Startseite Pflege Pflanzenpflege Was Sie über die Haltung und Pflege von Hortensien im Topf wissen sollten

Was Sie über die Haltung und Pflege von Hortensien im Topf wissen sollten

Die Hortensie, Hydrangea macrophylla, als prächtig blühende Pflanze, die in manchen Sorten auch winterhart ist, stellt einige Ansprüche an ihre Haltung. Vor allem der Standort und das Gießen, aber auch die Düngung erfordern einiges an Sachkenntnis.

Der richtige Standort

Hortensien neben Haustür in einem Kübel
Hortensie sollten Sie vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, da diese sonst schnell verbrennen können.

Hortensien mögen keine direkte Sonneneinstrahlung, sondern bevorzugen einen halbschattigen oder schattigen Standort. Trotzdem sollte es für die Pflanze sehr hell sein. Damit ist klar, dass Sie sie auf einem Nord-, Ost- oder Westbalkon bzw. im Eingangsbereich eines Hauses sehr gut aufstellen können. Wichtig ist dabei, dass vor allem der Kübel der Pflanze selbst im Schatten steht. Auch die Blätter und Blüten der cFür die Nachtstunden ist zu empfehlen, dass die Pflanze kühl steht. Damit ist gewährleistet, dass sich die Blüten länger halten.

Wenn Sie den Blumenstock im Inneren haben, freut er sich über die Nähe eines hellen Fensters.

Hortensie auf einer Fensterbank
Da die neu gekauften Hortensien meist in zu kleinen Töpfen gepflanzt werden, sollten diese direkt umgetopft werden.

Wenn Sie eine Hortensie im Handel kaufen, ist diese meist in einem kleinen Topf gepflanzt. Diesen sollten Sie umgehend zu Hause gegen ein größeres Gefäß tauschen, wobei der Kübel knapp zwei bis drei Zentimeter rundherum größer ausfallen sollte als das ursprüngliche Gefäß aus dem Laden. Wenn Sie Ihre Hortensie in einen Kübel pflanzen, achten Sie darauf,

  • Dass es eine Drainage gegen die Staunässe gibt
  • Dieser ein Abflussloch hat
  • Dass Sie Steine und Tonscherben ganz nach unten legen
  • Darüber Pflanzenflies geben
  • Zur Hälfte den Kübel mit Substrat füllen
  • Dass Sie die Hortensie aus dem ursprünglichen Topf nehmen, den Wurzelballen kurz in Wasser tauchen, bis keine Luftblasen mehr entstehen, und ihn dann in den Kübel einsetzen
  • Dass Sie zum Abschluss den Kübel mit restlicher Erde auffüllen

Das geeignete Substrat für eine Hortensie

Hortensie umgetopft
Wenn Sie sich beim Kauf für eine blau gefärbte Hortensie entschieden haben, gibt es Substrate die dazu beitragen dass die Farbe bleibt.

Die Hortensie im Kübel mag bzw. verträgt keinen Kalk. Das sollten Sie bereits beim Einpflanzen bzw. bei der Wahl des richtigen Substrats beachten. Am besten verwenden Sie eines, das locker und durchlässig, dabei vor allem leicht sauer ist. Ideal ist die im Gartenhandel erhältliche Hortensien- oder Rhododendron-Erde.

Wenn Sie sich beim Kauf für eine blau gefärbte Hortensie entschieden haben, können Sie mit dem richtigen Substrat einiges dazu beitragen, dass die Farbe bleibt. Dazu achten Sie auf den pH-Wert des Substrats, der in jedem Fall sauer bleiben soll. Das bedeutet, er sollte einen pH-Wert zwischen 3 und 4,5 haben. Das bekommen Sie mit Rhododendron-Erde, die Sie ausschließlich mit Regenwasser gießen, gut hin. Regnet es länger nicht, können Sie auch abgestandenes Leitungswasser nehmen.

Hortensie im Kübel regelmäßig gießen

Hortensie neben Gießkanne im Freien
Wenn die Blütenstängel nach unten hängen, braucht die Pflanze dringend Wasser.

Hortensien gelten als sehr durstige Pflanzen, weshalb Sie sie regelmäßig mit Wasser versorgen sollten. Gießen Sie Ihre Hydrangea immer dann, wenn sich die oberen Zentimeter des Substrats etwas trocken angreifen. Ist es beispielsweise während der Sommermonate tagsüber sehr heiß, kann es notwendig sein, die Pflanze zweimal täglich mit Wasser zu versorgen. Sie erkennen an den Blütenstängeln bzw. Blättern sehr gut, ob die Hortensie gegossen werden möchte. Hängen diese schlapp nach unten, braucht es rasch Wasser. Sie werden sehen, dass bereits kurz nach dem Gießen die Blätter und Blütenstängel wieder stehen.

