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Blumen im Januar: 8 Blumen, die im ersten Monat des Jahres blühen

Die niedrigen Temperaturen im Januar sind für die meisten Blumen zu kalt. Es gibt jedoch einige Exemplare, die trotz der frostigen Temperaturen Farbe in die winterlichen Welten des Januars bringen. Einige Blumen sind sogar dafür bekannt, den Frühling anzukündigen. Wir zeigen Ihnen acht Blumen, die im Januar Fensterbänke, Wintergärten oder Gärten zieren. 

Ein kurzer Überblick: Diese 8 Blumen blühen im Januar

  1. Schneeglöckchen (Galanthus) 
  2. Winterlinge (Eranthis hyemalis) 
  3. Christrosen (Helleborus niger) 
  4. Schneeheide (Erica carnea)
  5. Amaryllis (Hippeastrum) 
  6. Ranunkel (Ranunculus asiaticus)
  7. Kamelie (Camellia japonica) 
  8. Narzissen (Narcissus)

1. Schneeglöckchen (Galanthus) 

freya-photographer

Schneeglöckchen, auch Winterschneeglöckchen genannt, zieren in natürlicher Umgebung Wiesen im Winter. Mit ihren weißen, hoch gelegenen Blüten ragen sie aus dem Gras oder Schnee hervor. Ein interessanter Fakt: Die Triebspitzen der Schneeglöckchen sondern Wärme ab und bringen den umliegenden Schnee zum Schmelzen. Aus diesem Grund haben wir immer einen freien Blick auf die Blumen.

Die glockenförmigen Blüten, die sich stets in Gruppen entwickeln, sind charakteristisch. Schneeglöckchen lassen sich genauso in einer Kübelkultur an hellen Standorten kultivieren. Eine Fensterbank mit Ostausrichtung ist ideal. Bei der Wahl des Standorts ist darauf zu achten, dass die Pflanze außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren ist. Denn Schneeglöckchen sind in allen ihren Pflanzenteilen giftig. 

2. Winterlinge (Eranthis hyemalis) 

Andrew Linscott

In freier Natur zieren Winterlinge teilweise ganze Abschnitte von Wiesen und Landschaften. Mit ihren gelben Blüten offenbart sich ein unvergleichliches Bildnis und Farbspektrum. Blühende Winterlinge lassen sich auch im Januar bestaunen. Die Blumen sind frosthart und feuchte Standortbedingungen gewohnt. Die Knollenblumen zeigen sich insbesondere in milden Zeiten des Januars. Damit die Pflanzen allerdings austreiben können, müssen die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen. 

Es ist somit von den Temperaturen abhängig, ob sich Winterlinge in freier Natur bereits im Januar bestaunen lassen. In Innenräumen lassen sich Winterlinge in jedem Fall kultivieren. Halbschattige Standorte, milde Temperaturen sowie humose Bodenbedingungen bieten beste Voraussetzungen. 

3. Christrosen (Helleborus niger) 

aniana

Christrosen verschönern Winterlandschaften. Die weißen Blüten ragen aus dem Schnee empor und zieren im Januar sowohl Wiesen als auch Balkonkästen und Vorgärten. Als beliebte Weihnachtspflanze begleitet die Christrose uns während des Jahreswechsels. Die Blütezeit beginnt bereits im November und endet im Februar. Robust und pflegeleicht ist sie gleichermaßen. Die Christrose kennzeichnet eine gute Winterhärte, der buschige bis kompakte Wuchs sowie ihre Standfestigkeit. Die Kultivierung bietet sich an halbschattigen und windgeschützten Standorten an. Sollten Sie eine Kübelkultur bevorzugen, sollten die Kübel wettergeschützt stehen, um Staunässe zu vermeiden. Eine Drainage-Schicht bietet sich zusätzlich an, damit überschüssige Flüssigkeit ablaufen kann. Sollte die Christrose draußen kultiviert werden, gilt es die Wurzeln insbesondere in einer Kübelkultur vor Frost zu schützen. Hornspäne bieten sich als organisches und natürliches Frostschutzmittel an. 

4. Schneeheide (Erica carnea)

Die Schneeheide ziert Kübel vor der Haustür oder Gräber – über den gesamten Winter hinweg. Die winterharten Pflanzen bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte und gelten als sehr robust. Blumen wie die Schneeheide kennzeichnen sich durch ihre rispenförmige Wuchsform. Die Blüten nehmen dabei eine rosafarbene bis violette Farbe an. Je nach Art der Schneeheide können sich die Farben unterscheiden. So gibt es auch blaue Varianten der Schneeheide. Ihr buschiger und kompakter Wuchs ist für sie charakteristisch. Besonders schön: Bei guter Pflege sind die Pflanzen immergrün. Optisch sind sie so auch außerhalb der Blütezeit ein Highlight im Garten. Befinden sich mehrere Schneeheiden nebeneinander im Vorgarten oder Beet, wirken die Blumen wie ein Polster. Grund hierfür ist der teppichbildende Wuchs

Die Hauptblütezeit der Schneeheide befindet sich übrigens nicht im Januar. Einzelne Züchtungen und Arten blühen jedoch bereits in diesen Monaten. Die Blütezeit kann bis in den April reichen. 

