Startseite Garten Gartenkalender Der Garten im April: Was jetzt zu tun ist!

Der Garten im April: Was jetzt zu tun ist!

Das Wetter im April ist unberechenbar: Schnee, Hagel, Sturm, Regen, Gewitter und wärmste Sonnenstunden wechseln sich ab. Wohl kein Monat ist so turbulent wie der April. In diesem Monat richtet sich die Gartenpflege somit ganz nach den Wetterbedingungen. Bis zur Hochsaison für die Gartennutzung sind es jedoch nur noch wenige Wochen, wodurch Gartenliebhaber jetzt aktiv werden sollten. Wir geben 12 Tipps in unserem Gartenkalender, welche Sie im Monat April berücksichtigen können.

1. Rasenmähen und neu aussäen

Unter der Voraussetzung, dass der letzte Frost überstanden ist, kann mit den ersten Mäharbeiten begonnen werden. Im Vormonat sollte der Rasen bereits vertikutiert und aufgelockert worden sein. Nun ist es an der Zeit, die Grashalme das erste Mal im neuen Jahr zu mähen. Da es der erste Schnitt des Jahres ist, sollten die Grashalme nicht zu kurz geschnitten werden. Rund fünf Zentimeter dürfen stehen bleiben. Die Grashalme sind somit etwas länger als bei einem Schnitt im Sommer. Grund dafür ist die Stabilität. Falls doch noch einmal kalte oder frostige Temperaturen aufkommen sollten, können die Grashalme diesen so besser standhalten.

Im Anschluss an die Mäharbeiten können, falls noch nicht geschehen, Löcher und braune Flecken im Rasen mit neuem Saatgut bestückt werden. Eine gute Bewässerung im Anschluss ist für den Wuchs entscheidend. Suchen Sie sich zudem einen Tag für die Gartenarbeiten aus, an welchem kein Regen angekündigt ist. So bleiben die Saatkörner an Ort und Stelle.

2. Gartengeräte warten

Werden die ersten Gartenarbeiten geleistet, sollten auch die Gartengeräte einmal überprüft werden. Sie wurden die letzten Monate geschont und haben in Schuppen, Kellern oder anderen Lagerräumen überwintert. Nicht nur die Funktionalität sollte an dieser Stelle überprüft werden, sondern auch die Schnittmesser – Dies ist insbesondere für elektrische Heckenscheren, Rasenmäher oder Vertikutierer wichtig. Diese müssen ggf. nachgeschliffen oder ausgetauscht werden.

Gleichzeitig können Elektrogeräte gewartet werden und auch Ölwechsel sollten bei Rasenmähern oder Geräten mit Benzin in Erwägung gezogen werden.

3. Unkraut jäten

Erblüht die Natur, erfreuen wir uns an den schönen Blüten und Blättern, die sich nun wieder herausbilden und bunte Farbwelten erschaffen. Leider gesellt sich jedoch auch Unkraut dazu. Eine häufige Ursache für Unkraut ist ein Nährstoffmangel des Bodens. Es darf also gerne an Stellen, an welchen Unkraut bevorzugt wächst, ein Langzeitdünger ausgebracht werden. Sobald das Unkraut wächst, sind jedoch aktive Maßnahmen notwendig. Das Unkraut muss herausgerupft werden. Der reine Rückschnitt der Blätter ist nur eine kurzfristige Lösung. Erst wenn der Wurzelballen auch entfernt ist, haben Sie das Unkraut vollständig entfernt.

Von chemischen Lösungen zur Unkrautvernichtung raten wir im Übrigen ab. Organische Hilfsmittel oder manuelle Rückschnitte sind umweltschonender und stellen keine Gefahr für Nützlinge, Insekten, Haustiere und Kinder dar.

