Im April beginnt die Gartensaison richtig. Nach den letzten kalten Wochen geht es darum, Beete vorzubereiten, den Boden zu verbessern, erste Gemüse- und Kräuterpflanzen einzusetzen, den Rasen fit zu machen und vorgezogene Pflanzen langsam an draußen zu gewöhnen. Wer seinen Garten im April jetzt strukturiert pflegt, schafft die Grundlage für gesundes Wachstum, kräftige Pflanzen und eine erfolgreiche Gartensaison.
Garten im April: Die 11 wichtigsten Aufgaben auf einen Blick
- Rasen im April mähen und kahle Stellen nachsäen: Der erste Schnitt und frische Nachsaat helfen, den Rasen gesund und dicht in die Saison zu bringen.
- Gartengeräte prüfen, reinigen und schärfen: Gepflegte Geräte erleichtern die Arbeit und sorgen für saubere Schnitte.
- Unkraut jetzt gründlich mit Wurzel entfernen: Wer Unkraut früh entfernt, verhindert seine schnelle Ausbreitung im Beet.
- Pflanzen bedarfsgerecht bewässern: Junge Pflanzen und Aussaaten brauchen jetzt gleichmäßige Feuchtigkeit zum Anwachsen.
- Obst pflanzen und Gemüse- sowie Kräuterbeete bestücken: Der Garten im April ist ideal, um viele essbare Pflanzen erfolgreich zu setzen.
- Kompost umsetzen und reife Erde nutzen: Umgesetzter Kompost verrottet besser und versorgt den Boden mit Nährstoffen.
- Schnecken im Garten im April vorbeugen: Früher Schutz hilft, junge Pflanzen vor Fraßschäden zu bewahren.
- Vorgezogene Pflanzen pikieren und abhärten: So werden Jungpflanzen kräftiger und besser auf draußen vorbereitet.
- Kübelpflanzen rausstellen, kontrollieren und umtopfen: Kübelpflanzen sollten jetzt langsam wieder an das Freie gewöhnt werden.
- Stauden zurückschneiden, ausputzen und teilen: Das fördert gesundes Wachstum und oft auch eine bessere Blüte.
- Vogeltränke aufstellen und täglich reinigen: Frisches Wasser hilft Vögeln und belebt den Garten.
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1. Rasen im April mähen und kahle Stellen nachsäen
Unter der Voraussetzung, dass der letzte Frost überstanden ist, kann mit den ersten Mäharbeiten begonnen werden. Im Vormonat sollte der Rasen bereits vertikutiert und aufgelockert worden sein. Nun ist es an der Zeit, die Grashalme das erste Mal im neuen Jahr zu mähen. Da es der erste Schnitt des Jahres ist, sollten die Grashalme nicht zu kurz geschnitten werden. Rund fünf Zentimeter dürfen stehen bleiben. Die Grashalme sind somit etwas länger als bei einem Schnitt im Sommer. Grund dafür ist die Stabilität. Falls doch noch einmal kalte oder frostige Temperaturen aufkommen sollten, können die Grashalme diesen so besser standhalten.
Im Anschluss an die Mäharbeiten können, falls noch nicht geschehen, Löcher und braune Flecken im Rasen mit neuem Saatgut bestückt werden. Eine gute Bewässerung im Anschluss ist für den Wuchs entscheidend. Suche dir zudem einen Tag für die Gartenarbeiten aus, an welchem kein Regen angekündigt ist. So bleiben die Saatkörner an Ort und Stelle.

