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13 heimische Sträucher für beste Standortbedingungen

Wir lieben Exoten im eigenen Garten und möchten diese nicht missen. Zwischen den Exoten dürfen im Garten gerne auch heimische Sträucher gesetzt werden. Für sie gelten in unseren Breitengraden die besten Standortbedingungen, doch nicht nur das: Heimische Pflanzen sind auch wichtig für die Artenvielfalt.

Nützlinge und Vögel ernähren sich von den Früchten der heimischen Sträucher und verwenden diese als Brutstelle. Die Nahrungsquellen fallen bei heimischen Sträuchern deutlich höher aus als bei den Exoten. Für Bauherren gibt es daher mittlerweile bereits Auflagen, welche Pflanzen in einem Garten gesetzt werden sollten. Wir alle können uns aber der Natur verschreiben und unseren Beitrag zur Artenvielfalt leisten, indem wir heimische Gehölzer anpflanzen. 13 Optionen stellen wir Ihnen vor.

1. Felsenbirne (Amelanchier ovalis)

Felsenbirne (Amelanchier ovalis)

Die Felsenbirne zählt zu den Großsträuchern und wird häufig mit einem Baum verwechselt. Ihre schirmförmige Krone wirkt in der Blütezeit besonders imposant. Im Monat April umhüllen weiße Blüten die Blattkrone. Futter für Nützlinge und Vögel gibt es im Spätsommer in Form von Beeren.

Ihre Vielfalt zeigt die Felsenbirne jedoch nicht nur in der Blüte. Auch die Verfärbung der Blätter pünktlich zum Eintritt des Herbstes ist schön anzusehen. In dieser Zeit leuchtet die Felsenbirne in gelben und orangen Farbgebungen. Kurz darauf verliert sie ihr Laub und im nächsten Jahr nimmt der Kreislauf wieder seinen Lauf.

2. Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)

Wolliger Schneeball (vibumum lantana) im Weiß

Sträucher wie der Wollige Schneeball sind buschig gewachsen und wirken zunächst unscheinbar. Mit Eintritt der Blüte zeigt sich die Namensgebung des Strauches. Die Blüten formen sich wie Schneebälle und leuchten in weißen Farben. Im Juli trägt der Wollige Schneeball zudem rote Früchte. Rot sind auch die Verfärbungen, welche die Blätter in den Herbstmonaten an den äußeren Enden eines jeden Einzelblattes annehmen.

Sonnige bis halbschattige Standorte bieten beste Wachstumsbedingungen für die Flachwurzler. Pflegeleicht sind sie obendrein. Sie sind schnittfest, winterhart und benötigen nur eine mäßige Bewässerung.

3. Hundsrose (Rosa canina)

Hundsrose (Rosa canina)

Blüht die Hundsrose, riechen wir Sträucher aus mehreren Metern Entfernung, wenn der Wind richtig steht. Die rosafarbenen Einzelblüten duften frisch und umhüllen den aufrecht wachsenden Strauch. Bewundern können wir die Schönheit des Strauches in den Monaten Juni bis Juli. Die einheimische Wildrose ist frosthart und bevorzugt keinen bestimmten Standort. Sowohl sonnige als auch schattige Plätzchen kommen infrage.

Die Früchte der Hundsrose stellen nicht nur eine Nahrungsquelle für Vögel und Insekten dar, sondern können auch zu Marmelade oder Gelee verarbeitet werden.

4. Gewöhnliche Vogelbeere (Sorbus aucuparia)

Gewöhnliche Vogelbeere (Sorbus aucuparia)

Die Gewöhnliche Vogelbeere ist auch unter dem Namen Eberesche bekannt und ist sowohl als Baum als auch als Strauch in unseren Breitengraden heimisch. Die rot leuchtenden Beeren des Gehölzes bieten eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel in den letzten Sommermonaten. Die Beeren befinden sich im August an den Gehölzern und sind nicht für den Verzehr durch Menschen geeignet.

