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Die richtige Gartenbeleuchtung finden – Nützliche Tipps & Tricks

Licht spielt in einem Garten eine entscheidende Rolle, die weit über die bloße Erhellung der Dunkelheit hinausgeht. Sie betont architektonische Details, setzt Pflanzen gekonnt in Szene und sorgt für Sicherheit auf Wegen und Treppen.

Doch die Vielfalt an Möglichkeiten und Produkten kann schnell unüberschaubar werden. Wie wählt man die richtige Beleuchtung aus? Welche Lichtquelle ist für welchen Bereich am besten geeignet? Und wie lassen sich Energieeffizienz und Ästhetik in Einklang bringen? In diesem Ratgeber gehen wir auf diese Fragen ein und geben nützliche Tipps und Tricks für die richtige Gartenbeleuchtung.

Gartenbeleuchtung Tipps
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Warum Gartenbeleuchtung wichtig ist

Die Bedeutung der Gartenbeleuchtung geht über das rein Ästhetische hinaus. Eine effektive Beleuchtung erhöht nicht nur den Nutzwert eines Gartens nach Einbruch der Dunkelheit, sondern trägt auch wesentlich zur Sicherheit bei. Gut beleuchtete Wege und Treppen minimieren die Gefahr von Stolperunfällen.

Darüber hinaus hebt die richtige Beleuchtung bestimmte Gartenelemente wie Pflanzen, Skulpturen oder Wasserflächen hervor und betont deren Besonderheiten. Sie ermöglicht es auch, den Garten als erweiterten Wohnraum zu nutzen, sei es für entspannte Abende im Freien oder für gesellige Zusammenkünfte. Kurz gesagt, eine gut durchdachte Gartenbeleuchtung maximiert die Nutzung, die Sicherheit und die Schönheit jedes Außenbereichs.

Arten von Gartenleuchten

Gartenleuchten gibt es in unterschiedlichen Formen und Funktionen, um Akzente zu setzen, Bereiche zu beleuchten oder Sicherheit zu gewährleisten. Hier ein Überblick über die gängigsten Typen:

1. Wegeleuchten

Wegeleuchten sind unerlässlich, um Sicherheit und Orientierung im Garten zu gewährleisten. Meist in Form von Stelen oder kleineren Säulen werden sie entlang von Wegen, Eingängen oder Treppen aufgestellt. Höhe und Abstand sollten so gewählt werden, dass ein gleichmäßiges Licht ohne übermäßige Schattenbildung entsteht. Dank eines integrierten Bewegungsmelders schalten sich die Leuchten automatisch ein, wenn sich eine Person nähert.

Das hat zwei Vorteile: Zum einen spart man Geld, da die Wegeleuchten nicht ständig eingeschaltet sind. Zum anderen erregt eine Gartenleuchte mit Bewegungsmelder mehr Aufmerksamkeit und lenkt den Blick auf sich, wenn sie beim Vorbeigehen aufleuchtet. Die Beleuchtung verringert zusätzlich die Stolpergefahr durch bessere Sicht.

Stefan Wolf Lucks Stefan Wolf Lucks

2. Spotlights

Diese leistungsstarken Leuchten wurden entwickelt, um bestimmte Punkte im Garten intensiv zu beleuchten. Sie können eingesetzt werden, um eine Skulptur zu betonen, die Textur einer Mauer hervorzuheben oder ein bestimmtes Pflanzenarrangement in Szene zu setzen. Je nach gewünschter Wirkung können sie starr oder flexibel montiert werden, um den Lichtstrahl genau zu lenken.

3. Unterwasserleuchten

Wasserspiele, Teiche oder Brunnen erhalten durch Unterwasserleuchten eine besondere Tiefe. Sie heben nicht nur Fische oder Wasserpflanzen hervor, sondern bringen auch die Bewegungen des Wassers zum Leuchten. Diese Leuchten werden speziell versiegelt, damit sie dauerhaft wasserdicht bleiben.

4. Solarleuchten

Nachhaltigkeit trifft Design. Diese Leuchten sind mit Photovoltaikzellen ausgestattet, die tagsüber Sonnenlicht absorbieren und in elektrische Energie umwandeln. Nach Einbruch der Dunkelheit nutzen sie die gespeicherte Energie, um den Garten zu beleuchten. Sie sind ideal für Orte, die mit herkömmlichen Stromquellen schwer zu erreichen sind, und bieten zudem den Vorteil niedriger Betriebskosten.

5. Lichtbänder

Lichtbänder eignen sich hervorragend, um einzelne Objekte in Szene zu setzen. Sie können zum Beispiel um Blumenkästen oder Sträucher gelegt werden und diese mit kräftigen oder kontrastreichen Farben hervorheben. Werden die Bänder beispielsweise um ein Rosenbeet angelegt, kann ein kräftiges Rot das Grün der Blüten zum Leuchten bringen.

