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Getreidearten im Überblick: 7 Sorten und ihre Merkmale

Seit der Steinzeit bildet Getreide unser Grundnahrungsmittel. Getreide entstammen der Familie der Süßgräser und sorgen für gefüllte Mägen. Ihr hoher Energiegehalt versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen, um seine Funktionsfähigkeit zu gewährleisten. Enthaltene Ballaststoffe sättigen langanhaltend. Die weltweiten Hauptlieferanten von Getreide sind China, die USA und Indien. Doch auch Deutschland setzt auf einen regionalen Getreideanbau. Dabei wächst nicht auf jedem Feld dasselbe. Wir zeigen Ihnen sieben Getreidearten, welche die Grundformen des Getreides bilden: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, Reis und Hirse. 

1. Weizen

Mykola Mazuryk

Das Getreide Weizen ist ein elementarer Bestandteil der Welternährung. Weizen ist jedoch nicht gleich Weizen. Es gibt über 1000 verschiedene Sorten. Klassifizieren lassen sich diese in gleich mehrere Kategorien mit verschiedenen Zwecken. Unter Betrachtung der Backqualität klassifiziert das Bundessortenamt Weizen in A, B, C und E-Gruppen, wobei E-Gruppen Eliteweizen entsprechen, welche die Backqualität stark erhöhen. C-Gruppen finden hingegen vorwiegend als Futtermittel Einsatz.

Gleichwohl wird im Ackerbau zwischen den Sorten Weichweizen, Dinkel, Emmer, Hart- und Einkorn unterschieden. Laut getreide.org werden weltweit über 650 Tonnen Weizen geerntet. 

Hinsichtlich der Ernte wird zwischen Winter- und Sommerweizen unterschieden. Während Wintergetreide im September gestreut und im Juli geerntet wird, säen Bauern das Sommergetreide im März und ernten es bereits im Juli. 

2. Roggen

BAHDANOVICH ALENA

Stand 2020 ist Deutschland mit einer Erntemenge von 3,5 Millionen Tonnen der größte Roggenproduzent weltweit. Der nachwachsende Rohstoff wird als Nahrungs- sowie Futterquelle und als Heilpflanze gehandelt. Doch auch in Spirituosen und Kosmetika finden Roggen Einsatz. 

Die Streuung und Erntezeiträume sind analog zu den Zeiträumen des Ackerbaus von Weizen. Auch für den Anbau von Roggen gibt es zwei Zeiträume.

In der Ernährung ist Roggen ein wichtiger Energielieferant. Roggen ist reich an Ballaststoffen und Vitaminen. Enthaltene Minerale nähren den Körper zusätzlich und stärken das Immunsystem

3. Gerste

Nitr

Das wohl älteste Getreide, das je von Menschen angebaut wurde, ist Gerste. Der Dunkelkeimer stammt ursprünglich aus dem vorderen Orient. Von der Gerste gibt es gleich mehrere Untersorten, die sich im Anbau, Geschmack und Zweck unterscheiden. Die bekanntesten Gerstensorten sind Wild- und Kulturgerste, wobei die Kulturgerste wiederum in mehrzeilige und zweizeilige Varianten unterteilt wird. Auch zwischen Sommer- und Wintergerste gibt es Unterschiede. Die Wintergerste wird auch als Futtergerste bezeichnet, da sie vorwiegend als Futtermittel für Tiere dient.

Das Getreide ist eines der gehaltvollsten unverarbeiteten Nahrungsmittel und ist unter anderem aufgrund des enthaltenen Beta-Glucans beliebt. Dieses senkt den Cholesterinspiegel. 

4. Hafer

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Die krautigen Pflanzen sind Teil der Vollwerternährung. Rund 25 Hafersorten sind aktuell bekannt. Darunter zählt unter anderem Sommerhafer, der sich wiederum in über 26 Sorten unterteilt. Saathafer wird vorwiegend für die Tierfütterung gesät. 

