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Gartenabfälle richtig entsorgen – Was dabei zu beachten ist

Wer einen Garten sein Eigen nennt, der sollte diesen auch regelmäßig pflegen, damit er seine Schönheit nicht verliert. Der Garten wird im Laufe der Zeit immer mehr die freien Plätze einbüßen, wenn die Natur sich ungehindert ausbreiten kann. Regelmäßiges Zurückschneiden ist wichtig, damit der Garten sein Licht und Freiraum behält.

Doch wer seine Pflanzen, den Rasen, Hecken und Sträucher regelmäßig zurückschneidet, der steht schnell vor dem nächsten Problem. Wohin mit den Abfällen? Immer öfter ist zu beobachten, dass Gartenabfälle wie Grünschnitt, Strauchschnitt, Fallobst oder dergleichen in den ortsnahen Wäldern, dem Böschungsbereich von Flüssen oder auch in Auen entsorgt wird.

Im Wald dürfen keine Gartenabfälle entsorgt werden!

Gartenabfälle.
Wer Gartenabfälle im Wald entsorgt, kann mit einem Bußgeld von bis zu 20.000 Euro bestraft werden.

Vielen Menschen kommen bei der Frage „Wie wird am besten der Grünschnitt entsorgt“, der nahe gelegene Wald in den Sinn. Allerdings ist dies nicht erlaubt, denn dieser wilde Gartenabfall kann dem Wald und der Natur große Probleme bereiten. Rechtlich gelten Grünschnitt, Laub, Gras und alle anderen kompostierbare Materialien als Abfall und dürfen daher nicht im Wald, der freien Natur und auf Grünflächen entsorgt werden. Aus diesem Grund dürfen Gartenabfälle dort nicht entsorgt werden.

  • Es kann durch Grünschnitt (frisch gemähter Rasen) und die damit verbundene Fäulnis zu Gärung im Unterholz kommen. Schlussendlich kann dies bis zur Selbstentzündung kommen.
  • Nicht nur der Rasen kann zu Krankheiten führen, auch Baumschnitt und andere Zweige.
  • Aufgrund von fremden „Abfällen“ im Wald können Tiere verscheucht und auch der umliegenden Flora geschadet werden.
  • Der natürliche Nährstoffkreislauf des Waldes kann durch Schimmel auf den Gartenabfällen gefährdet werden.

Wer erwischt wird, wie er Grünschnitt und andere Gartenabfälle im Wald entsorgt, kann eine Strafe von bis zu 20.000 € bekommen. Dabei wird von einer Ordnungswidrigkeit nach dem Abfallrecht gesprochen und zudem verstößt es gegen waldrechtliche Vorschriften.

Das Gleichgewicht der Natur wird durch Abfälle zerstört

Gartenabfälle.
Viele Menschen wissen nicht, dass Gartenabfälle, bei nicht richtiger Entsorgung der Natur schaden können.

Viele Menschen möchten der Natur gar keinen Schaden zufügen und gehen davon aus, dass es sich bei Gartenabfällen nicht um Müll, sondern um gleiches Material handelt. Allerdings ist es nicht so.

  • Durch die Stickstoffeinträge wird der Nährstoffhaushalt des Waldes gestört. Aufgrund dessen kommt es vermehrt zu der Ausbreitung von stickstoffhaltigen Pflanzen wie beispielsweise Brennnesseln. Anspruchsvollere Pflanzen weichen aufgrund der Stickstoffüberdüngung.
  • Die Mikroorganismen im Boden werden aufgrund der Gärung und Fäulnisbildung (vor allem bei Rasenschnitt) gestört. Dadurch wird auch der natürliche Nährstoffkreislauf gestört.
  • Die heimischen Pflanzen in den Wäldern können aufgrund der Wurzeln, Zwiebeln, Knollen und Samen verdrängt werden, da sich die anderen Pflanzen ausbreiten
  • Es kann Nitrat in den Boden gelangen aufgrund der Gartenabfälle. Dies findet sich schlussendlich im Grundwasser wieder
  • Befindet sich an einer Stelle Abfälle wie Gartenabfälle im Wald, kommt meist mehr hinzu durch Nachahmer und die Stelle wird so innerhalb kürzester Zeit zur Deponie
  • Diese Art der Entsorgung ist nicht umweltfreundlich und forstgerecht und wird daher mit Bußgeld geahndet

Biotonne – Was gehört rein?

Biotonne.
Rasen-, Strauch– oder Baumschnitt-Abfälle gehören nicht in die Biotonne.

Entweder kompostieren Sie die pflanzlichen Abfälle selbst oder geben diese in die Biotonne. Sie können Rasen-, Strauch– oder Baumschnitt zu jeden der über 30 öffentlichen Grüncontainerplätze bringen. Ebenfalls Grüncontainerplätze befinden sich auch auf den Altstoffsammelzentren.

Auf diesen Plätzen dürfen andere pflanzliche Abfälle wie Fallobst, Küchenabfälle und Asche nicht abgelegt werden. Es ist nicht möglich, diese gesammelten Materialien weiterzuverarbeiten. Diese sollten in der Biotonne oder in der Eigenkompostierung entsorgt werden.

Was muss beachtet werden bei einer gewerblichen Anlieferung zum Abfalllogistikzentrum?

Abfalllogistikzentrum.
Gewerbliche Grünabschnitte können gegen Entgelt an Abfalllogistikzentren geliefert werden.

