Mäuse im Haus sind für viele ein unangenehmes Thema, das oft erst bemerkt wird, wenn man kleine dunkle Kügelchen im Keller, im Abstellraum oder im Gartenhaus entdeckt. Mäusekot sorgt schnell für Unsicherheit bezüglich der Gesundheitsgefahren und der richtigen Entsorgung. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Mäuse ins Haus kommen, warum ihr Kot nicht unterschätzt werden sollte und wie Sie ihn ohne unnötiges Risiko sicher entfernen.
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Warum kommen Mäuse überhaupt ins Haus?
Mäuse suchen gezielt nach Wärme, Nahrung und Schutz, besonders im Herbst und Winter, wenn es draußen kalt und nass wird. Häuser bieten ideale Bedingungen: Es ist trocken, die Temperaturen sind gleichmäßig und es finden sich fast immer Essensvorräte. Dabei reichen bereits kleine Mengen wie Krümel auf dem Boden oder offen gelagertes Tierfutter aus. Da Mäuse durch extrem kleine Öffnungen passen, dienen oft schon schmale Türspalten oder Ritzen an Rohrleitungen als Eingang.
Woran erkennt man einen Befall?
Da Mäuse nachtaktiv sind und Menschen meiden, bemerkt man meist nur ihre Spuren. Dazu zählen:
- Mäusekot: Kleine dunkle Kügelchen entlang von Wänden oder in Ecken.
- Nagespuren: Beschädigte Verpackungen, Kabel oder Holz.
- Geräusche: Ein Rascheln in Wänden oder Decken während der Nacht.
- Geruch: Ein unangenehmer, leicht stechender Uringeruch.

Die Gefahr: Warum Mäusekot nicht harmlos ist
Mäusekot ist nicht einfach nur Schmutz, sondern kann Krankheitserreger enthalten, die über Speichel, Urin oder den Kot selbst ausgeschieden werden. Das größte Risiko besteht im Einatmen feiner Partikel, wenn trockener Kot aufgewirbelt wird – etwa durch Fegen oder Staubsaugen. Daher darf Mäusekot niemals trocken entfernt werden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur sicheren Reinigung
1. Vorbereitung und Schutz
Bevor Sie beginnen, sollten Sie den betroffenen Raum für mindestens 30 Minuten gründlich lüften und ihn währenddessen verlassen. Legen Sie sich Schutzkleidung bereit: Einmalhandschuhe schützen vor direktem Kontakt, und eine Atemschutzmaske verhindert das Einatmen von Staubpartikeln.
2. Die feuchte Reinigung
Der wichtigste Grundsatz lautet: Immer anfeuchten. Sprühen Sie den Kot großzügig mit Wasser oder einer Desinfektionslösung ein, bis er deutlich feucht ist. Dies verhindert, dass Keime in die Luft gelangen. Nehmen Sie den feuchten Kot vorsichtig mit Küchenpapier oder Einwegtüchern auf und entsorgen Sie alles direkt in einem fest verschlossenen Müllbeutel über den Hausmüll.
3. Nachreinigung der Flächen
Da Mäuse oft unsichtbare Urinspuren hinterlassen, müssen die betroffenen Stellen gründlich nachgereinigt werden. Harte Oberflächen können mit handelsüblichen Reinigern gesäubert werden; bei empfindlichen Materialien wie Holz oder Teppichen hilft Natron, Gerüche zu binden.
Prävention: So bleiben die Mäuse fern
Um einen erneuten Befall zu verhindern, sollten Sie die Ursachen beseitigen:
- Lagern Sie Lebensmittel und Tierfutter stets in fest verschlossenen Behältern.
- Entsorgen Sie Müll regelmäßig.
- Dichten Sie kleine Ritzen, Spalten und Rohrdurchführungen, besonders im Kellerbereich, sorgfältig ab.
Mäusekot zu entfernen ist kein Grund zur Panik, erfordert aber ein verantwortungsbewusstes Vorgehen. Mit der richtigen Schutzausrüstung und einer konsequent feuchten Reinigung lässt sich das Problem sicher lösen.
Bereits als Kind hat Tobias Hertzog den Garten und die Natur geliebt. Mit seinem Fachwissen über Pflanzen und seinen kreativen Ideen zur Gartengestaltung bereichert er das Team immer wieder. Außerdem, begeistert er sich, genau wie Ferdinand Zankl, für alles rund um Chili und ist regelmäßig bei allerlei Tastings auf dessen YouTube-Kanal zu sehen.











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