Der Februar wirkt im Garten oft noch ruhig. Draußen ist es kalt und viele Beete liegen brach, doch hinter den Kulissen beginnt genau jetzt die neue Gartensaison. Viele Gemüsesorten benötigen eine lange Entwicklungszeit und müssen früh vorgezogen werden, damit sie im Sommer kräftig wachsen und hohe Erträge liefern. Wer jetzt sauber arbeitet, spart sich später viele Probleme.
In diesem Artikel erfahren Sie, welches Gemüse Sie im Februar aussäen können und worauf Sie bei der Anzucht achten sollten.
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Die Wärmeliebenden: Tomaten, Paprika & Co.
Diese Sorten gehören zu den Klassikern der Vorzucht, da sie viel Zeit und konstante Wärme benötigen, um bis zum Auspflanzen stabil genug zu sein.
- Die Tomaten: Sie werden etwa einen halben Zentimeter tief in lockere Anzuchterde geseht. Bei Temperaturen um 20 bis 22 °C keimen sie gleichmäßig. Sobald die Keimlinge da sind, ist Licht der wichtigste Faktor, damit sie nicht instabil in die Höhe schießen.
- Die Paprika & Chili: Diese Sorten brauchen deutlich mehr Zeit. Da sie erst bei dauerhafter Wärme über 20 °C keimen, ist Geduld gefragt – es kann bis zu drei Wochen dauern. Chilis reagieren dabei oft noch sensibler auf Kälte und Lichtmangel als Paprika.
- Die Auberginen: Als absolute Wärmeliebhaber vertragen sie keine Temperaturschwankungen oder Zugluft. Ein heller, warmer Standort ist Pflicht, damit das Wachstum nicht stagniert.

Salate und Blattgemüse
Salate sind perfekt für den frühen Start, da sie oft weniger Wärme benötigen als Fruchtgemüse.
- Der Kopf- und Pflücksalat: Kopfsalat ist ein Lichtkeimer und darf nur leicht angedrückt werden. Nach der Keimung sollte er eher kühl stehen. Pflücksalat ist besonders unkompliziert, wächst zügig und kann schon nach kurzer Zeit geerntet werden.
- Der Spinat: Er keimt bereits bei niedrigen Temperaturen und kann im Februar geschützt ausgesät werden. Wichtig ist hier eine gleichmäßige Feuchtigkeit.
Wurzel- und Stangengemüse
Sorten wie Lauch oder Sellerie haben eine extrem lange Wachstumsphase und müssen daher jetzt unter die Erde.
- Der Lauch & Die Zwiebeln: Beide wachsen nach der Keimung eher langsam. Während Lauch etwa 1 cm tief geseht wird, bevorzugen Zwiebeln eine flache Aussaat. Wichtig ist hier der Schutz vor Staunässe.
- Die Knollen- und Stangensellerie: Sellerie ist ein Lichtkeimer und erfordert viel Geduld, da die Keimung Wochen dauern kann. Er muss früh pikiert (vereinzelt) werden, damit sich kräftige Knollen oder Stiele entwickeln.
Die Kohlfamilie
Kohlarten profitieren von einer frühen Anzucht im Haus, um den Schädlingen im Freiland einen Schritt voraus zu sein.
- Die Kohlrabi, Brokkoli & Der Blumenkohl: Diese Sorten sollten nach der Keimung hell, aber nicht zu warm stehen (ideal sind Plätze ohne direkte Heizungsluft). Blumenkohl ist dabei die sensibelste Sorte und reagiert empfindlich auf Schwankungen bei der Wasserversorgung.

Fazit: Worauf es im Februar ankommt
Der Februar ist der entscheidende Monat für den Start ins Gartenjahr. Für alle 14 Sorten gelten die gleichen Grundregeln:
- Verwenden Sie saubere Anzuchterde.
- Achten Sie auf ausreichend Licht (ggf. Pflanzenlampen nutzen).
- Vermeiden Sie Staunässe, aber halten Sie die Erde konstant feucht.
Mit dieser Vorbereitung legen Sie die Basis für eine gesunde und ertragreiche Gemüsesaison.
Bereits als Kind hat Tobias Hertzog den Garten und die Natur geliebt. Mit seinem Fachwissen über Pflanzen und seinen kreativen Ideen zur Gartengestaltung bereichert er das Team immer wieder. Außerdem, begeistert er sich, genau wie Ferdinand Zankl, für alles rund um Chili und ist regelmäßig bei allerlei Tastings auf dessen YouTube-Kanal zu sehen.











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