Startseite Pflege Rasenpflege 8 Fehler bei der Rasenpflege im Frühjahr, die den Rasen zerstören

8 Fehler bei der Rasenpflege im Frühjahr, die den Rasen zerstören

In den ersten Monaten des neuen Jahres erwacht die Natur wieder zum Leben: Die Gräser wachsen, Blüten bilden sich heraus und Vögel zwitschern durch den Garten. Eingeläutet wird das Frühlingserwachen durch Schneeglöckchen. Gartenbesitzer sind in den ersten Monaten des Jahres meist voller Tatendrang und möchten den Außenbereich wieder schön gestalten. Bei der Rasenpflege ist jedoch Vorsicht geboten. Um einen möglichst grünen und gesunden Rasen zu erhalten, sind die ersten Pflegeschritte im Frühjahr entscheidend und dabei kann einiges schiefgehen. Wir zeigen Ihnen acht Fehler, die es zu vermeiden gilt.

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1. Den Rasen zu früh mähen

Mann beim Rasenmähen.
Der Rasen sollte das erste Mal am besten Ende März oder Anfang April gemäht werden.

Die ersten Sonnenstrahlen treten aus der Wolkendecke hervor und die Temperaturen liegen zwischen 10 und 20 Grad? Das verleitet viele Gartenbesitzer, bereits im Januar oder Februar den Rasen zu mähen. In dieser Zeit ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass es noch Frost gibt oder sogar Schnee. Sind die Grashalme zu dieser Zeit bereits gestutzt, sind sie weniger robust gegen die Kälte. Das kann zum Absterben des Rasens führen. In jedem Fall ist der Rasen geschwächt und wird ganzjährig den Extremtemperaturen schwerer standhalten. Lassen Sie sich daher von den ersten Sonnenstrahlen nicht beirren. Erst wenn die Temperaturen sich bei mindestens 15 Grad einpendeln und kein Frost mehr zu erwarten ist, können Sie den Rasen mähen. Im Idealfall können Sie den Rasen Ende März oder Anfang April das erste Mal mähen. In diesen Monaten beginnt die Wachstumsphase der Gräser. Ob es Zeit für das Mähen ist, können Sie zudem an der Höhe der Grashalme erkennen: Eine Höhe von mindestens sieben Zentimeter sollten die Grashalme vor dem ersten Schnitt erreicht haben. 

2. Die Grashalme zu stark kürzen

Gras.
Es ist empfehlenswert den Rasen auf maximal 3 cm zu kürzen.

Während des Mähens kann einiges schiefgehen. Ist die Höhe des Schneidemessers des Rasenmähers zu tief eingestellt, kürzen Sie die Grashalme zu stark. Zierrasen werden laut Anleitung auf zwei Zentimeter gekürzt und Nutzungsflächen auf drei Zentimeter. Im Frühjahr sind die Faustregeln jedoch nicht immer gut. Wir empfehlen Ihnen, den Rasen auf maximal drei Zentimeter zu kürzen. Das Gras ist im Frühjahr noch nicht so strapazierfähig wie in den Folgemonaten. Ein längerer Schnitt ermöglicht es, dass die Gräser robuster heranwachsen. So ist es zwar nötig, etwas häufiger zu Beginn des Jahres zu mähen, dafür wächst der Rasen aber gesund heran. Beim nächsten Rasenmähen können Sie den Rasen dann wieder auf die gewünschten zwei Zentimeter kürzen.

3. Den Rasen nicht düngen

Mann beim Rasendüngen.
Der Rasen benötigt nach der Winterzeit wichtige Nährstoffe.

Im Winter braucht der Rasen alle Nährstoffe auf, die der Erde zuvor zugeführt wurden oder noch vorhanden waren. Nach den Strapazen der letzten Monate benötigt der Rasen im Frühjahr ausreichend Nährstoffe. Wer dem Rasen diese nicht zuführt, kann sich wahrscheinlich nicht über einen gesunden Rasen freuen. Mangelnde Nährstoffe führen nicht nur dazu, dass die Grashalme instabil sind und sich kahle Stellen bilden, sondern führen auch dazu, dass sich vermehrt Unkraut sowie Schädlinge ansiedeln. Die Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium werden im Frühjahr besonders benötigt. Doch auch Magnesium und Schwefel können dem Dünger zugeführt werden. Düngemittel können Sie entweder im Handel erwerben oder organisch herstellen. Als organisches Düngemittel bietet sich Kompost an. Wählen Sie hingegen Düngemittel aus dem Handel sollten Sie zu Nährstoffen greifen, die als Frühjahrsdünger ausgewiesen sind. Die Zusammensetzung ist dann optimal.

4. Den Rasen falsch düngen

Mann beim Rasendüngen.
Zu wenig Nährstoffe führen dazu, dass der Rasen ungleich wächst.