2. Gartengeräte prüfen, reinigen und schärfen
Werden die ersten Gartenarbeiten geleistet, sollten auch die Gartengeräte einmal überprüft werden. Sie wurden die letzten Monate geschont und haben in Schuppen, Kellern oder anderen Lagerräumen überwintert. Nicht nur die Funktionalität sollte an dieser Stelle überprüft werden, sondern auch die Schnittmesser – Dies ist insbesondere für elektrische Heckenscheren, Rasenmäher oder Vertikutierer wichtig. Diese müssen ggf. nachgeschliffen oder ausgetauscht werden.
Gleichzeitig können Elektrogeräte gewartet werden und auch Ölwechsel sollten bei Rasenmähern oder Geräten mit Benzin in Erwägung gezogen werden.
3. Unkraut im Garten im April früh entfernen
Erblüht die Natur, erfreuen wir uns an den schönen Blüten und Blättern, die sich nun wieder herausbilden und bunte Farbwelten erschaffen. Leider gesellt sich jedoch auch Unkraut dazu. Eine häufige Ursache für Unkraut ist ein Nährstoffmangel des Bodens. Es darf also gerne an Stellen, an welchen Unkraut bevorzugt wächst, ein Langzeitdünger ausgebracht werden. Sobald das Unkraut wächst, sind jedoch aktive Maßnahmen notwendig. Das Unkraut muss herausgerupft werden. Der reine Rückschnitt der Blätter ist nur eine kurzfristige Lösung. Erst wenn der Wurzelballen auch entfernt ist, hast du das Unkraut vollständig entfernt.
Von chemischen Lösungen zur Unkrautvernichtung raten wir im Übrigen ab. Organische Hilfsmittel oder manuelle Rückschnitte sind umweltschonender und stellen keine Gefahr für Nützlinge, Insekten, Haustiere und Kinder dar.
4. Pflanzen bedarfsgerecht bewässern
Während der Garten in den Wintermonaten kaum Hilfestellung bei der Bewässerung benötigte, ist es nun wieder so weit, dass die Bewässerung ausschlaggebend für eine grüne und gut wachsende Natur darstellt. Im April ist es noch nicht notwendig, jeden Tag zu gießen. Die Bewässerung bestehender Pflanzen sollte hingegen dann stattfinden, wenn die Erde trocken ist und kein Regenschauer vorauszusehen ist.
Hast du hingegen neue Pflanzen gesät oder Nutzbeete im Garten, benötigen diese eine regelmäßigere Bewässerung. Staunässe sollte stets vermieden werden. Die Morgen- und Abendstunden eines Tages empfehlen sich für die Bewässerung.
5. Obst pflanzen, Gemüse- und Kräuterbeete im April bestücken
Laut Gartenkalender dürfen im April wieder viele Nutzpflanzen in die Gemüse- und Kräuterbeete eines Gartens einziehen. Im Kräuterbeet dürfen Bohnenkraut, Dill, Petersilie, Beifuß oder auch Kerbel einziehen. Mit etwas Glück kann zu diesem Zeitpunkt auch schon der erste Rucola geerntet werden.
Im Freiland und somit in den Gemüsebeeten können nun die meisten Gemüsesorten angepflanzt werden, über deren Ernte du dich in den kommenden Monaten freuen dürfen. Kopfsalat, Speiserüben, Spargel, Rosenkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Möhren und Herbstporree können im April bereits gesetzt werden. Für das Hochbeet empfehlen sich Spinat, Artischocken, Paprika und Mangold.
Kiwibäume dürfen im April zudem ausgesetzt werden. Weiterhin können bereits Beerenpflanzen wie Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren gepflanzt werden.

6. Kompost umsetzen und reife Erde nutzen
Falls noch nicht im März geschehen, kann im Garten im April der Kompost umgesetzt werden – Der Kompost wird also umgeschichtet. Durch das Umschichten erhält der Kompost mehr Sauerstoff, was wiederum das Verrotten der einzelnen Bestandteile begünstigt. Der Kompost wird beim Umsetzen von unten nach oben umgeschichtet. Ein Sieb ist hierfür sinnvoll. So kannst du den Kompost schneller in die einzelnen Schichten unterteilen. Bestandteile, die bereits durch das Sieb fallen, sind bereits vollständig kompostiert. Diese können entweder weiterhin genutzt werden oder als organisches Düngemittel Anwendung finden. Anschließend kannst du mit der Umsetzung fortfahren.
Dieser Schritt erfolgt jedoch erst, wenn der Kompost vollständig aufgetaut ist und kein Frost mehr zu erwarten ist!

7. Schnecken im Garten im April vorbeugen
Nicht nur Blumen und Pflanzen erwachen zum Leben, sondern auch Schädlinge und Kleintier. Dazu zählen auch die Schnecken. Für uns Menschen und auch für die Pflanzenwelt stellen sie keine Gefahr dar. Ärgerlich werden Schnecken jedoch dann, wenn sie die Erzeugnisse im Garten vor Ihnen wegnaschen. Besonders beliebt sind Salatpflanzen.
Um Schneckenbefall vorzubeugen, kannst du deine Gemüse- und Kräuterpflanzen in Hochbeeten anpflanzen. Dies stellt zwar keinen garantierten Schutz dar, jedoch sind sie bereits stärker geschützt, da die Schnecken zunächst dorthin gelangen müssen. Netze zur Abwehr schützen das Hochbeet zusätzlich. Schnecken kann jedoch auch anders vorgebeugt werden: Schnecken reagieren negativ auf ätherische Öle, die Pflanzen wie Lavendel oder Rosmarin absondern. Es lohnt sich daher, solche Pflanzen als natürlich Schneckenabwehr in verschiedene Beete zu setzen. Sind die eigenen Pflanzen bereits von einem Schneckenbefall betroffen, solltest du diese absammeln und anschließend einen Schneckenzaun auslegen.
8. Vorgezogene Pflanzen pikieren und abhärten
Wurden auf Fensterbänken, in Anzuchtkästen oder in Gewächshäusern über die Wintermonate bereits Pflanzen vorgezogen, können diese spätestens am Ende des Monats nach außen gesetzt werden. Voraussetzung ist, dass die Pflanzen bereits keimen und Wurzeln gebildet haben. Der optimale Standort ist zudem entscheidend. Gerade Jungpflanzen benötigen geschützte Bedingungen und sonnige Lichtverhältnisse. Jede Pflanze benötigt zudem verschiedene Nährstoffe zum Anwachsen und bevorzugt sonnige oder halbschattige Standorte. Zu Beginn des Wachstums lohnt es sich im Zweifel, die Pflanzen zunächst in Kübel zu pflanzen. So können die Standortbedingungen schnell angepasst werden.

