Startseite Allgemein 13 Immergrüne winterharte Sträucher für den optimalen Sichtschutz

13 Immergrüne winterharte Sträucher für den optimalen Sichtschutz

Der Garten ist für viele im Sommer ein zusätzlicher Lebensraum, in dem man sich wohlfühlt und die unterschiedlichsten Dinge macht. Doch was tun, wenn die Nachbarn gar zu nahe und vielleicht auch noch neugierig sind? Dann hilft ein Sichtschutz, der bestenfalls aus wunderschönen immergrünen Pflanzen oder Sträuchern besteht, die noch dazu winterhart sind. Nachstehend einige Anregungen dazu.

Was bedeutet eigentlich immergrün?

Naja, grün und immer, werden Sie vielleicht meinen. Doch die Botanik hat dazu eine genauere Erklärung parat. Eine Pflanze gilt nämlich dann als immergrün, wenn Pflanzen das ganze Jahr über ihre Blätter behalten und diese nicht großflächig im Herbst bzw. in anderen Jahreszeiten abwerfen. Das Laub erneuert sich bei diesen Pflanzenarten in einem fortlaufenden Prozess, der allerdings kaum wahrnehmbar ist. Es befindet sich sozusagen ständig altes und neues Laub daran. Im Vergleich dazu gibt es wintergrüne Pflanzen, die ihr Laubkleid jeweils im Frühjahr komplett erneuern und damit während einiger Zeit kahl sind.

1. Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)

Nahaufnahme der Blätter des Kirschlorbeer
Kirschlorbeer muss in trockenen Sommern und Wintern regelmäßig gegossen werden.

Dieser Strauch, der ursprünglich aus Kleinasien stammt, kann bis zu 4 Meter hoch werden und ist damit vor allem für größere Hecken perfekt geeignet. Die immergrünen Blätter haben eine Ähnlichkeit zu Lorbeerblättern, die Steinfrüchte sind den Kirschen ähnlich. Er wächst auf normalen Gartenböden und stellt keine besonderen Ansprüche, außer dass er in trockenen Sommern und Wintern regelmäßig gegossen werden muss. Der Schnitt sollte im Frühjahr erfolgen, beachten Sie beim Setzen, dass Sie abhängig von der jeweiligen Sorte und Größe eine bis drei Pflanzen pro Meter setzen.

2. Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis)

Abendländischer Lebensbaum in einer Reihe
Der Abendländische Lebensbaum kann bis zu 20 m hoch werden.

Diese Zypressenart ist in ihrer Wildform in Nordamerika zu Hause, wo sie bis zu 20 Meter hoch werden kann. Die kultivierte bzw. Zuchtform für heimische Gärten wird deutlich niedriger und eignet sich hervorragend als Hecke. Dank des Laubs, das immergrün ist, ist sie blickdicht. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass die ätherischen Öle der Pflanze giftig sind.

Diese Sträucher lieben einen feuchten kalkhaltigen oder sandigen Lehmboden und einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Im ersten Jahr der Pflanzung sollten Sie sie sie eher feucht halten, später nur mehr bei großer Trockenheit gießen und manchmal mulchen. Wenn Sie eine besonders blickdichte Hecke haben möchten, sollten Sie diese immergrünen Sträucher regelmäßig im Juni und August schneiden. Beim Einpflanzen gilt es darauf zu achten, dass sie zwei bis drei Pflanzen pro Meter setzen.

3. Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana)

Äste der Scheinzypresse auf welchen Schnee liegt
Achtung! Die Scheinzypresse ist giftig!

Auch der Ursprung dieses immergrünen Strauches liegt in Nordamerika bzw. Asien. Heimische Arten können entweder als Strauch oder als Baum in Pyramidenform gepflanzt werden und bis zu 55 Meter hoch werden. Zu beachten ist, dass alle Pflanzenteile der Scheinzypresse giftig sind, und zwar sowohl für Mensch als auch Tier.

In Sachen Bodenbeschaffenheit mag es die Scheinzypresse, die im übrigen Ähnlichkeit mit der echten Zypresse hat, leicht sauer und feucht an einem sonnigen Standort. Steht sie zu schattig, wächst sie nur kümmerlich und verkahlt mit der Zeit. Einen frisch gepflanzten Strauch sollten Sie feucht halten, allerdings im Laufe der Zeit bzw. des Wuchses nur mehr bei großer Trockenheit Wasser geben und im Frühjahr und Herbst düngen.

