. Die Wahl dieses Fußbodenbelags erspart Ihnen somit diesen Arbeitsschritt. Lackierte Dielenböden zeichnen sich zudem durch besonders hohe Strapazier- und Widerstandsfähigkeit aus. Die Lackschicht auf dem Holz bietet Schutz und verschließt insbesondere die Poren, wodurch das Eindringen von Flüssigkeiten und ein Aufquellen des Holzes verhindert werden.

In Bereichen mit intensiver Beanspruchung, wie beispielsweise in Ladengeschäften oder Gaststätten, empfiehlt es sich, den Boden zusätzlich mit einem Fertig-Parkett-Fugenschutz zu schützen. Dieser bewahrt die Oberfläche über einen langen Zeitraum vor Glanzverlust, deckt die Fugen zwischen den einzelnen Dielen ab und verlängert die Haltbarkeit des Bodens.

Den Fugenschutz drücken Sie fest in die Fugen und reiben die Oberfläche anschließend mit einem Tuch, Lappen oder einer Poliermaschine ab.

Tipp: Achten Sie darauf, dass der Fugenschutz recht schnell trocknet, indem Sie immer nur kleine Bereiche des Bodens gleichzeitig bearbeiten.

Nachdem der Fugenschutz vollständig getrocknet ist, sollte der Boden über Nacht trocknen. Die nächste Reinigung ist frühestens nach zwei Wochen ratsam. Für die regelmäßige Pflege des lackierten Dielenbodens mischen Sie einfach Wasser mit einem Reinigungs- oder Pflegemittel. Aufgrund der vollständigen Versiegelung der Holzoberfläche durch den Lack können Sie den Boden feucht wischen.

Extratipps: Do’s und Dont’s für die (Dielen-) Holzbodenpflege

Um Schäden an Ihrem Dielenboden zu verhindern und sicherzustellen, dass er besonders lange makellos bleibt, sind hier einige Tipps für alle Arten von Holzböden:

  1. Befestigen Sie Filzgleiter mit Klebe- oder Nageloption unter allen Möbelstücken, die direkt auf dem Dielenboden stehen, insbesondere unter beweglichen Möbeln wie Stühlen.
  2. Platzieren Sie Bürostühle und Möbel auf Rollen auf Kunststoffmatten, um Beschädigungen am Dielenboden zu vermeiden.
  3. Tragen Sie keine Straßenschuhe in der Wohnung, um zu verhindern, dass eingetragener Schmutz wie Schmirgelpapier auf dem Holzboden wirkt.
  4. Wischen Sie verschüttete Flüssigkeiten sofort vom Boden auf, um mögliche Schäden zu verhindern.
  5. Gießen Sie niemals Wischwasser direkt auf den Boden, um eine übermäßige Feuchtigkeitsaufnahme zu vermeiden.
  6. Setzen Sie Möbel mit Metallfüßen nicht direkt auf den Dielenboden, da das Metall chemisch reagieren und Flecken im Holz hinterlassen kann.
  7. Verwenden Sie keine Anti-Rutsch-Unterlagen, da die enthaltenen Weichmacher das Holz angreifen können.

Fazit – Holzbodenpflege

Parkett-, Dielen- und Holzböden  weisen unterschiedliche Charakteristika auf die natürlich auch bei Reinigung und Pflege beachtet werden sollten. Während lackierte Parkettböden mit ihrer vollständigen Versiegelung eine unkomplizierte tägliche Reinigung ermöglichen, erfordern geölte oder gewachste Dielenböden eine aufmerksame Erstpflege und regelmäßige Auffrischung der Öl- oder Wachsschicht.

Eines ist jedoch gewiss: Die richtige Holzbodenpflege lohnt sich. Sie halten so Ihren Boden nicht nur sauber und gepflegt, sondern tragen zur Langlebigkeit und dem Werterhalt Ihres Bodens bei: Also, frohes pflegen!

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Die Texterstellung erfolgte in Kooperation mit einem externen Redakteur

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