4. Bewässerung der Pflanzen

Während der Garten in den Wintermonaten kaum Hilfestellung bei der Bewässerung benötigte, ist es nun wieder so weit, dass die Bewässerung ausschlaggebend für eine grüne und gut wachsende Natur darstellt. Im April ist es noch nicht notwendig, jeden Tag zu gießen. Die Bewässerung bestehender Pflanzen sollte hingegen dann stattfinden, wenn die Erde trocken ist und kein Regenschauer vorauszusehen ist.

Haben Sie hingegen neue Pflanzen gesät oder Nutzbeete im Garten, benötigen diese eine regelmäßigere Bewässerung. Staunässe sollte stets vermieden werden. Die Morgen- und Abendstunden eines Tages empfehlen sich für die Bewässerung.

5. Obst pflanzen, Gemüse- und Kräuterbeete im April bestücken

Laut Gartenkalender dürfen im April wieder viele Nutzpflanzen in die Gemüse- und Kräuterbeete eines Gartens einziehen. Im Kräuterbeet dürfen Bohnenkraut, Dill, Petersilie, Beifuß oder auch Kerbel einziehen. Mit etwas Glück kann zu diesem Zeitpunkt auch schon der erste Rucola geerntet werden.

Im Freiland und somit in den Gemüsebeeten können nun die meisten Gemüsesorten angepflanzt werden, über deren Ernte Sie sich in den kommenden Monaten freuen dürfen. Kopfsalat, Speiserüben, Spargel, Rosenkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Möhren und Herbstporree können im April bereits gesetzt werden. Für das Hochbeet empfehlen sich Spinat, Artischocken, Paprika und Mangold.

Kiwibäume dürfen im April zudem ausgesetzt werden. Weiterhin können bereits Beerenpflanzen wie Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren gepflanzt werden.

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6. Kompost umsetzen

Falls noch nicht im März geschehen, kann im April der Kompost umgesetzt werden – Der Kompost wird also umgeschichtet. Durch das Umschichten erhält der Kompost mehr Sauerstoff, was wiederum das Verrotten der einzelnen Bestandteile begünstigt. Der Kompost wird beim Umsetzen von unten nach oben umgeschichtet. Ein Sieb ist hierfür sinnvoll. So können Sie den Kompost schneller in die einzelnen Schichten unterteilen. Bestandteile, die bereits durch das Sieb fallen, sind bereits vollständig kompostiert. Diese können entweder weiterhin genutzt werden oder als organisches Düngemittel Anwendung finden. Anschließend können Sie mit der Umsetzung fortfahren.

Dieser Schritt erfolgt jedoch erst, wenn der Kompost vollständig aufgetaut ist und kein Frost mehr zu erwarten ist!

7. Schneckenbefall vorbeugen und entgegenwirken

was essen Schnecken
Achten sie auf ungenießbare Pflanzen in ihrem Garten

Nicht nur Blumen und Pflanzen erwachen zum Leben, sondern auch Schädlinge und Kleintier. Dazu zählen auch die Schnecken. Für uns Menschen und auch für die Pflanzenwelt stellen sie keine Gefahr dar. Ärgerlich werden Schnecken jedoch dann, wenn sie die Erzeugnisse im Garten vor Ihnen wegnaschen. Besonders beliebt sind Salatpflanzen.

Um Schneckenbefall vorzubeugen, können Sie Ihre Gemüse- und Kräuterpflanzen in Hochbeeten anpflanzen. Dies stellt zwar keinen garantierten Schutz dar, jedoch sind sie bereits stärker geschützt, da die Schnecken zunächst dorthin gelangen müssen. Netze zur Abwehr schützen das Hochbeet zusätzlich. Schnecken kann jedoch auch anders vorgebeugt werden: Schnecken reagieren negativ auf ätherische Öle, die Pflanzen wie Lavendel oder Rosmarin absondern. Es lohnt sich daher, solche Pflanzen als natürlich Schneckenabwehr in verschiedene Beete zu setzen. Sind die eigenen Pflanzen bereits von einem Schneckenbefall betroffen, sollten Sie diese absammeln und anschließend einen Schneckenzaun auslegen.

