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Eisenkraut Pflege: Standortbedingungen, Verwendung und Vermehrung

Eisenkraut zählt zu den beliebten Nutzpflanzen und gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse. Die Bienenweidepflanze findet sich in Bauern-, Apotheker- oder Nutzgärten wieder und gilt als pflegeleicht. Dennoch gehen mit der Pflanzenpflege des Eisenkrauts einige Tücken einher. Fehler bei der Pflanzenpflege können dazu führen, dass die Pflanze verkümmert. Damit dies nicht passiert und Sie Jahr für Jahr der einjährigen Pflanze beim Blühen zuschauen und diese ernten können, haben wir für Sie die wichtigsten Pflegetipps gesammelt. 

Der optimale Standort für Eisenkraut

Eisenkraut im Freien
Die Bodenverhältnisse sind entscheidend für ein gutes Wachstum des Eisenkrauts.

Das Wachstum des Eisenkrauts steht und fällt mit dem optimalen Standort. Das Kraut bevorzugt vollsonnige Standorte. Sowohl Bepflanzungen in Kübeln als auch in Beeten sollten somit gen Süden ausgerichtet werden. Doch nicht nur die Helligkeit ist für das Wachstum entscheidend, sondern auch die Bodenverhältnisse. Für ein gutes Wachstum benötigt Eisenkraut mäßig trockene bis frische Böden, bestenfalls mit einem guten Humus. Nährstoffreich muss der Boden zudem sein.

Bei der Wahl des Standorts sei zudem darauf hinzuweisen, dass Eisenkraut nur bedingt winterhart ist. Um ihr im Winter einen besseren Stand zu geben, sollte im Vorfeld ein geschützter Standort im Garten gewählt werden. Wenn Sie mit der Pflanzung beginnen, können Sie zuvor sicherstellen, dass die Erde locker ist. Das minimiert die Gefahr von Staunässe.

Eisenkraut pflegen: Schnittmaßnahmen

Eisenkraut im Rosa
Eisenkraut muss schräg geschnitten werden.

Zur Pflanzenpflege zählt normalerweise auch das Schneiden der Pflanze. Eisenkraut schneiden ist während der Blüte jedoch nicht notwendig. Das Kraut kann gerne wuchern und benötigt keinen Schnitt. Dieser könnte sogar mehr Schaden anrichten, als Vorteile bringen. Eine Ausnahme besteht, wenn Sie Eisenkraut ernten möchten. Hierfür ist ein Schnitt notwendig.

Wichtig ist hierbei, dass Sie die Stiele schräg schneiden. Dies garantiert einen geraden und glatten Schnitt, der zu keinen größeren Verletzungen der Pflanze führt. Zudem sollten Sie solche Verbene bevorzugen, die noch nicht vollständig geöffnet sind. Am frühen Morgen bietet sich ein Schnitt daher insbesondere an. Erst nach der Blüte dürfen Sie Eisenkraut rigoros schneiden. Damit die einjährige Pflanze auch im Folgejahr wieder erblüht, sollten Sie die Pflanze bis auf Bodenhöhe zurückschneiden.

Düngen und Gießen von Eisenkraut

Nahaufnahme vom Eisenkraut
Eisenkraut soll regelmäßig zum Beispiel mit Kompost gedüngt werden.

Die Bewässerung von Eisenkraut ist notwendig, um ein gesundes Pflanzenwachstum sicherzustellen. Der Wasserbedarf von Eisenkraut kann als hoch gewertet werden. Insbesondere in den Sommermonaten benötigt Eisenkraut nahezu täglich eine reichliche Bewässerung. Versuchen Sie jedoch Staunässe zu vermeiden und lieber in Rationen zu gießen. Beim Gießen können Sie gerne auf Regenwasser oder alternativ auf das Wasser aus einem Gartenschlauch zurückgreifen – auch bei kalkhaltigen Wasserbedingungen. Eisenkraut ist kalktolerant.

Um das Wachstum von Eisenkraut weitergehend zu fördern, können Gartenbesitzer die Pflanze regelmäßig düngen. Der hohe Nährstoffbedarf fordert eine regelmäßige Düngung in kurzen Abschnitten. Ein Langzeitdünger genügt nicht. Für eine kostensparende und zugleich organische Düngung empfehlen wir Ihnen Kompost. Dieser enthält die wichtigsten Nährstoffe, um Eisenkraut optimal gedeihen zu lassen.

