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Orchideen richtig pflegen: Tipps zum Standort, umtopfen, schneiden und gießen 

Veröffentlicht am 10 Feb., 2026

Orchideen, insbesondere die Phalaenopsis, sind beliebte Zimmerpflanzen, die durch ihre elegante Blüte beeindrucken. Doch wie pflegt man diese Schönheiten richtig, insbesondere wenn es um den Rückschnitt und das Umtopfen geht? Hier geben wir dir wertvolle Tipps, damit deine Orchideen auch nach einem Rückschnitt und Umtopfen wieder prächtig gedeihen. 

Verschiedene Orchideenarten sind in der Gärtnerei Berchtenbreiter in München-Giesing vor Ort erhältlich – Blumensträuße, Trauerfloristik und Pflanzzubehör gibt es im Online Shop. 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt? 

Nach der Blütephase kommen viele Orchideen in ein Stadium, in dem die Blüten langsam verblühen und der Stängel gelb wird. Ab diesem Moment kann die Orchidee zurückgeschnitten werden, was ihr hilft, neue Triebe und Blüten zu entwickeln. 

  • Phalaenopsis Orchideen: Diese Orchideen blühen bis zu einem halben Jahr. Wenn die Blüten langsam verwelken und der Stängel beginnt, gelb zu werden, ist es an der Zeit, den Rückschnitt vorzunehmen. 
  • Knotenpunkte der Orchidee: Orchideen bestehen aus sogenannten Nodien (Knotenpunkten), aus denen neue Triebe und Blätter wachsen. Wenn du den Stängel zurückschneidest, solltest du immer über einem dieser Knotenpunkte schneiden, um das Wachstum neuer Triebe zu fördern. 

Tipp: Achte darauf, dass mindestens ein bis zwei Knotenpunkte am Stängel verbleiben. Dies gibt der Pflanze mehr Möglichkeiten zum Austrieb. 

Orchidee Rückschnitt – So gehts richtig

Der Rückschnitt sollte mit einer sauberen, scharfen Schere erfolgen, um die Pflanze nicht unnötig zu schädigen. Wenn du die Orchidee zurückschneidest, solltest du darauf achten, dass keine unnötigen Teile der Pflanze entfernt werden. Entferne auch die Hilfsstäbe, die möglicherweise während der Blütephase verwendet wurden, da sie nun nicht mehr benötigt werden. 

  • Rückschnitt oberhalb des zweiten Knotens: Orchideen bestehen aus sogenannten Nodien (Knotenpunkten), aus denen neue Triebe und Blätter wachsen. Wenn du den Stängel zurückschneidest, solltest du immer über einem dieser Knotenpunkte schneiden, um das Wachstum neuer Triebe zu fördern. Schneide deshalb den Stängel oberhalb des zweiten Knotens ab, da die Pflanze dann noch genügend Energie hat, um neue Verzweigungen zu bilden. 
Orchidee Rückschnitt

Orchideenblätter pflegen 

Orchideen benötigen saubere Blätter, um ausreichend Photosynthese betreiben zu können. Staub und Schmutz können die Pflanze schwächen und den Wachstumsprozess stören. Ein einfacher Trick ist, die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch oder Schwamm zu reinigen. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass keine Schäden an den empfindlichen Blättern entstehen. 

Tipp: Achte darauf, dass du die unteren Blätter, die bereits weich und vertrocknet sind, vorsichtig entfernst, da sie keinen Nutzen mehr für die Pflanze haben. 

Orchidee Staub entfernen

Orchidee Umtopfen

Das Umtopfen ist ein wichtiger Schritt, um die Orchidee in frischem Substrat wachsen zu lassen und gesunde Wurzeln zu fördern. 

  • Wann umtopfen? Orchideen sollten alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden, oder wenn das Substrat zu stark abgebaut ist und nicht mehr genügend Luft an die Wurzeln lässt. 

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • Nimm die Orchidee vorsichtig aus ihrem alten Topf. Wenn die Wurzeln mit dem Topf verwachsen sind, kann es helfen, den Topf leicht zu drücken. 
  • Entferne das alte Substrat vorsichtig von den Wurzeln. Achte darauf, beschädigte oder abgestorbene Wurzeln zu entfernen. 
  • Verwende spezielles Orchideensubstrat, das aus kleinen Rindenstückchen besteht und luftdurchlässig ist. Das Substrat sorgt dafür, dass das Wasser gut abfließt und die Wurzeln ausreichend Sauerstoff bekommen. 
  • Setze die Orchidee in den neuen Topf und fülle den Topf vorsichtig mit frischem Substrat auf. Drücke das Substrat nicht zu fest an, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. 

Tipp: Beim Umtopfen sollte die Orchidee in einem durchsichtigen Topf kultiviert werden, damit genügend Licht an die Wurzeln gelangt. 

Orchidee umtopfen

Die richtige Pflege nach dem Umtopfen

Nach dem Umtopfen ist es wichtig, die Orchidee gut zu pflegen, damit sie sich von der Umstellung erholt und neue Triebe bildet. 

  • Wasser: Verwende abgestandenes Leitungswasser, das Zimmertemperatur hat. Gieße die Orchidee vorsichtig und lasse das Wasser gut ablaufen. Achte darauf, dass die Pflanze nicht zu lange im Wasser steht, da dies Wurzelfäule verursachen kann. 
  • Standort: Stelle die Orchidee an einen hellen, aber nicht direkt sonnigen Platz. Ein Fensterplatz, der nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist, ist ideal. 

Geduld beim Warten auf neue Blüten

Nach dem Umtopfen und Rückschnitt kann es einige Monate dauern, bis die Orchidee wieder blüht. Geduld ist gefragt! In der Zwischenzeit sollte die Orchidee nur sparsam gegossen werden, etwa alle zwei Wochen, und gedüngt wird erst wieder, wenn neues Wachstum sichtbar wird. 

Tipp: Der ideale Standort für eine Orchidee ist in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit, etwa im Badezimmer oder in einem Wintergarten. 

Fazit

Das Umtopfen und der Rückschnitt von Orchideen sind wichtige Pflegemaßnahmen, um die Pflanzen gesund und blühfreudig zu halten. Mit den richtigen Techniken und etwas Geduld kannst du deine Orchideen wieder zu einer prächtigen Blühpflanze entwickeln. Achte auf den richtigen Zeitpunkt für den Rückschnitt, verwende spezielles Orchideensubstrat und stelle sicher, dass deine Orchidee an einem hellen, aber nicht zu sonnigen Platz steht. 

Wenn du diese einfachen Tipps beachtest, wirst du mit etwas Geduld eine Orchidee haben, die dir über Jahre hinweg Freude bereitet. 

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Bereits als Kind hat Tobias Hertzog den Garten und die Natur geliebt. Mit seinem Fachwissen über Pflanzen und seinen kreativen Ideen zur Gartengestaltung bereichert er das Team immer wieder. Außerdem, begeistert er sich, genau wie Ferdinand Zankl, für alles rund um Chili und ist regelmäßig bei allerlei Tastings auf dessen YouTube-Kanal zu sehen.

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