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10 wunderschöne Stauden für den Halbschatten

Stauden zieren Kübel, Beete und Balkonkästen. Mit ihrer Fülle und ihrem dichten Wuchs können sie sogar als Heckenpflanzen oder Abgrenzungen dienen. Eine Vielzahl von Stauden bilden auch imposante Blüten heraus, die wir in den Frühjahrs- bis Herbstmonaten des Jahres bewundern können. Nicht jede Staude ist jedoch für den eigenen Außenbereich geeignet. Manche mögen es schattig, andere vollsonnig. Der Kompromiss: halbschattige Standorte. Sie sind lichtdurchflutet und bieten dennoch Schutz vor zu hoher Sonneneinstrahlung. Zehn Stauden, die sich für halbschattige Standorte eignen, stellen wir Ihnen vor.

1. Eisenhut (Aconitum)

Eisenhut (Aconitum)
Der Eisenhut ist giftig und benötigte feuchte Bodenverhältnisse.

Der krautige Eisenhut zählt zu den giftigen Pflanzen. Durchaus beliebt ist die Staude jedoch aufgrund der experimentellen Blüten. In blauen bis violetten Farbtönen zeigen sich die rispenförmigen Blüten von Juli bis August. Dank der hohen Wuchshöhe von über 100 Zentimeter kann der Eisenhut auch wunderbar als Begrenzung oder Sichtschutz genutzt werden. Lediglich eine Rankhilfe ist hierfür notwendig. Um die Schönheit des Eisenhuts in voller Fülle genießen zu können, benötigen diese feuchte sowie nährstoffreiche Bodenverhältnisse sowie einen halbschattigen Platz im eigenen Garten.

2. Silberkerze (Actaea racemosa)

Silberkerze (Actaea racemosa)
Silberkerze wird als Kerze bezeichnet wegen der kerzenförmigen Blüten.

Silbrig schimmernd zeigen sich die Blätter der Silberkerze bei hoher Lichteinstrahlung. Ihre rispenförmigen Blüten wirken ebenfalls silbern, können jedoch auch rosafarbene Töne annehmen. Als Kerze wird die Staude bezeichnet, da der Wuchs der Blüte kerzenförmig ist. Zeigen tun sich die schönen Blüten zwischen August und September. Einzelne Sorten blühen zudem noch in den späten Herbstmonaten eines jeden Jahres. Nicht nur die gefiederten Blüten sind eine Augenweide, sondern auch die Blätter selbst. Bevor die Staude ihr Laub abwirft, verfärben sich die grünen Blätter in braunrote Farben.

3. Wiesenraute (Thalictrum)

Wiesenraute (Thalictrum)
Die Wiesenraute mag humosen Bodenbedingungen.

Die Wiesenraute überzeugt mit einem aufrechten Wuchs und kann über 100 Zentimeter an Höhe gewinnen. Ob Waldrand oder schattige Wiese: Die Wiesenrauten bevorzugen halbschattige Standorte mit humosen Bodenbedingungen. Daher werden sie auch gerne als Begrenzung von Teichen genutzt. Auch Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit sind für Bergenien eine gern gesehene Überraschung. Stimmen die Standortbedingungen mit den Wachstumsbedingungen überein, wachsen die exotischen Blüten empor. Ihre gefiederte Form wirkt beeindruckend und die schillernden Farben reflektieren sich im Sonnenlicht. Das macht die Wiesenraute zu einer beliebten Staude, die garantiert ein Hingucker im eigenen Garten ist.

4. Bergenie (Bergenia)

Bergenie (Bergenia)
Die Bergenie ist sehr pflegeleicht.

Die Bergenie ist hierzulande eine der beliebtesten Staudenpflanzen, die gerne zur Bepflanzung von Balkonen Anwendung findet. Je nach Sorte können die Blüten in den verschiedensten Farben erblühen und das auch zu verschiedenen Zeiten. Die meisten Bergenien läuten jedoch den Übergang zwischen Frühling und Sommer ein, indem sie ihre schönen Blüten zwischen April und Mai zeigen. Die Blattschmuckstaude ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch pflegeleicht in der Anwendung. Sie benötigt nur wenig Hingabe und gilt als besonders robust. Eine Vielzahl von Bergenien sind sogar winterhart und können tiefste Frosttemperaturen überstehen.

5. Waldsteinie (Waldsteinia)

Waldsteinie (Waldsteinia)
Die Waldsteinie kann große Flächen begrünen.

Die Waldsteinie zählt zu den Waldstauden und ist häufig an Wegesrändern von Wäldern zu sehen. Für einen Waldgarten oder einen schattigen Platz am Stamm eines Baumes fühlen sie sich besonders wohl. Doch auch jeder halbschattige Standort kann für die Waldsteinie geeignet sein, nur vollsonnige Standorte sind zu vermeiden. Der Wuchs der Waldsteinie ist kriechend. Sie können große Flächen begrünen oder im Wuchs durch Kübelhaltung begrenzt werden. Besonders schön sind die goldgelben Blüten der Waldsteinie, die sich von April bis Mai zeigen. An einem Fleck befinden sich gleich mehrere der schalenförmigen Blüten, wodurch es auf großen Flächen zu einem wahren Farbenmeer kommen kann.

