Startseite Pflege Pflanzenpflege Wollziest Pflege – So einfach geht’s

Wollziest Pflege – So einfach geht’s

Veröffentlicht am 19 Feb., 2022

Der Wollziest (Stachys byzantina), auch Eselsohr, Schafsohr oder Hasenohr genannt, gehört zur Familie der Lippenblütler und stammt aus dem Kaukasusraum bis in den Iran. Er wird als Heilpflanze genutzt und wächst bis zu 60 cm hoch. Im Sommer bildet er rosa oder weiße Blüten, die Bienen anlocken, und später kleine braune Früchte mit Samen. Dieser Artikel gibt Tipps zu Standort, Pflege, Gießen, Düngen, Schneiden und Vermehrung der Pflanze.

Die wichtigsten Tipps im Überblick:

  1. Vermehrung: Durch Teilung, Stecklinge oder Aussaat
  2. Standort: Sonnig, trocken, durchlässiger Boden, ideal für Stein- und Dachgärten
  3. Gießen: Nur bei längerer Trockenheit
  4. Düngen: Meist nicht nötig, ggf. Kompost oder Dünger für Kübelpflanzen
  5. Schneiden: Frühjahr Rückschnitt, nach Blüte abgestorbene Teile entfernen

Wollziest – Standort

Wollziest
Wollziest ist eine immergrüne Staude mit filzig behaarten Blättern.

Der Wollziest bevorzugt einen sonnigen Standort mit durchlässigem, sandigem und nährstoffarmem Boden. Ist der Boden zu fest, kann er mit Sand oder Kies aufgelockert werden. Vor allem anhaltende Nässe und ein schlecht drainierter Boden können Wurzelfäule begünstigen. Besonders gut gedeiht die Pflanze in Stein- oder Dachgärten, wo sie sich teppichartig ausbreitet. Durch diese dichte Wuchsform eignet sich der Wollziest hervorragend als Bodendecker und hält Unkraut von dem jeweiligen Standort fern.

Ein Pflanzabstand von etwa 35 cm gibt ihm ausreichend Platz zur Entfaltung. Auch im Kübel wächst er gut, wenn Abzugslöcher und durchlässiges Substrat überschüssiges Wasser ableiten. Handelsübliche Blumenerde genügt, und kleinere Töpfe sollten im Winter mit Vlies oder Jute geschützt werden.

Ist Wollziest winterhart?

Wollziest ist in durchlässigem Boden sehr winterhart. Problematischer als Frost ist anhaltende Winternässe. Im Kübel schützt du den Topf vor Durchfrieren und stellst ihn regengeschützt auf, ohne das Substrat völlig austrocknen zu lassen.

Wollziest – Gießen

Die filzige Behaarung schützt die Blattoberfläche und reduziert die Verdunstung. Sie benötigt nur bei längerer Trockenheit Wasser. In diesem Fall macht sie durch schlapp herabhängende Blätter auf sich aufmerksam. Dann sollte Wasser nicht über die Pflanze, sondern direkt in den Boden gegossen werden.

Wollziest – Düngen

Die Pflanze benötigt keinen Dünger. Sollte die Blühfreude nachlassen, kann dem Wollziest ein wenig Kompost wieder auf die Sprünge helfen. Nur Kübelpflanzen müssen ab und an etwas Dünger erhalten, wenn sie nicht ohnehin aufgrund ihres schnellen Wachstums regelmäßig in neue Erde umgetopft werden.

Wollziest mit einer Biene
Fühlt sich Wollziest wohl und ist gut gepflegt, werden auch Bienen angezogen.

Wollziest – Schneiden

Wollziest braucht keinen regelmäßigen bodennahen Rückschnitt. Entferne nach der Blüte verwelkte Stängel; kahle oder überalterte Matten werden im Frühjahr geteilt und mit jungen Rosetten neu aufgebaut. Wenn die Staude sich zu sehr ausbreitet, kann man die Ränder mit einem scharfen Spaten abstechen und überstehende Pflanzenteile mit einer Heckenschere in Form bringen. Die Stängel finden besonders während der Blütezeit für Blumensträuße Verwendung. Hängt man sie kopfüber an einen trockenen Platz, erhält man attraktives Material für ein Trockenblumengesteck.

Wollziest – Vermehren

Die Vermehrung ist durch Teilung, bewurzelte Randstücke oder Aussaat möglich. Beim Teilen wird der Wurzelballen ausgegraben, unansehnliche Teile entfernt und die Stücke in passende Löcher gepflanzt. Regelmäßiges Gießen hilft beim Anwurzeln. Am einfachsten lässt sich Wollziest im Frühjahr teilen. Auch bereits bewurzelte Randstücke können abgetrennt und neu gepflanzt werden. Die Aussaat erfolgt im Herbst oder Frühjahr, indem Samen leicht mit Erde bedeckt und gleichmäßig feucht gehalten werden, bis sie sich gut entwickelt haben.

Avatar-Foto
+ posts

Bereits als Kind hat Tobias Hertzog den Garten und die Natur geliebt. Mit seinem Fachwissen über Pflanzen und seinen kreativen Ideen zur Gartengestaltung bereichert er das Team immer wieder. Außerdem, begeistert er sich, genau wie Ferdinand Zankl, für alles rund um Chili und ist regelmäßig bei allerlei Tastings auf dessen YouTube-Kanal zu sehen.

2 Kommentare

  1. Anke Buhr

    Leider verbreitet sich der Zist durch Versamung überall hin. Die Pflasterung auf unserem Hof wäre kaum noch zu erkennen, wenn ich nicht permanent ausstechen und Fugen kratzen würde.
    Nie wieder Wollzist.

  2. Ulla Trockel-Freitag

    Eine sehr dankbar Pflanze für trockene Standorte und da ich Fugenkratzen hasse, freue ich mich wenn er sich da breit macht. Als Bodendecker für Standorte wo kein „Un“-Kraut durchkommen soll, ist er ideal.

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Pin It on Pinterest