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Lupine pflegen – So geht’s richtig

Die Lupine (lateinisch; Lupinus) gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler und umfasst weltweit etwa 200 Arten. Der Name Lupinus ist abgeleitet von Lupus, was lateinisch für Wolf ist. Als Angehörige der Hülsenfrüchte wird sie daher manchmal auch Wolfsbohne oder Feigbohne genannt.

Es gibt einjährige und mehrjährige Arten, die in freier Wildbahn oder als Zuchtform vorkommen. Die mehrjährigen Arten sind winterhart.
Die Gartenlupine ist mehrjährig und erreicht eine Wuchshöhe von circa 80 bis 120 Zentimetern, von denen die Blütenkerzen bis zu 50 Zentimeter einnehmen können.

Die Farbe der Blüten variiert von Weiß über Gelb bis Rosa und Rot, Violett und Blau sind ebenfalls möglich. Die Blüten können einfarbig oder mehrfarbig sein.

Standort

Am wohlsten fühlt sich die Lupine an einem sonnigen, windgeschützten Platz. Je schattiger sie steht, desto mehr verliert sie an Blühkraft.
Mit ihren kräftigen Wurzeln duchdringt die Pflanze selbst stärker verdichtete Böden, die sie auflockern und so zur Verbesserung der Bodenqualität beitragen kann. Auch in lockerem Boden findet sie guten Halt. Der Standort sollte eher nährstoffarm sein.
Aufgrund ihrer Größe und auffälligen Blüte macht sie im mittleren bis hinteren Teil von Staudenbeeten eine gute Figur.

Die Lupine auf einer Wiese.
Die Lupine umfasst weltweit 200 Arten.

Lupine Gießen

Die jungen Stauden benötigen viel Wasser, damit sie gut anwachsen können. Ist dies erst einmal geschehen, muss die Pflanze gar nicht mehr gegossen werden, da sie sich über ihre kräftigen, langen Wurzeln ausreichend selbst mit Flüssigkeit versorgen kann.
Staunässe verträgt sie nicht.

Lupine düngen

Die Lupine benötigt keinerlei Düngung. In ihren Wurzelknötchen sammelt und speichert sie Stickstoff, daher kann man sie gut als Gründünger verwenden.

Richtig vermehren

Die Vermehrung kann durch Samen, Stecklinge oder Teilung des Wurzelballens erfolgen.

Die Vermehrung kann durch Samen, Stecklinge oder Teilung des Wurzelballens erfolgen. Aufgrund der kräftigen und tiefen Wurzeln der ausgewachsenen Pflanze ist die Teilung nicht ganz einfach.

Stecklinge schneidet man im Frühjahr, wenn die Pflanze ihre ersten Triebe ausgebildet hat. Diese werden in Kästen mit feuchter Erde gesetzt, wo sie innerhalb von sechs Wochen Wurzeln bilden. Nun kann man sie in Töpfe pflanzen, im Herbst kommen sie dann schließlich ins Staudenbeet. Die Vermehrung durch Samen ist besonders einfach. Getrocknete Samen sollten vorher für 24 Stunden in warmes Wasser eingelegt werden. Die Aussaat erfolgt am besten im März direkt ins Freiland.

Hat man diesen Zeitpunkt verpasst, kann man auch im Herbst für das Folgejahr aussäen.

Achtung: Lupinen neigen dazu, sich selbst zu vermehren. Wenn man verblühte Pflanzenteile nicht entfernt, kann es passieren, dass sie sich wild im gesamten Garten ausbreiten.

Schneiden

Direkt nach der ersten Blühphase sollte man Verblühtes entfernen. Das verhindert zum einen die unkontrollierte Selbstaussaat, zum anderen regt es die Pflanze oftmals dazu an, noch eine zweite Blüte auszubilden.

Lupine als Nutzpflanze

Die Gartenlupine gehört, ebenso wie die meisten Wildformen, zu den Giftpflanzen. Es gibt aber auch Zuchtformen ohne die giftigen Bitterstoffe, die sogenannten Süßlupinen. Diese können zum Beispiel als Viehfutter genutzt werden. Da die Samen sehr eiweißreich sind, können sie ebenso als Ersatz für Fleischprodukte in menschlicher Nahrung verarbeitet werden. Mehr über die nahrhaften Proteinquellen erfahren Sie in unserem Beitrag über Hülsenfrüchte.

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