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Kartoffelkäfer bekämpfen: Diese Möglichkeiten haben Sie

Der Kartoffelkäfer kann ganze Ernten vollständig zerstören. Das haben Landwirte im 19. Jahrhundert schmerzhaft zu spüren bekommen. Nicht nur Kartoffeln sind von den Käfern betroffen, sondern auch weitere Nachtschattengewächse. Kartoffeln sind lediglich mit der Büffelkette die bevorzugte Beute des Schädlings. Mittlerweile können Ernten vor dem Kartoffelkäfer geschützt werden. Tipps, Hausmittel und Bekämpfungsmethoden erfahren Sie im Folgenden.

Vorbeugend Ernten vor dem Kartoffelkäfer schützen

Kartoffelkäfer auf Blättern
Nataliia Maksymenko Ein jährlich neuer Standort kann einem Kartoffelkäfer-Befall vorbeugen.

Kartoffelkäfer gruppieren sich an den Blattunterseiten und Stängeln der Kartoffelpflanzen und sind an ihrem schwarz-gelb gestreiften Korpus sofort zu erkennen. Die Unterseite des Kartoffelkäfers ist rötlich getönt. Ihre Eier sind leuchtend gelb und Raupen violett getönt. Um präventiv einem Befall vorzubeugen, sollten Gärtner ihre Kartoffelpflanzen jährlich an einem neuen Standort ausbringen. Der Grund: Kartoffelkäfer überwintern direkt im Boden und würden direkt bei Austreibung neuer Triebe und Blätter der Kartoffelpflanze an ihrer Nahrungsquelle sitzen.

Alternativ kann eine Anpflanzung in Kübeln einen Befall vermeiden. Die Erde in den Kübeln sollte zudem regelmäßig gewechselt werden. Kartoffelpflanzen können zudem mit Vlies und Netzen vor Befällen geschützt werden. Auch Unkraut sei regelmäßig zu entfernen und zu vermeiden. Es schützt den Kartoffelkäfer zusätzlich. Ein letzter Tipp: Inspizieren Sie Ihre Kartoffelpflanzen ab Mai in regelmäßigen Abständen, um einen Schädlingsbefall schnell erkennen zu können.

Kartoffelkäfer bekämpfen: Die besten Methoden

Pflanze wird mit Kaffeesatz versorgt
Monthira Sie können Kartoffelkäfer mit getrocknetem Kaffeesatz bekämpfen.

Löcher im Kartoffellaub und abgefressene Blattränder weisen auf einen Kartoffelkäferbefall hin. Ein Befall findet in der Regel in den Monaten Mai bis August statt. In diesem Fall können Gartenbesitzer entweder auf chemische oder natürliche Bekämpfungsmittel setzen. Bei beiden Methoden ist es wichtig, frühzeitig zu reagieren. Umso stärker sich die Population des Kartoffelkäfers ausbreiten kann, desto höhere Misserfolge streichen Sie bei der Ernte ein.

Den Kartoffelkäfer biologisch bekämpfen – Schädlinge absammeln

Mühsam, jedoch äußerst effektiv, ist das Absammeln des Kartoffelkäfers von den Blättern der Kartoffelpflanze. Die frühen Morgenstunden bieten sich für die Schädlingsbekämpfung an. In dieser Phase des Tages fressen die Kartoffelkäfer. Nicht nur ausgewachsene Käfer, sondern auch Larven sind in diesem Zuge von den Blättern und Stängeln zu entfernen.

Spritzmittel auf biologischer Basis

Biologische Spritzmittel unterstützen den Effekt. Zu ihnen zählen Brennnesseln, Meerrettich und Pfefferminze. Aus diesen natürlich vorhandenen Rohstoffen lassen sich Spritzmittel herstellen. Die folgende Auflistung dient als Anleitung für die Herstellung von Spritzmitteln:

  • Meerrettich Jauche: Meerrettich und Wasser im Mischverhältnis 1:10
  • Minz-Sud: Minze und Wasser im Mischverhältnis 1:10

Alternativ bekämpfen Sie Kartoffelkäfer mit getrocknetem Kaffeesatz und Urgesteinsmehl. Mit den biologischen Mitteln streichen Sie die Blätter großflächig ein.

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Neemöl als effektive Bekämpfungsmethode

Präparate zur Bekämpfung von Kartoffelkäfern müssen Sie nicht unbedingt selbst herstellen. Erwerben Sie im Handel gerne Bekämpfungsmittel auf biologischer Basis. Sie basieren auf Neemöl. Es schadet Bienen und vorhandenen Organismen nicht. Vermischen Sie das biologische Mittel nach Packungsbeilage. Häufig ist ein Mischverhältnis von 1 Liter Wasser auf 10 Milliliter Produkt angeraten. Mit dem Spritzmittel können Sie nun alle zwei Wochen die Blattunter- und –oberseiten der Pflanzen großflächig besprühen. Bevorzugen Sie hierbei trockene Tage. Nach Regenschauern sollte eine weitere Behandlung erfolgen. Andernfalls wird das Spritzmittel weggewaschen und die Population kann sich erholen.

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Spritzmittel auf chemischer Basis

Insektizide sind chemische Mittel, die eine Bekämpfung von Kartoffelkäfern begünstigen. Sie können jedoch den vorhandenen Organismen im Garten schaden. Eine Behandlung der befallenen Pflanzen mit den Spritzmitteln ist daher nur im äußersten Notfall angeraten. Die Erfolgsbilanz ist zudem ungewiss. Kartoffelkäfer sind höchst anpassungsfähig und können hohen Widerstand gegen die chemischen Mittel leisten.

Zugelassen sind unter anderem Wirkstoffgruppen Pyrethroide, Neonicotiniode, Anthranildiamide, Diamide und Spinosyne. Sie helfen gegen den Befall. Es gibt jedoch Voraussetzungen, die es zu erfüllen gilt, um den Erfolg der Behandlung sicherzustellen. Zunächst sollten Larven des Kartoffelkäfers sich mindestens im L-1 Stadium befinden. Ein Pestizid reicht nur selten aus. Während der Behandlung sei zwischen Wirkstoffgruppen zu wechseln, damit sich die Kartoffelkäfer sich nicht an das Pestizid gewöhnen können.

Die Bedingungen, unter welcher die Behandlung stattfindet, sind unbedingt einzuhalten. Pestizide werden in den Morgenstunden ausgebracht und das bei 15 bis 20 Grad. Lediglich Pyrethroide können Sie auch bei 5 Grad Außentemperatur ausbringen. Gleiches gilt übrigens für biologische Mittel zur Schädlingsbekämpfung. Für diese sind bedeckte Wetterbedingungen bei 15 bis 20 Grad meist optimal. Packungsbeilagen geben weiterführende Hinweise zum spezifischen Mittel.

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