5. Amaryllis (Hippeastrum) 

Eine der beliebtesten Blumen zur Weihnachtszeit ist die Amaryllis, auch Ritterstern genannt. Die Blüte sticht bei der Zwiebelblume sofort ins Auge. Zu Gesicht bekommen wir sie in den Monaten Dezember, Januar und Februar. Je nach Art der Amaryllis bilden sich die Blüten in roten, weißen oder mehreren Farben. Besonders bekannt ist die rote Farbe der Amaryllis. Insbesondere als Blütenschmuck oder Schnittblume findet sie Einsatz.

Es ist jedoch ebenfalls möglich, die Amaryllis als Zimmerpflanze zu kultivieren. Ideal sind hierfür halbschattige Standortbedingungen sowie eine mäßige Frische des Bodens. Eine Kübelkultur ist dafür geeignet. Für eine gute Durchlässigkeit bieten sich kiesige Bodenverhältnisse mit einer guten Drainage-Schicht an. 

6. Ranunkel (Ranunculus asiaticus)

Normalerweise erblühen Ranunkeln in den Monaten von April bis Juni. Spezielle Züchtungen ermöglichen es jedoch, dass die Blumen bereits im Januar erblühen. Möglich ist dies durch Gewährleistung einer konstanten Wärmezufuhr. Wer möchte, kann Ranunkeln auch im eigenen Mini-Gewächshaus so züchten, dass sie bereits im Januar austreibt. 

Bereits entwickelte Pflanzen gelten als robust. Sie sind frost- und winterhart. Bis zu minus zehn Grad halten sie stand. Damit sich die Blüte im Januar bereits zeigt, benötigt es jedoch höhere Temperaturen. Die Kultivierung als Zimmerpflanze macht dies möglich. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Blumen an halbschattigen Standorten anwachsen und nährstoffreiche Bodenverhältnisse sichergestellt sind. Ohne eine zusätzliche Energiezufuhr hat die Blume keine Möglichkeit, die Blüten frühzeitig herauszubilden. Optimale Bedingungen müssen somit stets gegeben sein. 

7. Kamelie (Camellia japonica) 

Wann die Kamelie blüht, ist von der Art abhängig. So gibt es Arten der Kamelie, die in den Frühjahresmonaten von März bis Mai blühen. Weiterhin gibt es solche, die im Winter blühen. Kamelien wie „Freedom Bell”, „Elegans” oder „Hagoromo” sind Beispiele hierfür. Die Winterblüher zeigen ihre schönen Blüten auch im Schnee. Die Teestrauchgewächse erinnern mit ihren pinken bis roten Farben und dem dichten Blütenstand auf den ersten Blick an Rosen. Manche Arten sind zudem weiß oder verfügen über weiße Flecken. Nicht nur in ihrer Farbe, auch in ihrer Form können sich Kamelien unterscheiden. So gibt es einfache sowie gefüllte Blüten. 

Sollten Sie die Kamelie als Zimmerpflanze kultivieren, benötigen Sie helle Räumlichkeiten mit milden Temperaturen. Die Kamelie ist nämlich an kalte Wetterbedingungen gewöhnt. Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad sind empfehlenswert. Eine Abstellkammer, ein unbeheizter Wintergarten oder ein kühles Schlafzimmer bieten gute Bedingungen. 

8. Narzissen (Narcissus)

Ole Schoener

Narzissen erblühen in den Monaten von Februar bis Mai. Nur besondere Züchtungen treiben bereits im Januar aus und offenbaren ihre Blüten. Es ist also möglich, Narzissen bereits im Januar zu kultivieren. Standort- und Wachstumsbedingungen müssen jedoch ideal sein. Andernfalls könnte sich eine Januarpflanzung negativ auf das Wachstum der Narzissen auswirken. Die Osterglocken benötigen Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad, helle Lichtverhältnisse sowie wettergeschützte Standorte. Schnee könnte schnell dazu führen, dass die Zwiebeln absterben. Sollten Narzissen also frühzeitig kultiviert werden, bietet sich eine Kübelkultur an. So können Sie diese frost- sowie wettergeschützt anpflanzen. Dann zeigen sich die weißen oder gelben Blüten schon bald in voller Pracht. 

Fazit

Einige sehr schöne Blumen bringen bei richtiger Pflege und Züchtung bereits im Januar ihre volle Blütenpracht zum Vorschein. Wollen Sie auch im Winter nicht auf schöne Blumen verzichten, können Sie mit etwas Aufwand dafür sorgen, dass eine oder mehrere der hier genannten Blumen im Januar in Ihrem Garten oder auch Ihren Wohnräumen blühen. Gutes Gelingen!

FAQ

Welche Blumen blühen im Januar?

Folgende 8 Blumen können im Januar blühen: Schneeglöckchen, Narzissen, Amaryllis, Ranunkeln, Kamelien, Schneeheiden, Christrosen und Winterlinge.

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