Neben dem Verwendungszweck als Futterquelle wird Hafer auch für die Verwendung als Backmittel und für die Herstellung von Flocken ausgesät und geerntet. Aus Haferflocken lassen sich leckere Frühstücksspeisen und Snacks herstellen. Sie kommen in Porridge, Müslis oder auch Müsliriegeln vor. Auch die Herstellung und der Verkauf von Hafermilch wird immer beliebter.

5. Mais

Pitagoras Abreu

In Ländern der Dritten Welt gehört Mais neben Reis zu den Grundnahrungsmitteln, die Existenzen sichern. Heutzutage gewinnt Mais zudem vermehrt an Beliebtheit, da er glutenfrei ist. Damit ist er eine perfekte Nahrungsquelle für Menschen, die an Unverträglichkeiten leiden und dennoch Getreide zu sich nehmen möchten.

Maissorten lassen sich nach der Kornform unterscheiden. So gibt es Hart-, Zahn-, Puff-, Zucker-, Stärke-, Wachs- und Spelzmais. Weltweit baut die USA den meisten Mais an. Trotz dessen, dass Mais als Grundnahrungsmittel dient, fallen nur rund 15 Prozent der Ernte auf die Verwendung von Mais als menschliches Nahrungsmittel. Der Hauptanteil der Maisernte wird für die Fütterung von Tieren verwendet. Weitere Anteile entfallen auf die Nutzung als Bioenergie. 

Tendenziell steigt die Bedeutung von Mais. Da erneuerbare Energien und ein bewusster Umgang mit nachwachsenden Rohstoffen an Bedeutung gewinnen.

6. Reis

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Als Grundnahrungsmittel Nummer eins ist Reis in asiatischen Ländern eine der beliebtesten Getreidesorten. Über 8000 verschiedene Sorten sind bekannt. China ist der größte Reisproduzent der Welt. Anders als andere Getreidesorten ist Reis vorwiegend für die Sättigung und Nährstoffversorge des Menschen gedacht. 92 Prozent der Ernte sind für die Verwendung als Nahrungsmittel bestimmt. Die restlichen Prozentteile teilen sich in Saatgut, Tierfutter und industrielle Verwendung. 

Sowohl Anbauarten als auch Sorten des Reises unterscheiden sich. Denn der Anbau von Reis kann durch von Regen abhängigen Bergreisanbau, Niederungsreisanbau sowie Tiefwasser- und Nassreisanbau erfolgen. Die verschiedenen Reissorten sind wiederum aus dem Handel bekannt. Beliebte Sorten sind Jasminreis, Basmatireis, Langkorn- oder schwarzer Naturreis. Zwischen den einzelnen Sorten gibt es Qualitätsunterschiede. 

7. Hirse

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Die letzte Getreidesorte ist Hirse. Seit über 8000 Jahren stellen Menschen aus Hirse leckere und nahrhafte Fladenbrote her. Die verschiedenen Hirsesorten unterscheiden sich nach Beschaffenheit der Körner. So gibt es Millethirsen (kleine Körner) und Sorghumhirsen (große Körner).

Hirse enthält eine Vielzahl von Mineralien. Als Nahrungsmittel unterstützt sie ein intaktes Immunsystem. Doch Hirse hat noch weitere Anwendungsfelder. So dient Hirse auch als Futtermittel, ist Teil von Spirituosen und wird im industriellen Kontext für die Herstellung von Fasern genutzt.  

Fazit

Nun haben Sie einen Überblick über die sieben wichtigsten deutschen Getreidesorten gewonnen. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, Reis und Hirse haben einige Einsatzgebiete, die weit über die Nutzung als Nahrungsmittel herausgehen. So kommen einige Getreidesorten neben ihrer Eigenschaft als menschliche Nahrungsquelle, auch als Tierfutter, in Spirituosen oder für anderweitige industrielle Produkte zum Einsatz.

FAQ

Welche Getreidesorten gibt es?

Die sieben Grundsorten des Getreides sind: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, Reis und Hirse.

Wofür nutzt man Getreide?

Getreide wird als menschliche Nahrungsquelle, Tierfutter, für Spirituosen oder andere industrielle Produkte, wie Kosmetika oder die Herstellung von Fasern verarbeitet.

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