Startseite Garten Gartentipps Alles rund um Winterschutz: Wir beantworten die Top-Fragen

Alles rund um Winterschutz: Wir beantworten die Top-Fragen

Alljährlich kündigt sich der Winter mit niedrigen Temperaturen und dem ersten Frost an. Bereits wenn das Laub fällt, ist es sinnvoll, sich Gedanken über den Winterschutz zu machen. Wer den Garten frühzeitig winterfest macht, schützt Pflanzen und Geräte präventiv vor Schäden. In unserem Beitrag beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um den Winterschutz und geben weiterführende Gartentipps für frostige Wintertage. 

1. Wann bringe ich den Winterschutz an und wann entferne ich ihn wieder?

Timing ist alles. Vor dem ersten Frost sollte der Winterschutz vollständig angebracht sein. Wann sich der erste Frost anbahnt, ist von den jährlich schwankenden Witterungsbedingungen abhängig. Nicht selten gibt es bereits im November den ersten Bodenfrost. Daher ist es ratsam, mit dem Winterschutz zwischen Ende Oktober und Anfang November zu beginnen. Alternativ können Sie die Temperaturen im Blick behalten. Sobald die Nachttemperaturen unter die Fünf-Grad-Marke fallen, ist es spätestens an der Zeit, mit vorbeugenden Maßnahmen zu beginnen. Dabei ist zu beachten, dass die meisten Pflanzen im Winter Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad bevorzugen. 

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Winterschutz sofort wieder abgebaut werden sollte, wenn die Temperaturen im Frühjahr wieder steigen. Auf wärmere Phasen im Frühjahr folgen häufig nochmals frostige Temperaturen. Gartenbesitzer sind gut beraten, wenn sie den Winterschutz bis zu den Eisheiligen beibehalten. Sobald sich die Temperaturen dauerhaft über der Zehn-Grad-Marke einpendeln, können auch die letzten Schutzmaßnahmen wieder entfernt werden.

2. Welche Pflanzen brauchen einen Winterschutz?

Richtig Mulchen hilft gegen Unkraut im Rasen
Maria Evseyeva Durch richtiges Mulchen können Sie der Entwicklung von Unkraut entgegenwirken

Damit die Pflanzen auch im nächsten Jahr in voller Blüte stehen und geschützt durch den Winter kommen, benötigt es Maßnahmen, die den Garten winterfest machen. Doch nicht jede Pflanze benötigt einen Winterschutz. Allgemein gilt: Je robuster die Pflanze ist, desto besser kann sie sich gegen Bodenfrost und tiefe Temperaturen behaupten. Zudem benötigen frostharte Pflanzen keinen Winterschutz. 

Im Zweifel sind Sie gut beraten, wenn Sie für jede Pflanze Schutzmaßnahmen treffen. Denn schaden können diese nicht. Gesonderten Schutz benötigen empfindliche Pflanzen, Jungpflanzen und exotische Pflanzen. Auch Pflanzen in Kübelkulturen benötigen in jedem Fall einen Winterschutz. 

Bereits natürliche Ressourcen wie Laub eignen sich als Winterschutz für Boden und Pflanzen. Die folgende Liste gibt Inspiration für einen natürlichen Winterschutz:

  • Kompost
  • Stroh 
  • Laub
  • Rindenmulch 
  • Äste
  • Rindenmulch
  • Pinienmulch
  • Reisig
  • Rasenschnitt

3. Welchen Winterschutz benötigen Rosen?

Rosen sind beliebte Gewächse, die in der Blütensaison einen Hauch von Romantik in jeden Garten bringen. Dank ihrer kletternden Eigenschaft sind sie dekorativ und können zeitgleich als Sichtschutz fungieren. Im Winter sollten Rosen vollständig zurückgeschnitten sein. Zu diesem Zeitpunkt regenerieren sie sich, um im neuen Jahr wieder auszutreiben. Ein zusätzlicher Schutz ist notwendig, um die Wurzeln vor Frost zu schützen. Auch die abgeschnittenen Pflanzenteile benötigen Schutz, weil sie besonders empfindlich sind. 

Indem Sie den Boden mit Tannengrün abdecken, können Sie die Pflanzen einerseits vor niedrigen Temperaturen und andererseits vor dem Austrocknen schützen. Um den Rosenstrauch selbst zu schützen, bietet es sich an, die Pflanze mit einem Jutesack abzudecken. 

4. Wie schütze ich Stauden vor dem Winter?

Einige Stauden bringen bereits einen eigenen Winterschutz mit sich. Denn ihr eigenes vertrocknetes Laub schützt die Pflanzen zuverlässig vor Kälte. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze im Herbst nicht zu stark zurückzuschneiden und das Laub an der Pflanze zu lassen.