8. Vorgezogene Pflanzen pikieren

Wurden auf Fensterbänken, in Anzuchtkästen oder in Gewächshäusern über die Wintermonate bereits Pflanzen vorgezogen, können diese spätestens am Ende des Monats nach außen gesetzt werden. Voraussetzung ist, dass die Pflanzen bereits keimen und Wurzeln gebildet haben. Der optimale Standort ist zudem entscheidend. Gerade Jungpflanzen benötigen geschützte Bedingungen und sonnige Lichtverhältnisse. Jede Pflanze benötigt zudem verschiedene Nährstoffe zum Anwachsen und bevorzugt sonnige oder halbschattige Standorte. Zu Beginn des Wachstums lohnt es sich im Zweifel, die Pflanzen zunächst in Kübel zu pflanzen. So können die Standortbedingungen schnell angepasst werden.

9. Kübelpflanzen aus dem Winterquartier holen

Spätestens im April dürfen die Kübelpflanzen und Balkonbepflanzungen wieder im Außenbereich Platz nehmen. Nun ist es wieder warm genug. Während Sie die Kübelpflanzen in den Außenbereich setzen, sollten Sie diese auf Schädlinge überprüfen. Zudem empfiehlt sich zu diesem Zeitpunkt bei Bedarf das Umtopfen der Pflanzen. So können die Pflanzen sich besser entfalten und noch breiter und höher wachsen. Beim Umtopfen sei zu beachten, dass immer nur eine Kübelgröße größer gewählt werden sollte. Andernfalls finden die Wurzeln keinen Halt und die Pflanze geht ein.

Eine gute Bewässerung ist zudem wichtig. Auch eine Düngung der Pflanzen empfiehlt sich im April. Sollte der April noch unberechenbar sein und ein letzter Frost ist nicht auszuschließen, können Sie um den Topf herum noch einen Vlies zur Sicherheit ausbringen. Das schützt die Wurzeln vor der potenziellen Kälte.

10. Staudenpflege: Rückschnitt, Ausputz und Teilung

Stauden benötigen im April eine hohe Aufmerksamkeit. Die pflegeleichten Pflanzen werden in diesem Monat auf die neue Saison vorbereitet, sodass im Anschluss nur noch Bewässerungsmaßnahmen durchgeführt werden. Gehölze werden zurückgeschnitten, die Pflanzen vom letzten Laub befreit und wer möchte, kann die Stauden auch teilen und so vermehren. Das begünstigt zudem neue Austriebe, wodurch auch ältere Pflanzen wieder in Fülle gedeihen können.

Bei Bedarf ist es zudem möglich, die Stauden im April zu düngen. Sowohl Langzeitdünger als auch kurzzeitige Düngemittel empfehlen sich. Wir empfehlen organische Düngemittel.

11. Vogeltränke aufstellen

Nicht nur Pflanzen benötigen im April Wasser, sondern auch Vögel. Um den Vögeln im eigenen Garten zu helfen, können Sie Vogeltränken im Garten aufstellen. Lieben Sie es Vögel zu beobachten, empfiehlt sich eine Vogeltränke an einem prominenten Platz im Garten, der jedoch ruhig liegt. Eine Vogeltränke sollte somit nicht direkt neben dem Sitzbereich platziert werden, das könnte die Vögel verschrecken.

Zudem möchten wir daran erinnern, dass das Wasser einer Vogeltränke bestenfalls täglich gewechselt wird. Das Wasser kann andernfalls kippen oder sogar Mücken anziehen.

12. Wasserspiele aktivieren

Besitzen Sie Wasserspiele, können diese nach dem letzten Frost Ende April aktiviert werden. Auch diese sollten im Vorfeld gereinigt, gewartet und überprüft werden. Im Anschluss können diese aber wieder den eigenen Garten verschönern und dekorativ zur Gartengestaltung beitragen. Sollten die Wasserspiele direkt in einem Teich verbaut sein, sind diese erst nach der Reinigung des Teiches zu aktivieren. Andernfalls können dreckige Bestandteile die Technik beschädigen.

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