Eine Hecke aus Scheinzypressen muss regelmäßig geschnitten werden, dann entwickelt sie auch einen starken Wuchs, der blickdicht ausfällt. Achten Sie darauf, nicht bis ins alte Holz zurückzuschneiden, da sonst etwaige Neuaustriebe fehlen. Beim Einpflanzen gilt es, zwischen 30 und 50 Zentimeter Abstand zwischen den Pflanzen zu behalten.

4. Immergrüne Stechpalme (Ilex aquifolium)

Blätter und Beeren der immergrünen Stechpalme
Die Stechpalme gibt es als Strauch sowie als Baum.

Sie kennen die Stechpalme vermutlich als beliebte Dekoration zu Weihnachten, vor allem die roten Beeren begeistern. Diese sind auch der Grund für eine zweite Bezeichnung dieses winterharten Strauches, denn dieser lautet Winterbeere. Typisch sind allerdings auch die dunkelgrünen Blätter, die glänzen und an der Seite eine dornige Zahnung aufweisen. Vorsicht ist bei Kindern angebracht, denn die Pflanze inklusive der Beeren ist hochgiftig.

Sie finden die Stechpalme entweder als Baum, der mehrere Meter hoch werden kann oder als Strauch, der sich gut für eine immergrüne Hecke eignet. Die Ilex mag einen feuchten und nährstoffreichen Boden, der allerdings nicht kalkhaltig sein sollte, und einen hellen, aber nicht sonnigen Standort. Im Frühjahr ist eine Düngung mit Laubkompost oder Rhododendrondünger sinnvoll, auch das Bedecken der Erde mit Rindenmulch mag die Stechpalme.

Bald im Frühjahr muss sie zurückgeschnitten werden, was auch bis ins Altholz erfolgen kann. Gießen müssen Sie diesen Strauch nur bei großer Trockenheit. Beim Setzen der Pflanze achten Sie bestenfalls darauf, abhängig von der Pflanzengröße zwischen zwei und sechs Sträucher pro Meter zu setzen.

5. Liguster (Ligustrum vulgare)

Blätter und Beeren des Liguster
Der Liguster eignet sich sehr gut als Sichtschutz.

Liguster ist unter vielen weiteren Bezeichnungen bekannt, beispielsweise Rainweide oder Hartriegel. Es gibt ihn in Europa sowohl als Laub abwerfenden als auch immergrünen Strauch, der sich optimal zur Bildung einer Hecke verwenden lässt. Sind die Temperaturen im Winter milde, wird das Laub einfach nach und nach im Frühjahr abgeworfen. Ist es hingegen sehr kalt, wird es schon früher abgeworfen.

Der Liguster eignet sich sehr gut als Sichtschutz und ist eine naturnahe Hecke, die auch von Vögeln und Insekten gerne angeflogen wird. Zu beachten ist allerdings, dass die Blätter und Früchte sehr giftig sind. Es reicht schon, wenn Sie beim Rückschnitt des Strauches mit dem Pflanzensaft in Berührung kommen, um Hautreizungen zu bekommen.

Diese immergrüne Heckenpflanze mag einen trocken oder nur mäßig feuchten und sandigen bzw. lehmigen Boden und einen sonnigen Standort. Sie ist gut trockenheitsverträglich, das heißt, sie hält auch eine längere Periode ohne Wasser gut aus. Wächst der Strauch schnell und stark, sollten Sie ihn zweimal jährlich, am besten im Frühsommer und Ende August, zurückschneiden. Über eine Düngung freut er sich im Frühjahr, vor allem, wenn Sie Kompost verwenden.

Wenn Sie eine Hecke als Sichtschutz planen, sollten Sie den Liguster so pflanzen, dass vier bis fünf Pflanzen pro Meter sind.

6. Buchsbaum (Buxus sempervirens)

viele Buchsbaume zu kugelförmig geformt
Achtung! Der Buchsbaum ist giftig!

Der Buchsbaum ist in Mitteleuropa beheimatet, wobei es tendenziell auf der nördlichen Halbkugel noch zusätzliche Arten gibt. Beliebt ist er aufgrund seiner erreichbaren Größe, die bis zu sechs Meter werden kann. Damit und mit seiner dichten Verzweigung eignet er sich optimal als Strauch für den Sichtschutz zum Nachbarn oder gegenüber der Straße.