Dennoch benötigt eine Vielzahl von Stauden einen weitreichenderen Winterschutz, da sie in ihrer Charakteristik frostempfindlich sind. Gerade Jungpflanzen sollten stets einen Winterschutz erhalten. Je nach Sensibilität reicht auch bei älteren Pflanzen der natürliche Winterschutz nicht aus. Beispielsweise benötigt der Mammutbaum einen zusätzlichen Winterschutz in Form von Hasendraht. Weiterhin schützen Sie Stauden mit Vlies, Jutesäcken oder Kompost. Gerade Jungpflanzen sollten stets einen Winterschutz erhalten. 

5. Warum werden Gräser über den Winter zusammengebunden? 

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Zu den klassischen Wintermaßnahmen zählt es auch, die Wedel von Gräsern wie Pampasgras im Winter zusammenzubinden. Dies schützt die Wedel vor Witterungseinflüssen. Die ist notwendig, da Frost die Wedel porös werden lassen könnte, eine erhöhte Schneelast Brüche verursachen würde und verstärkter Wind ebenfalls zu hohen Verlusten beitragen kann. Damit die Wedel also auch im neuen Jahr wieder den Garten schmücken, müssen sie im Winter witterungsfest verstaut werden. Mit Kordeln lassen sich die Wedel gut zusammenbinden. Optimal ist zusätzlich, wenn Sie im Anschluss einen Jutesack über die Wedel stülpen. So kann sich Schnee nicht auf den Wedeln absetzten. Wichtig ist dann jedoch, auf eine regelmäßige Entlüftung der Wedel zu achten. 

6. Welcher Winterschutz bietet sich für Beete an? 

Paul Maguire

Beete lassen sich in der Winterzeit gut mit natürlichen Ressourcen abdecken. Auch hier bieten sich Rindenmulch, Laub, Reisig, Kompost oder Stroh an, um die Erde zu bedecken. Mithilfe dieser natürlichen Hilfsmittel können Pflanzen den Winter gut überstehen.

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Doch nicht jede Pflanze sollte im Beet überwintern. Beispielsweise erliegen Zwiebelpflanzen dem Frost schnell. Für sie ist eine Unterbringung in milden Räumlichkeiten zu empfehlen. In einer Kübelkultur können diese überwintert und im Frühjahr wieder nach draußen ins Beet gesetzt werden. Alternativ können Sie Beete auch mit einer wasserdichten Folie abdecken. So bleibt Wärme erhalten. Negativ ist jedoch, dass dem Beet durch solch eine Abdeckung die Licht- und Luftzufuhr verwehrt bleibt. Deshalb sollten abgedeckte Beete täglich für mehrere Stunden aufgedeckt werden. In den Nachmittagsstunden können Sie den Schutz dann wieder ausbringen.

Ein Sonderfall sind Hochbeete. In sehr kalten Wintern ist es nicht nur wichtig, die Erde zu bedecken, sondern auch den gesamten Korpus. Ummantelt mit Vlies kommen die Pflanzen dann gut durch den Winter. 

7. Benötigen Obstbäume einen Winterschutz? 

Sicher sehen Sie in der kühlen Jahreszeit hin und wieder weiße Streifen auf Baumstämmen. Dabei handelt es sich um einen Kalkanstrich. Dieser dient dem Winterschutz, indem er die Rinde vor Rissen schützt und gleichzeitig Sonnenstrahlen reflektiert. Letzteres gleicht Temperaturunterschiede an wärmeren Wintertagen aus. Ein Kalkanstrich schützt somit einerseits vor einer zu starken Erwärmung des Stammes in den Wintermonaten, andererseits aber auch vor Frost.

Doch nicht jede Form von Kalk eignet sich für den Kalkanstrich. Nutzen Sie hierfür gelöschten Kalk oder Brandkalk aus dem Fachhandel. Diese mischen Sie nach dem Kauf mit Kleister und Wasser. Ein solcher Kalkanstrich reicht jedoch selten aus. Um den Stamm herum sollte die Erde mit natürlichen Ressourcen wie Rindenmulch, Kompost, Ästen und Laub geschützt werden.

8. Was ist beim Winterschutz von Palmen zu beachten? 

Mediterrane Pflanzen reagieren empfindlich auf Frosttemperaturen. Dementsprechend sind besondere Winterschutzmaßnahmen zu treffen. Doch keine Sorge: Einmaligen Bodenfrost und Außentemperaturen im Minusbereich halten die meisten Palmen gut aus. Vorwiegend sind die Gewächse bis zu minus fünf Grad witterungsbeständig. 

Auf Dauer sollten Palmen den tiefen Temperaturen jedoch nicht ausgesetzt werden. In Kübelkulturen angepflanzt, lassen sie sich im Winter schnell in Räumlichkeiten unterbringen. Ein Gewächshaus ist optimal, doch auch milde Räumlichkeiten mit hoher Lichteinstrahlung sind empfehlenswert. Hierzu zählen sowohl lichtdurchflutete Flure als auch Abstellkammern.

