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Tierspuren im Schnee erkennen: eine Übersicht

Selten können wir fremde Besucher im eigenen Garten so gut ausfindig machen, wie im Winter. Auch auf Winterspaziergängen treffen wir auf wundersame Spuren. Schneebedeckte Böden machen es uns möglich. Im Schnee hinterlassen die Tiere ihre Spuren und wecken in Gartenbesitzern den Detektivgeist. Welches Tier ist es, das durch meinen Garten streift? Wir zeigen Ihnen die bekanntesten Tierspuren sowie Trittsiegel und erläutern, wie Sie diese schnell erkennen. 

Tierspuren: Der Unterschied zwischen Fährten und Spuren

Tierspur im Schnee
Ingmarsan

Menschen hinterlassen im Schnee einen Fußabdruck. Bei Tieren nennt sich das Äquivalent dazu Trittsiegel. Befinden sich mehrere Trittsiegel hintereinander, bilden sie sowohl Fährten als auch Spuren. Synonym lassen sich diese beiden Begriffe nicht verwenden. Allgemein sprechen wir von Tierspuren, wenn mehrere Trittsiegel aufeinander folgen. Ausnahmen gelten für die Trittsiegel von Wild im Wald. So nennen sich die Trittsiegel von Rehen und Wildschweinen Fährte.

Spuren im Schnee sind nicht nur auf Landlebewesen zurückzuführen. Auch Tiere aus den Lüften hinterlassen Spuren im Schnee. Vögel und Federwild zum Beispiel. Ihre aufeinander folgenden Trittsiegel werden als Geläufe bezeichnet.

Tierspuren zeigen die Fortbewegungsart

Vogelspur im Schnee
Alexsander Ovsyannikov

Wie die Tierspuren im Schnee aussehen, sagt zudem etwas über die Fortbewegung des Tieres aus. Allgemein wird von Trab, Schnüren und Flucht gesprochen. Andere Quellen sprechen auch vom Ziehen, Trollen und Flucht. Trab liegt vor, wenn die Spuren der hinteren Beine schräg versetzt zu den vorderen Abdrücken aufkommen. Tritt die Hinterpfote diagonal in die Vorderpfote, ist die Rede vom Schüren. Die Fortbewegung in der Flucht zeigt sich hingegen in der Unstimmigkeit der Trittsiegel. Hier sind die Schrittlängen unterschiedlich lang und nicht gleichmäßig vorzufinden. 

Übrigens: Ob ein Lebewesen sich hüpfend fortbewegt, ist häufig daran zu erkennen, dass die vorderen Trittsiegel parallel zueinander verlaufen. Ein solches Trittsiegel könnte beispielsweise auf einen Hasen zutreffen. Gleichwohl könnten Sprungbewegungen von Katzen und Marder ähnliche Positionierungen annehmen. 

Tierspuren im Schnee erkennen: Spurbilder in der Übersicht

So wie der Fußabdruck des Menschen lässt sich auch jedes Trittsiegel einer spezifischen Tierart zuordnen. Verschiedene Tierarten haben niemals das gleiche Trittsiegel. Sie können sich jedoch sehr stark ähneln, wodurch es zu Verwechslungen kommen kann. Im Folgenden möchten wir Ihnen die größten Unterschiede zeigen, damit Sie schnell Trittsiegel erkennen können.

Hufen im Schnee

Hufabdrücke im Schnee
Philippe Clement

Finden Sie Hufen im Schnee, weist dies nicht nur auf Pferde hin. Unter anderem bilden die Trittsiegel von Rehen, Wildschweinen und Hirschen ebenfalls eine Hufform. Unterscheiden lassen sich die einzelnen Trittsiegel dennoch. Der Pferdehuf ist recht markant und einfach zu identifizieren. Der Huf ist rund, geschmiedet und weist die Form eines umgedrehten U’s auf. Eine Größe von 15 Zentimetern ist realistisch. Die Unterscheidung der Hufe von Hirschen und Rehen gestaltet sich schon schwieriger. Ihr Trittsiegel wirkt identisch. Der Unterschied: Das Trittsiegel des Hirsches ist deutlich größer als das eines Rehs. Paarhufer besitzen darüber hinaus Tiere wie Steinböcke, Ziegen und sogar Kühe. 

Die Trittsiegel von Ziegen und Schafen lassen sich übrigens ebenfalls schwer voneinander unterscheiden. Und doch ist die Unterscheidung sehr einfach. Schafe sind schließlich immer nur in Herden vorzufinden. Finden Sie also eine einzelne Spur, handelt es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um eine Ziege. 

