Startseite Haushalt Haushaltstipps Wasserdruck im Haus: Was ist normal und wie lässt er sich messen? 

Wasserdruck im Haus: Was ist normal und wie lässt er sich messen? 

Dass Wasser aus unseren Leitungen fließt, ist für uns selbstverständlich. Damit es jedoch im gewünschten Maße in allen Etagen eines Hauses aus der Leitung fließt, muss der Druck stimmen. Stimmt der Wasserdruck nicht, lassen sich an Wasser gebundene Geräte nicht mehr richtig bedienen. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, wie hoch der Wasserdruck im Haus sein sollte und, wie er sich messen lässt. Zudem erfahren Sie, was zu tun ist, wenn der Wasserdruck zu hoch oder zu niedrig ist. 

Wasserdruck im Haus: ein Überblick

Diese Checkliste hilft Ihnen dabei, die Bedeutung des Wasserdrucks zu verstehen:

  • Hausinstallationen können auf bis zu zehn bar Druck angelegt sein
  • Für Einfamilienhäuser sind Werte zwischen zwei bis vier bar regulär
  • Ein zu hoher Druck kann Beschädigungen an den Geräten verursachen
  • Ein zu niedriger Druck behindert die Versorgungsleistung 
  • Kalkablagerungen und Verschmutzungen sind häufige Gründe für instabile Druckwerte
  • Regelmäßige Wartungen helfen dabei, den Druck optimal zu halten
  • Den Wasserdruck sollten Laien nie selbst regulieren

Welcher Wasserdruck im Haus ist normal?

Maridav

Der Wasserdruck eines Gebäudes wird in der Regel über ein externes Versorgungssystem geregelt. Die Hauptverantwortung liegt jedoch beim Gebäudeeigentümer. Innerhalb eines klassischen Einfamiliengebäudes variiert der Wasserdruck und nimmt durchschnittlich Werte zwischen zwei und vier bar an. Je nach Gebäudesubstanz und Leitungssystemen können die Richtwerte unterschiedlich ausfallen. Hausinstallationen vertragen maximal zehn bar. Zu empfehlen sind zehn bar aber nur in den wenigsten Fällen. Denn auch ein zu hoher Druck kann Probleme verursachen. 

Experten sind sich einig: In den meisten Fällen genügt ein Wasserdruck von drei bar. Mit diesem Wert wird gewährleistet, dass auch höher liegende Etagen und Wohneinheiten einen optimalen Wasserdruck erhalten. 

Ursachen für einen falschen Wasserdruck

Andrey_Popov

Weicht der Wasserdruck von den Referenzwerten ab, zeigt sich dies an der Art, wie das Wasser aus dem Hahn tritt. Ist der Wasserstrahl sehr schwach, bringt nicht mehr das normale Volumen auf oder besteht nur noch aus wenigen Tropfen, liegt ein zu niedriger Wasserdruck vor.

Anders verhält es sich bei einem zu hohen Wasserdruck. In diesem Fall nehmen Sie Geräusche aus den Leitungen wahr, das Wasser spritzt bei Austritt oder der Strahl härtet sich.

Ursachen hierfür befinden sich größtenteils in den Leitungen. Verstopfte Filter sind die Hauptursache für Ineffizienzen des Wasserdrucks. Doch auch Leckagen können den Wasserdruck aus dem Gleichgewicht bringen. 

Zu niedriger Wasserdruck

Ist der Wasserdruck zu niedrig, tritt nur noch ein Rinnsal aus der Leitung und auch Geräte wie Waschmaschinen verlieren an Funktionsfähigkeit. Als Mieter können Sie zunächst kontrollieren, ob sich das Problem tatsächlich in der Leitung befindet oder doch in der einzelnen Anlage. Funktioniert der Wasseranschluss in der Küche, der Duschkopf verliert jedoch beständig an Druck? Dann könnten Kalkablagerungen die Ursache sein. Nutzen Sie Haushaltstipps und reinigen Sie den Duschkopf einmal mit Backpulver, Essig und Zitrone. Nun sollten die Drüsen wieder offen sein. Sollte der Wasserdruck noch immer zu niedrig sein, können Sie im ersten Schritt den Wasserdruck ablesen. Das gelingt entweder über den Druckregler oder das Manometer. 

Auf eigene Faust sollten Sie den Druck allerdings nicht anpassen. Experten vom Fach übernehmen dies für Sie. Informieren Sie Ihre Hausverwaltung, den Vermieter oder, sofern Sie selbst der oder die EigentümerIn sind, direkt ein fachkundiges Unternehmen. Druck erhöhende Anlagen zu verbauen, kann sich übrigens empfehlen. So reguliert sich der Druck von selbst, wenn er mal zu niedrig sein sollte. 