9. Welcher Winterschutz eignet sich für Kübelpflanzen?

Kristi Blokhin

Kübelpflanzen benötigen einen gesonderten Winterschutz. Anders als Bodenpflanzen im Beet können die Wurzeln sich nicht eigenständig gegen Frost schützen. Demnach leiden sie stärker unter winterlichen Temperaturen. Neben der Bedeckung der Erde sollte auch der Kübel selbst ausgerüstet werden. Vlies lässt sich sowohl um den als auch unter dem Kübel anbringen. Auch der Standort sollte witterungsbeständig gewählt werden. Ideal ist es, Kübel geschützt vor Regen und Schnee an einer Hauswand zu platzieren. Noch besser ist die Unterbringung in einem Winterquartier. Auch hier bieten sich Hausflure, Abstellkammern, Gewächshäuser, aber auch Wohnräume mit milden Temperaturen an. Auf eine optimale Lichteinstrahlung ist dabei stets zu achten. 

10. Wie sehr unterstützt Laub als Winterschutz? 

Laub ist ein effektives Mittel, um Pflanzen auch bei frostigen Temperaturen warmzuhalten. Denn eine Laubschicht verhält sich wie eine natürliche Form der Isolierung. Anwendungsfehler schleichen sich jedoch immer wieder ein. Die Isolation durch Laub funktioniert nur mit einer korrekten Schichtung. Zudem sollte das Laub unbedingt trocken sein. Außerdem ist wichtig, zwischen den Blättern Lufträume sicherzustellen. Eine vollständige Isolation würde die Bildung von Schimmel begünstigen. 

Über den Winter hinweg verrottet das Laub. Dabei entstehen ähnliche Effekte wie beim Ausbringen einer Mulchschicht: Der Boden erhält wertvolle Nährstoffe. Für Beete und Pflanzen ist der Schutz durch Laub somit eine gute Idee. Von Rasenflächen sollte Laub vor dem Winter hingegen entfernt werden. 

11. Wie lange halten Tiere Winterschlaf?

In der Tierwelt wird es im Winter ruhiger. Gleichzeitig fehlt es an Nahrungsquellen und Nährstoffen. Insekten- sowie Igelhotels und andere Nahrungsquartiere im Garten unterstützen die Tierwelt ungemein. Zeitgleich suchen Tiere vermehrt nach Orten für einen ungestörten Winterschlaf. Wer Tiere dabei unterstützen möchte, kann in der Scheune, im Garten oder Geräteschuppen ruhige Orte schaffen. Sie sollten allerdings bedenken, dass Tiere bei ihrem Winterschlaf absolute Ruhe benötigen und nicht gestört werden sollten.

Wie lange aber halten Tiere Winterschlaf?

  • Igel halten drei bis vier Monate Winterschlaf
  • Siebenschläfer halten sechs bis sieben Monate Winterschlaf
  • Murmeltiere halten rund sechs Monate Winterschlaf
  • Feldhamster halten drei bis sechs Monate Winterschlaf

12. Welchen Winterschutz benötigen Wasserbecken im Garten?

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Nicht nur Flora und Faune benötigen einen Winterschutz. Auch Wasseranlagen im Garten sind vor Frost zu schützen. Befindet sich Wasser beispielsweise noch in Rohren, Schläuchen oder Regentonnen, können die Materialien unter Frosteinwirkungen platzen. Das kann enorme Kosten verursachen. Noch vor dem Winter sollte deshalb überschüssiges Wasser aus allen Anlagen entfernt werden. Darüber hinaus sind Wasserbecken und Regentonnen so aufzustellen, dass sich Regen und Schnee nicht auf ihnen ablagern können. Sie können entweder wettergeschützt verstaut oder mit Planen, Abdeckungen oder passenden Deckeln wasserdicht gemacht werden. 

Überprüfen Sie zudem, ob Pumpen über den Winter laufen müssen oder, ob Sie diese sicherheitshalber heraus montieren können. Wenn Sie Teichanlagen winterfest machen, ist dies ein zu berücksichtigender Punkt. Allgemein gilt dabei: Befinden sich Lebewesen im Teich, müssen Pumpen weiterlaufen. Das verhindert das Zufrieren des Wassers. Gibt es keine Bewohner im Teich, sollten technische Anlagen abgeschaltet und rostfrei verstaut werden. 

Fazit

Bevor der Winter eintrifft, gibt es einiges im Garten zu beachten! Einmal den Überblick verschafft, gilt es alle Punkte abzuarbeiten, um die Schönheit des Gartens auch im nächsten Jahr zu gewährleisten und potenziellen, zukünftigen Problemen vorzubeugen. Mithilfe unserer Gartentipps sollten Sie bereits optimal gewappnet sein – der Winter kann Ihnen und Ihrem Garten nun nichts mehr anhaben!

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<h3>Haus & Garten Profi Redaktion</h3>

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