Spannend: Paarhufer weisen immer Klauen auf. Häufig sind diese jedoch nicht in den Trittsiegeln sichtbar. Ausnahmen sind jedoch vorzufinden. Läuft ein Pferd beispielsweise Galopp, sind die Klauen auch im Schnee sichtbar. Auch die Klauen eines fliehenden Rehs zeichnen sich im Schnee ab. Das ist darauf zurückzuführen, dass ein Reh im schnellen Gang seine Zehen spreizt. 

Pfotenabdrücke 

Hund- und Eichhörnchenabdrücke im Schnee
Chris Redan

Tierarten wie Fischotter, Fuchs, Mauswiesel, Marder, Biber, Katzen, Hunde, Dachse und Waschbären hinterlassen ihr Trittsiegel in Form von Pfotenabdrücken im Schnee. Neben der Größe lassen sich die Trittsiegel insbesondere in ihrer Form unterscheiden. Die Pfotenabdrücke von Bibern, Bisamratten und Waschbären erinnern beispielsweise mehr an Hände als an Füße. Während die Trittsiegel von Waschbären sehr breit sind, weisen Biber eher länglich geformte Trittsiegel auf. 

Die Tatzen von Hunden oder Katzen erkennen noch die meisten. Sie lassen sich insbesondere dadurch voneinander abgrenzen, dass die Trittsiegel von Hunden auch die Krallen abbilden. Katzen haben hingegen ihre Krallen beim Gang eingefahren, wodurch sie im Abdruck nicht sichtbar sind. Finden Sie also sehr große Trittsiegel ohne Krallen, könnte es sich beim gleichen Erscheinungsbild um einen Luchs handeln. Die Trittsiegel von Wölfen und Hunden unterscheiden sich zudem ausschließlich in der Größe. 

Auch die Trittsiegel von Igeln und Eichhörnchen lassen sich schnell verwechseln. Hier gibt es jedoch einen entscheidenden Unterschied, anhand welcher sich die Tierarten auseinanderhalten lassen. Eichhörnchen hinterlassen immer direkt aufeinandergefolgt Spuren der Vorder- und Hinterpfoten. Die Spuren von Igeln sind nicht nur größer und die Krallen breiter, sondern auch in zweier Schritten angeordnet. Die Hinter- und Vorderpfoten stehen jeweils parallel zueinander, wobei die Vorderpfote ein größeres Trittsiegel als die Hinterpfote aufweist.

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TierFußart: HufeFußart: PfoteFamilie
BiberNagetier
BisamratteNagetier
EichhörnchenNagetier
FischotterMarder
FuchsHund
HirschHuftier
HundHund
IgelIgel
KatzeKatze
KuhHuftier
LuchsKatze
MarderMarder
MauswieselMarder
PferdHuftier
RehHuftier
SchafHuftier
SteinbockHuftier
WaschbärWaschbär
WildschweinHufter
WolfHund
ZiegeHuftier

Fazit: Tierspuren schnell identifizieren

Anhand von Tierspuren lassen sich bereits eine Vielzahl von Informationen sammeln. Nicht nur anhand des Trittsiegels lassen sich Informationen über die Tierart sammeln. Auch die Gangart gibt Indizien, um welches Tier, das seine Spur hinterlassen hat, es sich handeln könnte. Und noch viel mehr: Anhand der unterschiedlichen Gangarten ist zudem nachweisbar, wie gemütlich das Tier unterwegs war.

Mit unseren Gartentipps gelingt es Ihnen zukünftig mit Sicherheit, unbekannte Besucher Ihres Gartens ausfindig zu machen. Also halten Sie das nächste Mal gerne inne und betrachten Sie die Tierspur im Schnee. Bei genauem Hinsehen lassen sich die Wege der Tiere zurückverfolgen. Jede Spur erzählt eine eigene Geschichte. 

FAQ

Wie unterscheidet man Tierspuren im Schnee?

Zunächst unterscheiden sich Tiere in ihrer Art der Fortbewegung. Trittsiegel von Tieren treten in verschiedenen Mustern auf: Allgemein wird von Trab, Schnüren und Flucht gesprochen – andere Quellen sprechen wiederum vom Ziehen, Trollen und Flucht. Außerdem unterscheiden sich Tiere noch dahingehend, ob sie Hufe oder Pfoten haben.

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