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Holzwurm bekämpfen: effektive Methoden gegen den Schädlingsbefall

Holzwurm Schädlingsbefall
Perutskyi Petro

Wird nichts gegen Holzwürmer unternommen oder der Befall verspätet festgestellt, können die Schädlinge hohe Schäden anrichten. Die Larve eines Holzwurmes ernährt sich von Holz. Bäume, aber auch verarbeitetes Holz zählen zu den Nahrungsmitteln des Holzwurmes. Problematisch wird es, wenn sich die Holzwürmer durch unsere Möbel, Dachstühle oder tragende Balken eines Hauses fressen. Doch auch für den Wald ist der Holzwurm eine potenzielle Gefahr. 

Je früher der Befall festgestellt wird, desto höher sind auch die Erfolgsaussichten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Holzwurm bekämpfen können.

Was Sie gegen den Befall tun können

Der wichtigste Schritt ist zunächst einen Befall richtig zu erkennen und andere Ursachen auszuschließen. Löcher im Holz und feine Späne sind ein sicheres Anzeichen für einen Befall. Das Erste, was Sie tun können, ist die Temperaturen anzupassen, denn der Holzwurm kann weder sehr niedrige noch sehr hohe Temperaturen tolerieren. Ebenfalls ist das Ausbringen von Eicheln ein altbewährtes Mittel, um den Holzwurm aus seinem Versteck zu locken. Denn die von den Eicheln ausgehenden Duftstoffe wirken besonders attraktiv als Nahrungsquelle. Falls diese Maßnahmen nicht denn gewünschten Effekt erzielen, können Sie auf chemische Mittel zurückgreifen oder einen Spezialisten beauftragen.

Schritt 1: Den Befall erkennen

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Dzmitry Sokalau 1 Spuren eines Holzwurmbefalls

Um aktiv gegen den Befall anzugehen, muss dieser erkannt werden. Den Holzwurm selbst sehen Sie nur in den seltensten Fällen. Suchen Sie nicht nach dem Schädling, sondern betrachten Sie den Rohstoff. Löcher im Holz weisen auf einen Befall hin. Die Löcher sind nur ein bis zwei Millimeter groß und somit unscheinbar. Sie tauchen jedoch an mehreren Stellen auf. Ein starker Befall ist erkennbar, wenn sich aus den Löchern Holzmehl absetzt. Es ist das Bohrmehl, was als Überschuss übrig bleibt, wenn Holzwürmer sich ihren Weg durch das Holz bahnen, indem sie es fressen. 

Direkt als Bohrmehl ist es nur in den schlimmsten Fällen zu erkennen. Das Mehl ist sehr fein. Bei einem Verdacht empfiehlt es sich, wenn Sie die Stellen leicht mit der Hand abtasten. Befindet sich eine Art Staub an Ihren Händen, ist der Befall sicher. 

Schritt 2: Temperaturen anpassen

Nun können Sie in die Umsetzung gehen. Erkennen Sie den Befall frühzeitig, können Sie zunächst mit Extremtemperaturen gegen den Holzwurm ankämpfen. Die Larven der Holzwürmer vertragen weder sehr hohe noch sehr tiefe Temperaturen. In Außenbereichen ist die Bekämpfung des Hauswurmes mittels Regulierung der Temperaturen nicht möglich. Sollte der Befall jedoch in einem Gebäude sein, ist es ein effektives Mittel. Damit die Wohnräume nicht auskühlen, empfehlen wir Ihnen, die Holzwürmer mit Wärme zu bekämpfen.


Stellen Sie hierfür die Heizkörper an und lassen Sie diese durchlaufen. Durch die Wärme trocknet das Holz aus. Ist das Holz sehr trocken, versiegt die Nahrungsquelle des Holzwurmes. Sollten Möbel betroffen sein, stellen Sie diese gerne unmittelbar an einen Heizkörper. Je höher die Temperaturen sind, desto besser. Sollte das Holz kleinteilig sein, können Sie es behutsam in den Backofen legen und bei 55 Grad erhitzen. Gehen Sie hier jedoch bitte vorsichtig vor, um einen Brand zu vermeiden.

Tiefe Temperaturen können nur im tiefsten Winter gegen den Holzwurmbefall helfen. Hierfür müssen die Außentemperaturen bei -15 Grad liegen. Ist dies der Fall, können Sie Möbel für ein bis zwei Stunden ins Freie stellen. Bei einem Befall des Dachstuhls, einer Treppe oder der Gebäudehülle ist das natürlich nicht möglich. 

Schritt 3: Duftreize schaffen

Eicheln
ElenVik

Je nachdem, wo sich die Holzwürmer befinden, sind somit verschiedene Bekämpfungsmöglichkeiten sinnvoll. Eines ist jedoch sicher: Holzwürmer reagieren empfindlich auf bestimmte Gerüche. Dem Geruch von Zwiebeln stehen Holzwürmer beispielsweise abweisend gegenüber und suchen sich ein neues Habitat.


Effektiver als der Zwiebeltrick ist jedoch das Sammeln von Eicheln. Wenn Sie Eicheln in die Nähe der befallenen Stellen legen, riechen die Holzwürmer die Eicheln. Es ist ihre bevorzugte Nahrung. Statt ins Holz bohren sie sich nun in die Früchte. Haben sich die Holzwürmer angesammelt, können Sie die Eicheln inklusive Larven entfernen. 

Schritt 4: Insektensprays und Flüssigkeiten verwenden

Chemische Mittel sind nur bedingt bei der Bekämpfung von Holzwürmern zu empfehlen. In Außenbereichen können sie der Umwelt schaden und in Innenräumen zu langfristig unangenehmen Düften sorgen. Je nach Chemikalie können diese für Menschen sogar gesundheitsschädlich sein. 

Nicht jeder Befall ist jedoch mit Hausmitteln zu beseitigen. Insektensprays sind ein erster Weg, um einem Befall entgegenzuwirken. Sie werden in die im Holz entstandenen Löcher regelmäßig gesprüht. Ziel ist es, durch die Duftwolken die Holzwürmer zu verscheuchen. 

Eine Alternative sind Flüssigkeiten, die in die Löcher gesprüht werden. Sie basieren auf Essigessenz, Benzin oder anderen Mitteln. Erfolgschancen sind ebenso wie bei den anderen vorgestellten Methoden nicht garantiert. 

Schritt 5: Spezialisten beauftragen 

Ist der Befall zu weit fortgeschritten, helfen keine Hausmittel mehr. Geht es um die Traglast eines Hauses, ist zudem Zeit ein rarer Faktor. In solchen Fällen sollte der Holzwurmbefall bei Spezialisten wie Kammerjägern gemeldet werden. Es ist eine kostspielige, jedoch effektive Methode, die einen Holzwurmbefall langfristig eindämmen kann. Die Experten kümmern sich um den Befall und unternehmen alle notwendigen Schritte, damit die Holzwürmer schnellstmöglich entfernt werden. 

Sollten bereits Schäden mit Tragweite entstanden sein, erkennen die Experten diese zudem am ehesten und können Sie bei der Reparatur beratend unterstützen. Jetzt sind Sie offiziell Holzwurm-Frei! 

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