Zu hoher Wasserdruck

Am Manometer können Sie ebenfalls ablesen, ob der Druck zu hoch ist. Mit einem zu hohen Druck büßen Sie zwar nicht an Komfort ein, Beschädigungen an den Anlagen können jedoch hohe Kosten verursachen. Übersteigt der Wasserdruck den Maximalwert, den Geräte angeben, können Rohre und Anlagen platzen. 

Druckbegrenzer können dem entgegenwirken. Sie ermöglichen es, den Wasserdruck autonom zu senken. Doch auch hier ist im Ernstfall ein fachlicher Rat einzuholen. 

Wie lässt sich der Wasserdruck messen?

Ambiento

Den Wasserdruck können Hausbesitzer auf unterschiedlichste Weisen testen. Die Methoden sind zahlreich. Bewährt hat sich das Ablesen des Wasserdrucks über ein Manometer. Sollte ein solches nicht verbaut sein, ist die Stoppuhr-Methode effizient, schnell durchzuführen und mit nur geringem Aufwand verbunden. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Sie den Wasserdruck im Haus messen. 

Wasserdruck per Stoppuhr messen

Für diesen Test benötigen Sie einen Eimer. Bei der Größe des Eimers gehen wir von einem Füllvermögen von zehn Litern aus. Drehen Sie den Wasserhahn voll auf und stoppen Sie die Zeit, die es benötigt, um den gesamten Eimer mit Wasser zu befüllen. Ist der Eimer voll, stoppen Sie den Timer und schauen sich die Zeit an.

An der Füllzeit lässt sich der geschätzte Wasserdruck ablesen. Benötigt das Füllen des Eimers rund 25 Sekunden, können Sie von einem Wasserdruck von fünf bar ausgehen. Sind es hingegen 30 Sekunden, liegt der ermittelte Druck bei rund 3,5 bar. Weitere fünf Sekunden senken den Druck auf 3 bar. 

Konkret bedeutet dies: Je länger das Befüllen des Eimers benötigt, desto niedriger ist der Wasserdruck. Referenzwerte zwischen 25 und 30 Sekunden sind optimal. Bei über 40 Sekunden fällt der Wasserdruck zu niedrig aus und die Funktionalitäten der angeschlossenen Anlagen könnten gefährdet sein. Sollte sich der Eimer in unter 15 Sekunden füllen, weist dies auf einen zu hohen Druck hin. 

Wasserdruck mit dem Manometer messen 

Präziser lässt sich der Wasserdruck mit einem Manometer messen. Ein Manometer befindet sich meist an einer Heizungsanlage. Das Ablesen gelingt in wenigen Schritten.

Ein Manometer ist in verschiedene Farbbereiche eingeteilt. Grüne Felder innerhalb des Manometers weisen auf einen optimalen Wasserdruck hin. Die schwarze Nadel zeigt immer an, wie hoch der aktuelle Wasserdruck ausfällt. Zeigt die Nadel auf die grünen Felder, sind die Werte des Wasserdrucks stimmig.

Der rote Zeiger weist hingegen auf den Mindestdruck einer Anlage hin. Er ist fixiert und bewegt sich nicht automatisch. Entsprechend sollte sich der schwarze Zeiger nicht unter der roten Nadel befinden. Wiederum zeigen rote Grenzmarken den Maximaldruck, den die Anlage nicht überschreiten sollte, an.

Fazit: Wasserdruck im Haus richtig angehen – Checkliste 

Der Wasserdruck in einem Haus ist keine Konstante. Er variiert stets, pendelt sich jedoch bei optimalen Voraussetzungen immer so ein, dass eine optimale Wasserversorgung gewährleistet ist. Messen können Sie den Wasserdruck am einfachsten über ein Manometer. Ist der Wasserdruck optimal, der Druck jedoch nicht stimmig, könnten Kalkablagerungen oder Verschmutzungen mögliche Ursachen von Problemen sein. Sollte eine Anpassung des Wasserdrucks erforderlich sein, ist stets ein Fachmann zurate zu ziehen.

FAQ

Wie hoch sollte der Wasserdruck sein?

Für Einfamilienhäuser sind Werte zwischen zwei bis vier bar regulär. In selteneren Fällen können Hausinstallationen aber auch auf bis zu zehn bar Druck angelegt sein. Experten sind sich jedoch einig, dass in den meisten Fällen ein Wasserdruck von drei bar genügt.

Was sind Ursachen für einen zu geringen Wasserdruck?

Kalkablagerungen und Verschmutzungen sind häufige Gründe für instabile Druckwerte.

Wie kann ich den Wasserdruck messen?

Der Wasserdruck kann entweder per Stoppuhr oder für genauere Ergebnisse mit einem Manometer gemessen werden.

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