Der Buxus ist allerdings in allen  seinen Pflanzenteilen giftig, jedoch beliebt, weil er anspruchslos ist.  Er mag einen durchlässigen Boden, allerdings keine Staunässe, und einen eher schattigen Standort. Auch wenn en  Bewässern sinnvoll ist, hält es dieser Strauch auch längere Zeit ohne Wasserzufuhr aus. Je öfter er geschnitten wird, desto dichter ist sein Wuchs. Beim Düngen sollten Sie auf Kompost oder speziellen Buchsbaumdünger setzen.

Beabsichtigen Sie eine kleine Hecke zu pflanzen wählen Sie 10 Stück Buchs für einen Meter, ansonsten eher 5 bis 6 Sträucher.

7. Glanzmispel (photinia x fraseri)

Glanzmispel im Freien
Die Glanzmispel stellt geringe Ansprüche, beim Boden mag sie es nährstoffreich und mäßig trocken.

Die Glanzmispel stammt aus der Familie der Rosengewächse und ist vor allem in Nordamerika bzw. Süd- und Ostasien zu Hause. Beliebt ist sie wegen ihrer Wuchsgröße, die bis zu 3 Meter erreichen kann und den bronzeroten Blattaustrieben. Wird der Strauch, der sich gut als Heckengewächs eignet, älter, wächst er vor allem in die Breite und entwickelt einen guten Sichtschutz. Die roten Früchte, die sich im Herbst auf den Ästen zeigen, sind eine beliebte Nahrungsquelle für Vögel. Für Menschen sind sie allerdings giftig, die übrigen  Pflanzenteile allerdings nicht.

Die Glanzmispel stellt geringe Ansprüche, beim Boden mag sie es nährstoffreich und mäßig trocken. Der Standort sollte sonnig und geschützt sein. Zu Anfang sollten Sie den Strauch regelmäßig gießen, im Frühjahr eine Ladung Kompost zur Pflanze geben. Nach der Blüte im Frühjahr gilt es einen Rückschnitt durchzuführen. Abhängig davon, wie dicht Sie Ihre Hecke mit Sichtschutz haben möchten, sollten Sie zwei bis drei Pflanzen pro Meter setzen.

Beachten Sie bei der Wahl der Glanzmispel, dass einige Sorten, beispielsweise Robusta, den Frost am besten vertragen.

8. Winterharter Bambus (Bambusoide)

Blätter des winterharten Bambusses
Der Bambus mag einen Standort in der Sonne bzw.im Halbschatten.

Bambus als Sichtschutz bzw. Hecke im Garten versprüht ein fernöstliches Flair. Vor allem die Bambus-Arten Fargesia, also der Schirmbambus, und die Phyllostachys, der Flachrohrbambus, sind hier sehr beliebt. Bedenken Sie aber, dass erstgenannte eher horstig wachsen und damit hoch werden, während sich die Phyllostachys-Arten eher in die Breite entwickeln.

Der winterharte Bambus mag nährstoffreiche Böden, die wasserdurchlässig sind und einen Standort in der Sonne bzw.im Halbschatten. Gepflanzt wird er am besten im Frühjahr, wobei Sie bedenken sollten, dass neben der Hecke mindestens ein Meter Platz bzw. Abstand sein sollte. Der Strauch mag einen regelmäßigen Rückschnitt, wobei dieser auch das Höhenwachstum einschränkt und die Hecke gesamt dichter werden lässt. Die beste Zeit dazu ist der Frühjahr, sobald sich die ersten Seitentriebe entfalten.

9. Dotterberberitze (Berberis stenophylla)

gelbe Blüten der Dotterberberitze
Die Berberitze mag einen sonnigen Standort

Die auch als schmalblättrige Berberitze bekannte Heckenpflanze besticht nicht nur durch ihre immergrünen Blätter, sondern auch mit den gelb-orangefarbenen Blüten, die sich im Frühsommer zeigen, und blauschwarze kugelige Beeren im Herbst. Die Wuchshöhe liegt bei bis zu zwei Metern, womit sie sich perfekt als Sichtschutz, der noch dazu winterhart ist, eignet.

Die Berberitze mag einen sonnigen Standort, der viel Platz bietet, weil sie vor allem in die Breite wächst. Der Boden sollte nährstoff- und humusreich sein. Diese immergrüne Heckenpflanze darf nicht häufig geschnitten werden, wobei ein Verjüngungsschnitt pro Jahr durchaus angeraten ist.