6. Herbst-Anemone (Anemone hupehensis)

Herbst-Anemone (Anemone hupehensis)
Die Herbst-Anemone breitet sich gerne aus.

Die Herbst-Anemone wirkt mit ihren weißen Blüten, die nach innen rosafarben zulaufen, feminin, fragil und filigran zugleich. Die schönen Anemonen zieren Beete und können je nach Sorte auch andere Farbgebungen annehmen. Die Pflanzen fühlen sich in nahezu jeder Umgebung wohl. Halbschattige Standorte sind für sie ideal. Sollte es doch mal etwas sonniger werden, kann die Staude etwas stärker bewässert werden, denn je sonniger es ist, desto feuchter sollte auch der Boden sein. Sollten Sie die Herbst-Anemone in freiliegenden Beeten oder Wiesen pflanzen, denken Sie gerne an eine Begrenzung, die Herbst-Anemone breitet sich gerne schnell aus und kann so in kürzester Zeit große Bereiche mit ihrem Wildwuchs ausfüllen.

7. Nelkenwurz (Geum urbanum)

Nelkenwurz (Geum urbanum)
Nelkenwurz ist bienenfreundlich.

Die zu den Rosengewächsen zählende Staude wächst krautig gen Himmel und wirkt in Blumenbeeten sowie Balkonkästen besonders dekorativ. Ihr schmaler und graziler Wuchs wird durch volle Blüten ergänzt. In den Monaten Mai, Juni und Juli zeigen sich die leuchtenden Blüten in voller Fülle. Orangene bis rote Farbtöne nehmen die Blüten an und bilden sich schalenförmig heraus. Das Blattwerk des Nelkenwurzes bleibt ganzjährig bestehen. Im Winter erhält es eine schöne Grünfärbung, die sich von der normalen Blattfarbe leicht unterscheidet. Wenn Sie auf der Suche nach passenden Pflanzen für Bienen sind, ist der Nelkenwurz genau das Richtige für Ihre Bienenwiese.

8. Waldmeister (Galium odoratum)

Waldmeister (Galium odoratum)
Der Waldmeister kann auch im Einzelstellung angepflanzt werden.

Waldmeister kennen wir vorwiegend aus der Küche. Das Heilkraut findet in Getränken als auch in leckeren Gerichten Anwendung. Anbauen können wir es in unseren Gärten. Die Staude zählt zu den Teekräutern und bevorzugt halbschattige Standorte. Den charakteristischen Waldmeistergeruch versprüht auch die Pflanze selbst, jedoch nur in der Blütezeit. Sie befindet sich in den Monaten Mai und April. Die Würzpflanze kann durchaus in Einzelstellung im Garten angepflanzt werden. Doch auch im Kräuterbeet macht sie eine gute Figur. Bei Ernte der Pflanze können Genießer die krampflösende und entzündungshemmende Wirkung des Waldmeisters zu spüren bekommen.

9. Tafelblatt (Astilboides tabularis)

Tafelblatt (Astilboides tabularis)
Auf dem Tafelblatt könnten Speisen serviert werden.

Ihre Tellerform und die Größe des Tafelblatts sind Gründe, warum Kinder gerne das Tafelblatt beim Spielen als Teller verwenden. Leckere Sandspeisen werden auf ihnen hergerichtet. Die ausladenden Blätter werden im Monat Juni mit Blüten verziert. In dieser Zeit bilden die Stauden weiße bis grüne Blüten heraus, die eher unscheinbar sind. Auch im Herbst ist vom Tafelblatt kein Farbfeuerwerk zu erwarten. Die Blätter bleiben grün und das bis zum Zeitpunkt des Laubabfalls.

10. Schlanke Fuchsie (Fuchsia magellanica var. Gracilis)

Schlanke Fuchsie (Fuchsia magellanica var. Gracilis)
Die Schlanke Fuchsie bleibt auch im Herbst grün.

Der dichtbuschige Wuchs der Schlanken Fuchsie spricht zunächst nicht für ihren Namen. Als schlank wird die Fuchsie deshalb bezeichnet, weil sie über einen grazilen Wuchs verfügt. Ihre Schönheit zeigt sich auch in den sich zwischen Juli und September herausbildenden Blüten. Imposant ist nicht nur die Glockenform, sondern auch die Farbe. Mit ihrer purpurroten Farbgebung setzt sie Akzente und macht die Pflanze zu einer absoluten Augenweide. Die Staude bleibt auch im Herbst grün. Zwar erhält sie eine schöne Herbstfärbung, doch die Blätter verfärben sich nicht etwa in leuchtende, sondern vielmehr dunkelgrüne Farben.

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