Dabei ist aber immer zu beachten, dass Staunässe zu vermeiden ist. Denn darauf reagiert die Hydrangea sehr empfindlich, weshalb Sie selbst an temperaturintensiven Tagen überschüssiges Wasser im Untersetzer immer ausleeren sollten.

Beim Gießen der Hortensie ist nicht nur die Wassermenge entscheidend, sondern auch wie die Pflanze gegossen wird. Das Wasser muss immer ausschließlich von unten an die Wurzel gelangen, gießen Sie die Blätter oder Blüten, riskieren Sie die Bildung von Mehltau. Am besten versorgen Sie ihre Hortensie am frühen Morgen oder späten Abend mit Flüssigkeit.

Während der Wintermonate braucht die Pflanze weniger Wasser, deshalb sollten Sie sie bis Februar kaum gießen. Erst dann die Gießmenge langsam wieder steigern.

Was das Düngen betrifft, so sollten Sie beachten, dass die Erde im Topf bzw. Kübel nur bedingt Nährstoffe speichern kann. Damit sollten Sie die Hortensie während ihrer Wachstumsphase regelmäßig alle zwei Wochen düngen. Geeignet ist dazu spezieller Hortensien-, Azaleen- oder Rhododendron-Dünger aus dem Gartenfachhandel.

Blaue Blüten der Hortensie erhalten

blaue Blütenblätter der Hortensie
Haben Sie eine blaublütige Hortensie gekauft, so wurde diese im Handel entsprechend so gezüchtet.

Grundsätzlich blüht die Hortensie weiß oder rosa. Haben Sie eine blaublütige gekauft, so wurde diese im Handel entsprechend so gezüchtet. Wenn Sie dies erhalten möchten, sollten Sie – wie bereits oben im Text erwähnt – auf den pH-Wert des Gießwassers achten. Wenn Sie aber auch eine rosa oder weiß blühende Hortensie blau bekommen möchten, geben Sie Kalium-Alaun oder Ammoniak-Alaun zum Gießwasser dazu.

Die Legende, dass Hydrangea viel Eisen benötigen, damit sie eine blaue Blütenfarbe entwickeln, ist nicht richtig. Daher stimmt auch der vielerorts gelesene Tipp nicht, dass Eisennägeln in die Erde rund um die Pflanzenwurzel vergraben werden sollten.

Wie man Hortensien vermehrt

Hortensie wird mit Gartenschere geschnitten
Der beste Zeitpunkt um die Hortensie zu vermehren ist im Juli.

Finden Sie Gefallen an Ihrer Hortensie und möchten Sie mehr als die eine gekaufte Pflanze, können Sie diese ganz einfach vermehren. Der beste Zeitpunkt dazu ist der Juli, wobei Sie einfach ein paar Triebe abschneiden, die jedoch keinesfalls verholzt sein oder Knospen aufweisen sollten. Der Trieb sollte jeweils am unteren Ende und am oberen Ende ein Blattpaar haben, wobei das untere nach dem Abschneiden entfernt werden muss. Dann geben Sie den Steckling mit den unteren Augen in einen Topf, den Sie vorher mit Anzuchterde halb gefüllt haben. Halten Sie die Erde gut feucht und decken Sie alles mit Folie ab. Wählen Sie einen schattigen, aber hellen Standort und lüften Sie täglich kurz die Folie.

Bilden sich nach drei bis vier Wochen erste Wurzelstränge, können Sie die Folie entfernen. Dann können Sie die neu entstandene Hortensie in einen größeren Kübel pflanzen, wobei Sie dann als Substrat bereits passende Rhododendron- oder Azaleenerde verwenden. Aufs Düngen sollten Sie vorerst allerdings verzichten. Was das Überwintern betrifft, müssen Sie die Stecklinge jedenfalls in einem geschützten Innenraum lagern. Neben dem oft bewährten Keller oder der Garage eignet sich dazu auch ein Standort in einem Treppenhaus oder in einem unbeheizten Raum innerhalb des Wohnbereiches.

Hortensien richtig zurückschneiden

Hortensie wird mit Gartenschere geschnitten
Verblühte Blüten der Hortensie müssen entfernt werden damit sich neue bilden können.

Damit eine Hortensie im Kübel nicht zu groß wird, muss sie regelmäßig zurückgeschnitten werden. Ebenso sollten Sie regelmäßig die verblühten Blüten entfernen, damit sich neue bilden können. Während der Wintermonate gilt dies jedoch nicht, da die Blüten quasi als Frostschutz für die neuen Knospen wirken. Erst im Frühjahr werden sie dann entfernt. Bei diesem Schnitt sollten Sie jedoch einiges beachten:

  • Schneiden Sie direkt unter der verwelkten Blüte
  • Führen Sie den Rückschnitt am besten im Februar durch
  • Entfernen Sie nur alte oder erfrorene Äste, lassen Sie Triebe, die sich im Inneren befinden stehen und kappen Sie diese nur.
  • Schneiden Sie ein Drittel der alten Triebe direkt an der Basis ab

Beachten Sie, dass ein Radikalschnitt in jedem Fall Auswirkungen auf die Blüte der Hortensie im kommenden Jahr hat. Da auch die Entfernung der Triebe auf Kosten der Blühe gehen kann, sollten Sie Hortensien eher wenig in Höhe und Breite schneiden, sondern eher regelmäßig von innen ausdünnen bzw. auslichten.