9. Kübelpflanzen aus dem Winterquartier holen
Spätestens im April dürfen die Kübelpflanzen und Balkonbepflanzungen wieder im Außenbereich Platz nehmen. Nun ist es wieder warm genug. Während du die Kübelpflanzen in den Außenbereich setzen, solltest du diese auf Schädlinge überprüfen. Zudem empfiehlt sich zu diesem Zeitpunkt bei Bedarf das Umtopfen der Pflanzen. So können die Pflanzen sich besser entfalten und noch breiter und höher wachsen. Beim Umtopfen sei zu beachten, dass immer nur eine Kübelgröße größer gewählt werden sollte. Andernfalls finden die Wurzeln keinen Halt und die Pflanze geht ein.
Eine gute Bewässerung ist zudem wichtig. Auch eine Düngung der Pflanzen empfiehlt sich im April. Sollte der April noch unberechenbar sein und ein letzter Frost ist nicht auszuschließen, kannst du um den Topf herum noch einen Vlies zur Sicherheit ausbringen. Das schützt die Wurzeln vor der potenziellen Kälte.
10. Stauden pflegen, teilen und stärken
Stauden benötigen im April eine hohe Aufmerksamkeit. Die pflegeleichten Pflanzen werden in diesem Monat auf die neue Saison vorbereitet, sodass im Anschluss nur noch Bewässerungsmaßnahmen durchgeführt werden. Gehölze werden zurückgeschnitten, die Pflanzen vom letzten Laub befreit und wer möchte, kann die Stauden auch teilen und so vermehren. Das begünstigt zudem neue Austriebe, wodurch auch ältere Pflanzen wieder in Fülle gedeihen können.
Bei Bedarf ist es zudem möglich, die Stauden im April zu düngen. Sowohl Langzeitdünger als auch kurzzeitige Düngemittel empfehlen sich. Wir empfehlen organische Düngemittel.

11. Vogeltränke aufstellen und sauber halten
Nicht nur Pflanzen benötigen im April Wasser, sondern auch Vögel. Um den Vögeln im eigenen Garten zu helfen, kannst du Vogeltränken im Garten aufstellen. Liebst du es Vögel zu beobachten, empfiehlt sich eine Vogeltränke an einem prominenten Platz im Garten, der jedoch ruhig liegt. Eine Vogeltränke sollte somit nicht direkt neben dem Sitzbereich platziert werden, das könnte die Vögel verschrecken.
Zudem möchten wir daran erinnern, dass das Wasser einer Vogeltränke bestenfalls täglich gewechselt wird. Das Wasser kann andernfalls kippen oder sogar Mücken anziehen.
Fazit: Garten im April gut vorbereiten, später Arbeit sparen
Der April ist der Startschuss für viele wichtige Arbeiten im Jahr. Wer jetzt den Rasen pflegt, Beete vorbereitet, den Boden verbessert, Pflanzen richtig bewässert und junge Kulturen schützt, schafft beste Voraussetzungen für einen gesunden und pflegeleichten Garten.
Besonders wichtig im Garten im April sind eine gute Planung, regelmäßige Kontrollen und die richtige Reihenfolge der Aufgaben. So wird aus dem Frühjahrsstart kein Chaos, sondern ein entspannter und erfolgreicher Beginn der Gartensaison.
Wir sind ein breit gefächertes Team aus Hobbygärtnern und Fachleuten, die sich die Leidenschaft zu Garten und Haushalt teilen. Mit dem Ziel, euch hilfreiche Ratgeber, ehrliche Produktreviews und die besten Tipps zur Verfügung zu stellen. Viel Spaß beim Lesen!






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