10. Schachtelhalm (Equisetum japonicum)

Nahaufnahme eines Schachtelhalms
Der Schachtelhalm kann bis zu 1,5 Meter hoch werden.

Auch wenn der Schachtelhalm eigentlich als Teichpflanze beliebt und bekannt ist, eignet er sich dank seiner Wuchshöhe von bis zu 1,5 Meter auch als Sichtschutz. Er breitet sich rasch und gerne aus. Er mag einen sonnigen bis schattigen Standort mit feuchtem Boden, der wenig durchlässig ist. Dann kann er in Abständen von 20 bis 60 Zentimeter gepflanzt werden und entwickelt schnell eine Heckenbildung, die immergrün ist. Im Juni und Juli bildet er auch noch rispenförmige gelbe kleine Blüten, die ein zusätzlicher Hingucker sind. In Sachen Bewässerung und Düngung ist dieser winterharte Strauch pflegeleicht und hat wenig Anspruch.

11. Elefantengras (Miscanthus x giganteus)

Elefantengras im Freien
Elefantengras mag einen nährstoffreichen und kalktoleranten mäßig feuchten Boden.

Ja, Sie haben richtig gelesen, da das Elefantengras bis zu drei Meter hoch werden kann, ist es herrlich als Sichtschutz bzw. Hecke zu verwenden. Dazu ist das Riesen-Chinaschiff, wie diese Pflanze auch genannt wird, sehr pflegeleicht und absolut winterhart. Vor allem wenn Sie in Ihrem Garten einen Teich haben, können Sie dieses Immergrün als Randzone verwenden.

Elefantengras mag einen nährstoffreichen und kalktoleranten mäßig feuchten Boden. Es fühlt sich an einem sonnigen Standort besonders wohl und zeigt dann im Herbst auch filigran rosa Blüten. In Sachen Pflege ist dieser Sichtschutz sehr genügsam, Sie müssen nur mäßig gießen und die Pflanzen im Frühjahr zurückschneiden.

12. Rhododendron (Rhododendron)

lila farbene Blüten des Rhododendron
Der Rhododendron bevorzugt zum gießen Regenwasser.

In vielen Gärten ist der Rhododendron ein echter Hingucker. Dies allein schon wegen der großen herrlichen Blüten, aber auch wegen seiner immergrünen Blätter. Wichtig ist ein kalkfreier und lockerer Boden mit humusreicher Erde, die auch feucht sein sollte. Bevorzugt wird ein kühl-feuchter Standort und mäßiges Gießen, allerdings auf keinen Fall mit Leitungswasser. Verwenden Sie dazu ausschließlich Regenwasser und entfernen Sie die verblühten Blüten regelmäßig, damit die Pflanze neue Blütenknospen bilden kann.

Wichtig ist auch eine regelmäßige Düngung, die zeitig im Frühjahr erfolgen sollte. Dazu streuen Sie am  besten Hornspäne oder organischen Dünger für Rhododendren aus.

13. Efeu (Hedera helix)

Nahaufnahme Blätter Efeu
Der Efeu fühlt sich auf halbsonnigen Standorten am wohlsten.

Eine Kletterpflanze als Sichtschutz? Ja, in diesem Fall schon. Denn wenn Sie den Efeu mit einer Rankhilfe verwenden, ist er optimal geeignet, um neugierige Nachbarblicke auszusperren. Um eine Hecke wachsen zu lassen, sollten Sie auf die richtigen Sorten setzen. Infrage kommen da der Gewöhnliche Efeu (Hedera helix) und der Großblättrige Efeu (Hedera hibernica). Letzterer wird auch als Irischer Efeu bezeichnet. Beide erweisen sich als winterhart und punkten mit ihren glänzenden dunkelgrünen Blättern. Die langen Triebe wurzeln allerdings bei Kontakt mit der Erde, sodass Sie hier beachten sollten, den Efeu komplett sich selbst zu überlassen.

Diese pflegeleichte Sichtschutzpflanze kommt mit jedem Boden gut zurecht und mag halbsonnige Standorte. Ein absolutes Muss ist der regelmäßige Rückschnitt dieser Heckenpflanze, der ein- bis zweimal erfolgen soll. Grundsätzlich müssen Sie dabei auch nichts weiter beachten, außer dass Sie bevorzugt bei schattigem Wetter diese Gartenarbeit verrichten sollten. Sonst besteht die Gefahr, dass die durch den Schnitt plötzlich dem Licht ausgesetzten Blätter „Sonnenbrand“ erleiden.

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