Überwinterung von Eisenkraut

Eisenkraut
Eisenkraut mag im Winter auch Licht haben.

Eisenkraut sollte in unseren Breitengraden überwintert werden. Bei einer Bepflanzung in einem Kübel können Sie den Kübel in Innenräume stellen. Eine gute Lichtzufuhr muss jedoch stets gewährleistet sein. Andernfalls geht die Pflanze ein. Eisenkraut in Beeten kann bei Bedarf ausgegraben und in Pflanzengefäße gesetzt werden.

Sollten die Gefäße im Außenbereich bleiben, ist es wichtig, diese mit einem Winterschutz zu versehen. Mittels Stroh oder Laub können Sie die Erde von oben abdecken. Ebenfalls ist es möglich, einen Vlies auszulegen. Bleibt das Eisenkraut im Beet, können Sie ebenfalls einen Vlies auslegen, einen Glasaufsatz nutzen oder einen Frostschutz auf den Boden geben.

Verwendung von Eisenkraut

Teetasse mit Eisenkraut
Tee ist eine der vielen Formen, wie man Eisenkraut zu sich nehmen kann.

Eisenkraut zählt zu den Heilpflanzen und kann bei einer Vielzahl von Beschwerden dienlich sein. Der Heilpflanze wird nachgesagt, dass sie antibakteriell, schmerzlindernd, entzündungshemmend und krampflösend wirkt. Sie kann sogar blutreinigend wirken. Einsatz findet Eisenkraut unter anderem bei der homöopathischen Behandlung von Krankheiten wie Fieber, Gicht, Halsschmerzen oder Sodbrennen.

Aufgrund der entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkung findet sie weiterhin Anwendung bei Nervosität oder auf Wunden. Üblich ist es, Eisenkraut in Form von Tee dem Körper zuzuführen. Hierfür werden die Blüten des Eisenkrauts genutzt und von der Pflanze abgeschnitten. Aufgrund der giftigen Wirkung von Eisenkraut sei auf die richtige Dosierung zu achten: Zwei Teelöffel des Krauts können mit einer Wassermenge von 200 Milliliter vermischt werden. Alternativ ist es möglich, aus dem Eisenkraut eine Tinktur zu bilden. Dies dauert einige Monate und kann insbesondere auf Wunden oder bei Krämpfen erlösend wirken.

Eisenkraut findet auch in der Aromatherapie Anwendung. Die ätherischen Dämpfe können ebenfalls beruhigend und schmerzlindernd auf den menschlichen Körper wirken. In Eigenregie lässt sich Eisenkraut mithilfe eines Räuchersiebes räuchern.

Eisenkraut: Wie giftig ist es?

Nahaufnahme vom Eisenkraut
Eisenkraut kann auch giftig sein.

Das Eisenkraut wird häufig nachgesagt, dass es giftig ist. Dies stimmt jedoch nur bedingt. Es ist zwar teilweise giftig, wenn es dem Körper in unnatürlichen Mengen zugeführt wird, gilt jedoch nur als schwach giftig und somit ungefährlich. Fälle einer Vergiftung durch Eisenkraut sind nicht bekannt. Meist wird Eisenkraut mit Eisenhut verwechselt. Dies ist die giftige Pflanze, welche Sie meiden sollten.

Eisenkraut schnell und einfach vermehren

Wiese mit Eisenkraut
Die Lagerung von den Samen spielt bei der Vermehrung vom Eisenkraut eine wichtige Rolle.

Das Vermehren von Eisenkraut funktioniert nur, wenn der Natur etwas nachgeholfen wird. Stecklinge können dabei helfen, denn sie bilden Klausenfrüchte. Wenn diese aufgehen, verteilen sich die Samen durch die Kraft des Winds in der nahen Umgebung. Dort können weitere Eisenkraut Pflanzen nun keimen. Damit dies gelingt, sollten die Keime zunächst bis zu vier Wochen trocknen. Erst wenn die Samen vollständig getrocknet sind, können Sie mit fortfahren und die Samen für sechs Wochen kühl lagern. Ein Kühlschrank bietet sich an. Sehr niedrige Temperaturen sind hier entscheidend, da sich die Samen durch die Kälte ausdehnen. Gefrieren dürfen sie jedoch nicht.

Anschließend trocknen die Samen wieder bei Zimmertemperatur. In dieser Zeit sollten sich langsam Keimlinge bilden. Diese können nun gepflanzt und an einem vollsonnigen Standort platziert werden.

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