Wie überwintern Sie eine Hortensie richtig

Blüten der Hortensie voller Schnee
Die Hortensie sollten Sie in einem geschützten Eck auf ein Stück Holz oder Styropor stellen und mit Vlies oder Reisig ummanteln.

Geht’s ums Überwintern Ihrer Hortensie, so richten sich derlei Maßnahmen daran, welche Sorte dieser Pflanze Sie gekauft haben. Es gibt nämlich winterharte und nicht winterharte Sorten. Beispielsweise ist die Bauernhortensie, die hierzulande weit verbreitet ist, winterhart. Bei der Pflanzenpflege muss dann einiges anders gemacht werden als bei nicht winterharten Sorten.

Ist Ihre Kübelhortensie nicht winterhart, müssen Sie den kompletten Kübel während der Wintermonate an einen frostfreien Ort stellen, zum Beispiel die Garage oder der Keller. Stellen Sie sie unbedingt vor dem ersten Frost dorthin und entfernen Sie vorher noch alle alten Blüten. Stellen Sie das Gießen, aber auch vor allem das Düngen ein und vermeiden Sie Staunässe. Sobald im Frühjahr keine frostigen Nächte mehr auftreten, können Sie die Hortensie langsam an das Tageslicht und an die Wärme gewöhnen, vor allem müssen Sie sie wieder häufiger gießen und auch mit dem Düngen beginnen.

Da gerade Hortensien während der Wintermonate oft mit dem Befall der Spinnenmilbe konfrontiert sind, sollten Sie regelmäßig nach der Pflanze schauen und sie auf Schädlinge hin untersuchen. Zudem ist zu beachten, dass die Hortensien im Winter die Blätter zwar verlieren, die Blüten allerdings nicht von selbst abfallen. Hier sollten Sie nachhelfen und dabei darauf achten, dass eventuell schon neu gebildete Knospen nicht beschädigt werden.

Haben Sie sich beim Kauf für eine winterharte Sorte der Hortensie entschieden, kann diese zwar im Freien bleiben, aber dennoch etwas geschützt werden. Denn dringt Frost in den Kübel ein, führt die geringe Menge an Erde dazu, dass die Wurzel dem Frost ausgesetzt wird. Stellen Sie die Pflanze in einem geschützten Eck auf ein Stück Holz oder Styropor und ummanteln Sie sie mit Vlies oder Reisig. Bedecken Sie die Erde im Topf mit Laub und lassen Sie vertrocknete Blüten an der Pflanze hängen.

Im Frühjahr können Sie langsam mit dem Düngen beginnen und mit steigenden Temperaturen auch wieder regelmäßiger gießen.

Spätfrost kann für manche Hortensien ein Risiko sein

Der Zeitpunkt, der für eine Hortensie am heikelsten ist, ist der zwischen April und Mai. Denn erfolgt ein Austrieb zu früh, macht ein Spätfrost die Blüte eventuell zunichte. Während das Gehölz wenige Minusgrade durchaus aushalten kann, trifft dies für die Knospen nicht zu. Sie werden dann recht schnell schwarz und sind dann auch nicht mehr zu retten.

Welche Schädlinge gibt es bei der Hortensie?

Blattläuse auf Blatt
Ist Ihre Hortensie mit Blattläusen befallen, sollten Sie dieses von oben über die Pflanze gießen.

Erfolgt eine umsichtige und gute Pflanzenpflege, sind Hortensien eher robust und wenig anfällig für etwaige Krankheiten oder Schädlinge. Während der Wintermonate kann manchmal ein Spinnmilbenbefall oder Blattläusebefall vorkommen. Diese können Sie mit einem Insektizid aus dem Gartenfachhandel gut behandeln. Ist Ihre Hortensie mit Blattläusen befallen, sollten Sie dieses von oben über die Pflanze gießen.

Rote oder pinkfarbene Hortensien sind manchmal mit Chlorose, das heißt Eisenmangel, konfrontiert. Hier können Sie mit einem entsprechenden Dünger, der einen verhältnismäßig hohen Eisenanteil hat, nachhelfen. 

Bei der Pflanzenpflege ist das Gießen allerdings eine häufige Fehlerquelle. Entweder es wird das falsche Wasser verwendet oder aber zu selten gegossen. Hier hilft es im Fall der Fälle sofort die Hortensie mit Wasser zu versorgen, sonst vertrocknet die ganze Pflanze. Verwenden Sie allerdings zu kalkhaltiges Wasser, kann es einen Befall mit der Blattfleckenkrankheit geben.

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