An den Standort stellt die Gewöhnliche Vogelbeere keine Ansprüche. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass die Bodenverhältnisse frisch sind. Eine regelmäßige Bewässerung stellt ein gutes Wachstum des Tiefwurzlers sicher.

5. Liguster (Ligustrum)

Liguster (Ligustrum)

Das Ölbaumgewächs erfreut sich hoher Beliebtheit in den deutschen Gärten und findet sowohl in Einzelstellung als auch in Form einer Sichtschutzhecke häufig Anwendung. Zugleich gilt Liguster als besonders robust und pflegeleicht und kann sowohl ein Brutort als auch eine Nahrungsquelle für Nützlinge darstellen.

Der Liguster passt sich sowohl den Boden- als auch Lichtverhältnissen seines Standorts an. Im Winter sind keine besonderen Schritte zu beachten. Lediglich Pflanzen, die in einem Kübel gepflanzt sind, sollten mit einem Winterschutz in Form eines Vlies versehen werden. Zu der jährlichen Pflege des Ligusters zählt zweimal pro Jahr – jedoch bitte außerhalb der Brutsaison – der Rückschnitt des Strauches. So erhalten sie ein besonders schönes Ergebnis und helfen dabei, dass der Liguster neue Triebe ausbilden kann.

6. Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)

Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)

Der Gemeine Wacholder zählt zu den Nadelgehölzen. Die säulenförmige Wuchseigenschaft des Gemeinen Wacholders unterstreicht dessen Eignung für eine Bepflanzung in einem Kübel. Von April bis Juli bildet der Strauch unscheinbare Blüten heraus. Deutlich mehr Eindruck machen die Früchte, welche schwarz und blau im Kontrast zum grünen Blattwerk leuchten.

Sonnige bis halbschattige Standorte sind für diese Sträucher optimal. Weiterhin sollten die Bodenverhältnisse stets zu Trockenheit tendieren, feucht sollten die Wurzeln des Gemeinen Wacholders auf Dauer nicht sein.

7. Gemeine Eibe (Taxus baccata)

Gemeine Eibe (Taxus baccata)

Bis zu 1800 Zentimeter kann der Großstrauch in die Höhe wachsen. Mit einer Wuchsbreite von bis zu 1500 Zentimeter wirkt die Gemeine Eibe zudem buschig. Sie kann zu den schönsten Skulpturen mittels eines Formschnittes geformt werden oder im Wildwuchs an einen Baum erinnern.

Die immergrünen Blätter des Nadelgehölzes ermöglichen es, dass sich Vögel in der heimischen Wildpflanze ganzjährig aufhalten können. Rote Früchte bieten ihnen obendrein eine Nahrungsquelle. Sowohl in Bauerngärten als auch Waldgärten ist die Gemeine Eibe gut aufgehoben.

8. Wilde Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)

Wilde Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)

Eine Alternative zur Wilden Roten Johannisbeere ist die Wilde Schwarze Johannisbeere. Der Strauch kann bis zu zwei Meter hoch wachsen und benötigt regelmäßig einen Rückschnitt, um nicht zu stark in Breite und Höhe zu wuchern. Die Früchte der Schwarzen Johannisbeere sind nicht nur unter Vögeln beliebt. Sie zählen zu den Superfoods und überzeugen vor allem mit ihrem hohen Vitamin-C Gehalt. Verarbeitung finden sie vorzugsweise als Gelee oder Marmeladen. Erntereif sind die Früchte im Juni und Juli.

9. Schlehe (Prunus spinosa)

Schlehe (Prunus spinosa)

Wer als Kind einmal eine Schlehe genascht hat, weiß, dass sie im unverarbeiteten Zustand einen pelzigen Geschmack im Mund hinterlassen. Der Wildstrauch ist häufig an Waldrändern oder auf Feldwegen vorzufinden, kann jedoch auch den eigenen Garten zieren. Die schwarzblauen Früchte der Schlehe sind übrigens überhaupt nicht ungenießbar. Verarbeitet als Schlehenlikör schmecken sie Erwachsenen wunderbar.