6. Bodenstrahler

Unauffällig in den Boden eingelassen, richten diese Leuchten ihren Lichtstrahl nach oben. Sie können verwendet werden, um Bäume, Sträucher oder andere vertikale Elemente im Garten hervorzuheben. Je nach gewünschter Atmosphäre und Pflanzenart können sie warmes oder kühles Licht ausstrahlen.

Tipps & Tricks zur Planung

Die richtige Planung von Gartenbeleuchtung ist entscheidend
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Nun kennen Sie die wichtigsten Gartenleuchten, doch bei der Planung gibt es noch einiges zu beachten:

Starten Sie so früh wie möglich mit der Planung

Bei der Planung der Gartenbeleuchtung gilt: Je früher, desto besser. Im Idealfall denken Sie bereits bei der Neu- oder Umgestaltung Ihres Außenbereichs an die Installation von Außenbeleuchtung. Gartenleuchten, mit Ausnahme von Solarleuchten, müssen an das Stromnetz angeschlossen werden.

Deshalb sollten Leerrohre und Erdkabel schon vor dem Bau des Gartenhauses, dem Anlegen der Gartenwege und dem Bepflanzen der Beete unterirdisch verlegt werden. Das nachträgliche Verlegen von Kabeln kann sehr aufwendig sein und viel Zeit und Geld kosten. Wichtig ist, dass die Stromkabel spatensicher in mindestens 60 cm Tiefe verlegt werden, damit sie bei der Gartenarbeit nicht beschädigt werden.

Natürliches Licht berücksichtigen

Sternen- oder Mondlicht können bereits für eine gewisse Grundhelligkeit sorgen. Überlegen Sie, wie Sie Ihr Beleuchtungskonzept darauf abstimmen können, um ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen und gleichzeitig Energie zu sparen.

Mit Lichtfarben experimentieren

Obwohl für viele Gärten warmweißes Licht bevorzugt wird, können gezielt eingesetzte farbige Lichtquellen Akzente setzen. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass sich die Farbwahl harmonisch in das Gesamtkonzept einfügt und nicht überladen wirkt.

Weniger ist mehr

Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch bei der Gartenbeleuchtung: Weniger ist mehr. Tauchen Sie Ihren Garten nicht in grelles Scheinwerferlicht, das zerstört jede gemütliche Atmosphäre. Zu viel und zu helles Licht wirkt auf uns Menschen unangenehm, unfreundlich und abweisend. Außerdem treibt eine großflächige Außenbeleuchtung die Stromrechnung unnötig in die Höhe, selbst wenn sparsame LEDs verwendet werden. Beachten Sie auch, dass jede Lichtquelle andere Insekten anzieht. Ein weiteres Argument für eine dezente Beleuchtung.

Übrigens: Auch Ihre Nachbarn freuen sich, wenn Ihre Außenbeleuchtung blendfrei ist und nicht in den Garten strahlt.

Setzen Sie stattdessen auf eine dezente Beleuchtung und platzieren Sie Lichteffekte bewusst. Richten Sie mehrere kleine Lichtinseln ein. Ein beleuchtetes Blumenbeet, Licht am Gartenweg oder Ihr dezent illuminierter Vorgarten werden so schnell zum Highlight.

Achten Sie auf die Schutzklasse und die IP-Schutzart

Nicht jede Leuchte ist für den Außeneinsatz geeignet. Schließlich müssen Leuchten im Außenbereich wetterfest und gegen feste Fremdkörper sowie das Eindringen von Flüssigkeiten geschützt sein – das gilt besonders für Leuchten am Gartenteich. Darüber gibt die IP-Schutzart Auskunft. Die Klassifizierung, ob eine Leuchte für die Gartenbeleuchtung geeignet ist, erfolgt anhand von zwei Kennziffern, die jeweils den Schutz gegen Fremdkörper und Flüssigkeiten angeben.

Fazit

Die richtige Gartenbeleuchtung ist entscheidend, um nicht nur ästhetische Akzente zu setzen, sondern auch für Sicherheit und Funktionalität im Außenbereich zu sorgen. Eine breite Palette an Beleuchtungsmöglichkeiten ermöglicht es, für jeden Bereich des Gartens die passende Beleuchtungslösung zu finden.

Dabei ist es wichtig, frühzeitig zu planen und die verschiedenen Lichtquellen sinnvoll zu kombinieren. Auch die Energieeffizienz und der Schutz der Leuchten vor äußeren Einflüssen sind zu berücksichtigen. Ein gut durchdachtes Beleuchtungssystem kann den Nutzwert eines Gartens erheblich steigern und zu einem echten Highlight machen.

Autor

Tina Berns Tina Berns ist Head of Marketing der mawa design GmbH. mawa steht für Liebe zum Detail. Südwestlich von Berlin werden die Leuchten von mawa von qualifizierten Mitarbeitern mit modernster computergesteuerter Technik geplant, entwickelt und produziert.

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Die Texterstellung erfolgte in Kooperation mit einem externen Redakteur

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