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Doppelstabmattenzaun: Der ultimative Ratgeber für Zaunbau, Sicherheit und Sichtschutz

Ein gepflegter Garten ist ein persönlicher Rückzugsort, der Ruhe und Privatsphäre verspricht. Eine klare Abgrenzung zum Nachbargrundstück oder zur Straße ist dabei oft der erste Schritt. Wenn du dein Grundstück effektiv und stilvoll einfrieden möchtest, steht der Doppelstabmattenzaun bei der Planung meist weit oben auf der Liste. Er gilt als funktionale und moderne Lösung, die Stabilität und Sicherheit verbindet und sich flexibel anpassen lässt. Doch ein Zaunbau will gut durchdacht sein. Dieser Ratgeber führt dich Schritt für Schritt durch die wichtigsten Entscheidungen, zeigt dir, worauf du bei Material sowie Sichtschutz achten musst, und hilft dir, typische Fehler zu vermeiden.

Alle Schritte zu deinem Doppelstabmattenzaun im Überblick

  1. Schritt: Bedarf klären – Abgrenzung, Sicherheit oder Sichtschutz?
  2. Schritt: Rechtliche Vorgaben und Nachbarschaft prüfen
  3. Schritt: Zaunverlauf ausmessen und Gelände bewerten
  4. Schritt: Material, Höhe und Farbe auswählen
  5. Schritt: Sichtschutz und Windlast von Anfang an mitdenken
  6. Schritt: Montage planen – DIY oder Fachbetrieb?
  7. Schritt: Pflege und langfristige Haltbarkeit berücksichtigen

Schritt 1: Bedarf klären – Abgrenzung, Sicherheit oder Sichtschutz?

Bevor du dich für ein bestimmtes Modell entscheidest, solltest du die primäre Funktion deines neuen Zauns definieren. Geht es dir vorrangig um eine optische Abgrenzung des Grundstücks, möchtest du Haustiere und Kinder schützen oder steht der Schutz vor ungebetenen Gästen im Vordergrund?

Der Doppelstabmattenzaun eignet sich durch seine robuste Konstruktion für viele dieser Anforderungen. Er besteht aus vertikalen und horizontalen Stahldrähten, die an den Kreuzungspunkten fest miteinander verschweißt sind. Der Name „Doppelstab“ rührt daher, dass immer zwei waagerechte Drähte einen senkrechten Draht umschließen. Wenn du für dein Projekt einen langlebigen Doppelstabmattenzaun kaufen möchtest, solltest du dich vorab mit den verschiedenen Varianten vertraut machen:

  • Die leichte Ausführung (6/5/6): Die horizontalen Drähte sind 6 mm und die vertikalen Drähte 5 mm stark. Diese Version reicht für die meisten privaten Gärten und klassischen Abgrenzungen völlig aus.
  • Die schwere Ausführung (8/6/8): Mit einer Drahtstärke von 8 mm waagerecht und 6 mm senkrecht kommt diese Variante bei erhöhtem Sicherheitsbedarf oder im gewerblichen Bereich zum Einsatz.

Falls du unsicher bist, welche Variante für dein Vorhaben die richtige ist, beraten dich die auf Zaunbau und Sichtschutzlösungen spezialisierten Experten von Zaundirekt umfassend zur passenden Drahtstärke für deine individuellen Anforderungen.

Doppelstabmattenzaun zaunt einen Garten ein
Shutterstock

Schritt 2: Rechtliche Vorgaben und Nachbarschaft prüfen

Ein Zaunprojekt beginnt lange vor dem ersten Spatenstich. Um spätere Streitigkeiten oder gar einen Rückbau zu vermeiden, solltest du dich als Erstes beim zuständigen Bauamt deiner Gemeinde informieren. Der lokale Bebauungsplan oder die Landesbauordnung regeln oft sehr genau, was erlaubt ist. Hierzu zählen:

  • die maximal zulässige Zaunhöhe
  • der vorgeschriebene Grenzabstand
  • Vorgaben zu den erlaubten Materialien oder Farben („ortsübliche Einfriedung“)

Ebenso wichtig ist das frühzeitige Gespräch mit den direkten Nachbarn. Eine offene Kommunikation über dein Vorhaben beugt Missverständnissen vor und sichert das nachbarschaftliche Verhältnis – insbesondere dann, wenn der Zaun direkt auf der Grundstücksgrenze errichtet werden soll.

Schritt 3: Zaunverlauf ausmessen und Gelände bewerten

Doppelstabmattenzaun in Nahaufnahme
Shutterstock

Im nächsten Schritt geht es an die Praxis: Miss den exakten Zaunverlauf präzise aus und markiere die Eckpunkte sowie die Positionen für eventuelle Tore oder Türen. Eine genaue Skizze hilft dir dabei, den Materialbedarf – also die Anzahl der Zaunmatten, Pfosten und Befestigungselemente – exakt zu ermitteln.