Der Herzwurzler bevorzugt nährstoffreiche Bodenverhältnisse. Eine regelmäßige Düngung ist somit zu empfehlen. Weiterhin benötigt die Schlehe einen regelmäßigen Rückschnitt, da sie andernfalls stark wuchert und große Plätze im Garten vereinnahmen würde.

10. Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)

Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)

Der Rote Hartriegel überzeugt mit einem aufrechten und zugleich breiten Wuchs. Rot ist der Hartriegel nicht ganzjährig. Erst in der Winterzeit offenbart der Strauch den Grund für seine Namensgebung. Junge Triebe des Strauches wachsen in roten Farben, welche den Strauch zum Leuchten bringen.

Auch über die Herbstfärbung können sich Gartenbesitzer freuen: Warme weinrote Farben umspielen den Roten Hartriegel vor dem Blattwechsel. An sonnigen Standorten wirken die Farben besonders kräftig. Halbschattige Standorte sind für den Wuchs des Roten Hartriegels ebenso geeignet. Weiße Blüten zeigen sich in den Monaten Mai und Juni. So können sich Liebhaber des Roten Hartriegels ganzjährig über Abwechslung im Garten freuen.

11. Gewöhnliche Stechpalme (Ilex aquifolium)

Gewöhnliche Stechpalme (Ilex aquifolium)

Die Stechpalme ist immergrün und in westeuropäischen Nadelwäldern beheimatet. Auch in Laubwäldern ist sie vorzufinden. Halbschattige Standorte sind für diesen Strauch daher besonders geeignet. Weiterhin benötigt die Gewöhnliche Stechpalme nährstoffreiche und feuchte Bodenverhältnisse. Eine durchlässige Bodenstruktur sollte stets gewährt sein.

Sowohl in Einzelstellung als Kübelbepflanzung oder als Hecke kann die Gewöhnliche Stechpalme Anwendung finden. Mit Formschnitten kann sie zudem als Zierpflanze genutzt werden. Zweimal pro Jahr ist ohnehin ein Rückschnitt des Strauches zu empfehlen.

12. Weißdorn (Crataegus)

Weißdorn (Crataegus)

Dem Großstrauch wird nachgesagt, dass er gegen Herzprobleme helfen soll und gilt als Heilpflanze. Gleichzeitig bietet der Weißdorn ein gutes Habitat für Vögel und Insekten und findet daher auch als Nährgehölz für die Tierwelt Anwendung. Während der Blüte des Weißdorns in den Monaten Mai und Juni umgibt den Strauch ein starker floraler Duft. Anwachsen kann der Strauch übrigens auch an sehr trockenen Stellen. Anspruchslos ist er obendrein. Im Herbst zeigt der Weißdorn seine Farbvielfalt mit einer gelben Verfärbung des Laubes.

Da der Weißdorn in unseren Breitengraden beheimatet ist, ist er sehr wetterbeständig. Sowohl Hitzeperioden als auch Minustemperaturen bis zu -24 Grad hält der Weißdorn ohne zusätzliche Hilfe stand. Mit Blick auf den Klimawandel ist dieses Gehölz eine gute Wahl für die Bepflanzung des Gartens.

13. Gemeine Hasel (Corylus avellana)

Gemeine Hasel (Corylus avellana)

Zu den Vorschriften eines Bauvorhabens zählt meist der Anbau der Gemeinen Hasel, auch unter den Namen Haselnussstrauch oder Waldhasel bekannt. Die Haselnüsse sind natürlich essbar und können super in einem Nutzgarten Einsatz finden. Doch nicht nur die Haselnüsse sind charakteristisch für die Gemeine Hasel, sondern auch die Blüten, die von Februar bis April den Strauch schmücken. Sie werden auch als Kätzchen bezeichnet.

Wer die Nüsse genießen möchte, sollte nicht zu lange warten. Die Gemeine Hasel zählt auch als Futterquelle für Wildtiere. Besonders gut gedeiht der Flachwurzler an sonnigen bis absonnigen Standorten.

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