Doch nicht nur das Düngemittel ist bei der Frühjahrspflege entscheidend. Es ist auch wichtig, den Dünger richtig auszubringen. Fehler entstehen bereits, wenn der Dünger händisch ausgetragen wird. Handelt es sich um chemische Düngemittel, können die Schäden gravierend sein. Wer den Dünger händisch ausbringt, läuft Gefahr, dass zu viel Düngemittel auf einzelnen Stellen landet und wiederum andere Stellen im Rasen überhaupt keine Nährstoffe erhalten. Zu wenig Nährstoffe führen dazu, dass der Rasen ungleich heranwächst, während zu viele Nährstoffe an einem Fleck zu „verbrannten“ Rasenflächen führen können.

Besser ist es daher, den Rasen mit einem Streuwagen zu düngen oder direkt auf organische Düngemittel umzusteigen. Zudem sollte die Dosierung des Düngemittels immer überprüft werden. Halten Sie sich immer an die empfohlenen Mengen, um Brandstellen im Rasen zu vermeiden.

5. Moos im Rasen nicht entfernen

Moos.
Moos sollten Sie nicht nur abmähen, sondern unbedingt herausstechen.

In den Wintermonaten kann es passieren, dass sich Moosflächen im Rasen herausbilden. Dies ist immer ein Zeichen für zu viel Feuchtigkeit im Erdreich und eine Unterversorgung des Rasens an Nährstoffen. Falsch ist es, das Moos nicht zu behandeln. Auch das einfache Abmähen der Moosflächen reicht nicht aus. Es würde wieder neu wachsen. Sollten Sie Moos im eigenen Rasen erkennen, sollten Sie das Moos unbedingt herausstechen. Zudem ist es wichtig, den Rasen im Folgeschritt mit Nährstoffen zu versorgen, die einen erneuten Nährstoffmangel, der Moos bedingt, verhindern. Das Kalken des Rasens ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Schritt, um das Unkraut aus dem Rasen zu entfernen. Eine Ursache von Moos kann zudem eine mangelnde Durchlässigkeit des Bodenreiches sein. Falsch ist es nichts dagegen zu tun.

6. Das Vertikutieren vernachlässigen

Mann mäht den Rasen.
Vertikutieren verbessert die Sauerstoffzufuhr.

Um die Durchlässigkeit des Rasens zu gewährleisten, sollte vor dem Rasenmähen der Rasen vertikutiert werden. Vertikutieren begünstigt, dass Wasser besser im Boden versickern kann und vermeidet zugleich Staunässe. Darüber hinaus kann Vertikutieren die Sauerstoffzufuhr verbessern, was sich wiederum positiv auf das Wachstum der Grashalme auswirkt. Der größte Fehler, den ein Gartenbesitzer bei der Rasenpflege machen kann, ist somit, den Rasen gar nicht zu vertikutieren. So können sich Moos, Filz und andere Unkrautarten einfach ausbreiten. Den Rasen sollten Sie nicht vor April vertikutieren. Weiterhin sei darauf zu achten, dass Sie den Rasen nicht im feuchten Zustand vertikutieren. Das schadet nicht nur dem Vertikutierer, sondern vermindert auch den gewünschten Effekt. Bitte überprüfen Sie vor dem Vertikutieren auch unbedingt die Höhe der Achse. Ein zu tiefes Vertikutieren kann zu Löchern im Rasen führen.

7. Rasensamen zum falschen Zeitpunkt aussäen

Beim Rasendüngen.
April ist der beste Zeitpunkt zum Aussäen.

Nach der Rasenpflege können neue Rasensamen ausgesät werden. Mit diesen können Löcher im Rasen geflickt werden. Zudem können sie auch auf bereits vorhandenem Rasen ausgebracht werden, um den Rasen dichter erscheinen zu lassen und neue, gesunde Grashalme herauszubilden. Zu früh sollten Sie mit dem Säen des Rasens nicht beginnen. Herrschen noch Frosttemperaturen, würden die Samen einfrieren und nicht keimen. Zudem sollte vermieden werden, die Rasensamen auf nassem Rasen auszubringen. Eine Überwässerung kann schnell dazu führen, dass die Samen weggespült werden. Als bester Zeitpunkt zum Aussäen zählt der April. Der Frost ist vorüber und die ersten Rasenarbeiten sind bereits vollendet.

8. Rasen überwässern

Sprinkleranlage wässert Rasen.
Sie möchten Ihren Rasen nicht überwässern? Eine gute Lösung dafür sind Sprinkleranlagen.

Nach der Rasenpflege muss der Rasen gut angegossen werden, damit die Samen keimen können und die Grashalme gut gedeihen können. Auch die Nährstoffe können durch eine Bewässerung einfacher ins Erdreich sinken. Wer den Rasen jedoch zu stark und zu punktuell gießt, kann Gefahr laufen, dass die Samen weggespült werden und Staunässe entsteht. Beides schadet der Rasenfläche enorm. Statt einen harten Wasserstrahl zu verwenden, den wir von Gießkannen oder Schläuchen kennen, sollten Sie lieber auf Sprinkleranlagen zurückgreifen. Sie gewährleisten eine breit gestreute und leichte Bewässerung. So bleiben alle Samen an Ort und Stelle und Staunässe wird vermieden.

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