Achte dabei besonders auf das Geländegefälle. Bei Hanglagen müssen die Zaunpfosten entsprechend länger gewählt werden, oder die Matten werden terrassenförmig abgestuft montiert. Das erfordert bei der Planung zusätzliche Sorgfalt, da sich dadurch auch die Abstände der Befestigungspunkte verändern können.

Schritt 4: Material, Höhe und Farbe auswählen

Die Langlebigkeit eines Stahlzauns hängt maßgeblich von seiner Oberflächenveredelung ab. Da der Zaun jahrein, jahraus der Witterung ausgesetzt ist, solltest du auf eine hochwertige Verarbeitung achten:

  • Feuerverzinkung (nach DIN EN ISO 1461): Dabei werden die Stahlteile in ein Bad aus geschmolzenem Zink getaucht. Dies bietet einen jahrzehntelangen, robusten Schutz vor Korrosion.
  • Pulverbeschichtung: Hierbei wird ein Farbpulver elektrostatisch auf das verzinkte Material aufgetragen und eingebrannt. Sie sorgt für einen doppelten Korrosionsschutz und dafür, dass die Oberfläche UV-beständig, farbstabil und pflegeleicht bleibt.

Bei der Farbwahl haben sich Standards wie Anthrazitgrau (RAL 7016) für einen modernen, dezenten Look oder Moosgrün (RAL 6005) für eine harmonische Integration in die Natur bewährt.

Schritt 5: Sichtschutz und Windlast von Anfang an mitdenken

Ein reiner Doppelstabmattenzaun bietet durch seine offene Gitterstruktur von Natur aus kaum Sichtschutz. Er lässt sich jedoch flexibel nachrüsten, beispielsweise durch das Einflechten von speziellen Sichtschutzstreifen aus witterungsbeständigen Kunststoffen wie PVC oder Polypropylen (PP). Während PVC-Streifen oft flexibler sind, wirken die steiferen PP-Streifen durch eine geriffelte Oberfläche meist textiler.

Wichtiger Planungsfehler, den es zu vermeiden gilt: Eine geschlossene Zaunfläche wirkt bei starkem Wind wie ein Segel. Der Druck, der bei einem Sturm auf die Pfosten und die Fundamente ausgeübt wird, ist enorm. Wenn du von vornherein einen Sichtschutz planst, musst du sicherstellen, dass die Zaunpfosten ausreichend stabil dimensioniert und besonders tief und massiv im Betonfundament verankert werden.

Schritt 6: Montage planen – DIY oder Fachbetrieb?

Die Frage, ob du den Zaunbau selbst durchführst oder einem Fachbetrieb überlässt, hängt vom persönlichen handwerklichen Geschick, der verfügbaren Zeit und der Topografie deines Grundstücks ab. Die folgende Übersicht hilft dir bei der Abwägung:

KriteriumDIY-MontageProfessioneller Zaunbau
KostenGeringer (nur Materialkosten)Höher (Arbeitslohn kommt hinzu)
ZeitaufwandDeutlich höher, stark abhängig von der eigenen ErfahrungSchnell und effizient durch eingespielte Teams
ErgebnisRisiko von kleinen Fehlern (z. B. bei der Flucht oder Ausrichtung)Professionelles, exaktes Ergebnis mit Gewährleistung
WerkzeugKomplette Ausstattung (Erdbohrer, Richtschnur, Betonmischer etc.) muss vorhanden seinFachbetrieb bringt sämtliches Spezialwerkzeug mit
AnforderungGutes handwerkliches Geschick und körperlicher Einsatz nötigKeine eigenen Fähigkeiten oder körperliche Mühen erforderlich

Eine DIY-Montage ist für geübte Heimwerker bei geraden Verläufen durchaus machbar. Die professionelle Montage ist hingegen immer dann die sinnvollere Wahl, wenn das Grundstück eine starke Hanglage aufweist, der Boden extrem steinig ist oder eine große Zaunlänge in kurzer Zeit realisiert werden soll.

Schritt 7: Pflege und langfristige Haltbarkeit berücksichtigen

Ein großer Vorteil von veredelten Doppelstabmattenzäunen ist ihr minimaler Wartungsaufwand. Im Gegensatz zu Holzzäunen müssen sie weder regelmäßig gestrichen noch imprägniert werden. Um die Optik über Jahre hinweg zu erhalten, reicht es meist aus, die glatten Oberflächen bei Bedarf einfach mit klarem Wasser und einer weichen Bürste von Schmutz oder Pollenflug zu befreien. Vermeide dabei aggressive Reinigungsmittel oder kratzende Schwämme, um die Pulverbeschichtung nicht zu beschädigen. So bleibt deine Einfriedung dauerhaft ein visuell ansprechender und sicherer Rahmen für deinen Garten.

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Die Texterstellung erfolgte in Kooperation mit einem externen Redakteur

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