Kostenlos im Abfalllogistikzentrum angegeben werden können Gartenabfälle, wenn der Garten durch einen Gewerbebetrieb geschnitten und gepflegt wurde. Dazu erhalten Sie ein Formular, welches Ihnen bestätigt, dass der Abschnitt aus einem privaten Garten kommt. Lediglich gegen ein Entgelt können gewerbliche Grünabschnitte angeliefert werden. Ebenso können nur bei einem gewerblichen Entsorger Wurzelstöcke abgeliefert werden.

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Bei den Grüncontainerplätze sind gewerbliche Anlieferungen verboten

Grüne Tonne.
Öffentliche Grüncontainerplätze sind für kleine Mengen gedacht.

Öffentliche Grüncontainerplätze sind vor allem für Menschen gedacht, die für ihre Grün- und Strauchabschnitte keine Möglichkeit haben, dies mit einem Fahrzeug zu entsorgen. Es ist verboten, dort große Mengen anzuliefern. Ebenso ist die Anlieferung von Gewerbebetrieben verboten. In Säcken abgelegt werden darf das Material nicht, denn dies müsste dann mühsam aussortiert werden. Im Grüncontainer hat natürlich auch kein Restmüll, Bauholz oder Möbelholz zu suchen.

Fordern Sie Ihre Biotonne an

Offene gefühlte Biotonne.
Plastik und Restmüll gehören u.a. nicht in die Biotonne.

Können oder möchten Sie Ihre Bioabfälle nicht selbst kompostieren, können Sie eine Biotonne telefonisch bei der Abfallwirtschaft beantragen.

In die Biotonne gehören folgende Abfälle

  • Obst- und Gemüseabfälle sowie Gartenabfälle
  •  Strauch- und Grünschnitt
  • Bananenschalen und Zitrusfrüchte
  • Speisereste und verdorbene Lebensmittel ohne Verpackung
  • Kaffeepulver und Teebeutel mit Filter und Papierbeutel
  • Eierschalen, Federn, Haare
  • Schnittblumen, Topfpflanzen (ohne Topf)
  • Holzasche
  • kompostierbares Katzenstreu
  • Kleintiermist von Pflanzenfressern

Diese Abfälle dürfen nicht in die Biotonne

  • Plastik und Restmüll
  • Katzenstreu, welches nicht kompostierbar ist
  • Hygieneartikel, Windeln
  • Speisefette und Öle
  • Flüssigkeiten
  • Asche von Stein-, Braun-, Grillkohle und Koks
  • Styropor und Kunststoffverpackungen

Sammeltipps und Pflege zu Biomüll und Kompost

Gartenabfälle.
Sollten Sie sich dafür entscheiden selbst zu kompostieren, kann ein Biomüllbehälter sinnvoll sein.

Ein Biomüllbehälter kann sinnvoll sein, auch dann, wenn Sie selbst kompostieren, denn oftmals will oder können Unkraut, Speisereste und auch Unmengen an Fallobst nicht kompostiert werden. Im Jahr kostet ein Biomüllbehälter von 80 l nur wenige Euro. Dort können Sie die Dinge entsorgen, die in Ihrem Kompost nichts zu suchen haben oder die Sie dort nicht entsorgt haben möchten.

So pflegen Sie Ihre Biotonne am besten

Biotonne.
Es ist sehr wichtig, die Biotonne zu pflegen.

Damit die Biotonne nicht anfängt zu „leben“, ist auch an dieser Stelle Pflege wichtig.

  • Stellen Sie die Biotonne an einen schattigen Platz auf, lassen diese in regelmäßigen Abständen entleeren und reinigen diese bei Bedarf
  • Streuen Sie trockenes Material ein wie Laub oder Häckselgut
  • Decken Sie mit alter Blumenerde, Urgesteinsmehl, Düngekalk oder Sägespänen ab
  • Das Ankleben des Biomülls an der Tonne wird durch die Verwendung von Vorsammelsäcken verhindert
  • Für eine Belüftung sorgen Zweige und Holzkeile zwischen Tonne und Deckel
  • Fliegen werden durch verdünnte Essigessenz verschreckt, mit der Deckel und Behälterrand abgewischt werden
  • Bevor frischer Rasenabfall in die Biotonne kommt, sollten diese zuerst getrocknet werden

Tipps zum Sammeln für die Küche

Biomüll.
Ausgepresste Zitronenschalen können schlechte Gerüche vermeiden.
  • Legen Sie den Behälter mit Papier, Säckchen aus Papier oder Maisstärke aus. Dabei sollten Sie jedoch darauf achten, ob dieser kompostierbar ist.
  • Schälen Sie Obst oder Gemüse direkt auf Küchenrolle oder Papier. Entsorgen Sie die Abschnitte dann eingewickelt im Sammelbehälter.
  • Den Geruch von Nelkenöl und Sandelholz mögen Fruchtfliegen nicht
  • Zur Pflege des Biomülls lassen sich ausgepresste Zitronenschalen hervorragend nutzen. Reiben Sie den gereinigten Behälter gut damit aus, lassen es einwirken und spülen dies mit Wasser nach. Schlechten Gerüchen kann damit vorgebeugt werden.
  • Entleeren Sie den Behälter regelmäßig. Sinnvoll ist eine tägliche Leerung, ihn säubern und verschlossen halten.

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