Startseite Garten Gartentipps 9 effektive Tipps gegen Schneckenbefall – was hilft wirklich?

9 effektive Tipps gegen Schneckenbefall – was hilft wirklich?

Schnecken im Garten sind für fleißige Gärtner ein Graus. Die mit viel Liebe gezüchteten Ernteerträge sind bereits vor der Ernte verschwunden. Statt sie selbst zu genießen, sind es Schnecken, die Salat und andere Leckereien aus den Beeten naschen. Der Fressdrang der Schnecken stoppt nicht bei Gemüsebeeten. Auch vor den schönsten Blumen machen sie keinen Halt. Bei feuchtem Wetter ist der Befall besonders hoch. Was aber hilft vorbeugend und proaktiv gegen Schnecken. Unsere 9 Tipps gegen Schneckenbefall im Garten, helfen wirklich.

Was Sie gegen Schnecken tun können

Schneckenbefall-im-Garten
Jonas Vegele

Es gibt viele Tipps, die Ihnen helfen, das Problem mit den Schnecken im heimischen Garten oder im Gemüsebeet wieder in den Griff zu kriegen. Das Aufbauen von Schneckenzäunen oder allgemein das Errichten von Wegsperren, zum Beispiel in Form von Salz oder Sägespänen, sind ein guter Anfang. Außerdem ist es möglich durch die Verwendung von Hochbeeten den Schnecken ein wenig denn Zugang zu erschweren. Auch gewisse Pflanzen und Kräuter, wie zum Beispiel Rosmarin und Tomaten, wirken durch ihre Duftstoffe abschreckend auf Schnecken. Sollten diese Maßnahmen keinen ausreichenden Effekt mehr erzielen, können Sie auf Schneckenkorn und Schneckenfallen zurückgreifen.

Schneckenzäune errichten 

Ein Schneckenzaun dient als Barriere, um Schnecken von den geliebten Ernteerzeugnissen fernzuhalten. Stahlblech, Holz und Kunststoff sind passende Materialien für einen Schneckenzaun und können im Fachhandel und Baumarkt erworben werden. Die Schneckenzäune sind sowohl ober- als auch unterirdisch verbaut. Beim Aufbau sei daher zu beachten, dass der Zaun mindestens zehn Zentimeter in die Erde reichen sollte, um auch den unterirdischen Gang der Schnecken zu verhindern. 

Feuchtigkeit und Nässe sorgen zudem dazu, dass sich der Boden leicht senkt. Lücken werden so geschlossen. Insgesamt sollte der Schneckenzaun das gesamte Beet oder Areal umranden. Insbesondere bei den Ecken ist es wichtig, sie gut zu verschließen. Am besten erwerben Sie direkt Schneckenzäune mit Eckverbindungen. Das vereinfacht den Aufbau. 

Eine Alternative für Schneckenzäune sind übrigens Kupferbänder. Sie lassen sich an festen Untergründen befestigen. 

Wegsperren für Schnecken aufbauen

Wegsperren gibt es auch in natürlicher Form. Salz ist eine äußerst effektive Form der Wegsperre, empfehlen möchten wir sie jedoch nicht. Salz tötet Schnecken und das sehr qualvoll. Hier gibt es bessere Methoden: Hornspäne, Kaffeesatz, Kalk und Streu sind geeignete Mittel, die in geschichteter Form als Barrieren dienen. Ganz ausgeschlossen ist die Überwindung der Wegsperren nicht, es wird den Schnecken jedoch schwieriger gemacht. Sollten Sie Kalk verwenden, sollten Sie die Bodenstrukturen und Bedürfnisse der Pflanzen kurz überprüfen. Denn Pflanzen können auf Kalken durchaus negativ reagieren. Seien Sie hier also vorsichtig und halten Sie zu den Beeten ausreichend Abstand.

Generell gilt beim Kalken und der Verwendung von Kaffeesatz, dass es nicht bei einer einmaligen Ausbringung bleibt. Regen spült die Wegsperren weg. Langfristige Lösungen sind Streu und Hornspäne. 

Schutzanstriche nutzen

Schnecken wandern nicht nur waagerecht, sondern auch senkrecht. Mit ihrem Schleim haften sie auch in Höhen und können so unmögliches möglich machen. Sind die Erzeugnisse und Blumen in Kübeln oder hoch gelegenen Beeten gepflanzt, können Sie die Behältnisse mit Schutzanstrichen anstreichen. Schnexagon ist hierfür ein gängiges Mittel, das es im Fachhandel zu kaufen gibt. Es verhindert, dass Schnecken in die Höhe wandern können. 

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Böden trocken halten 

Feuchtigkeit zieht Schnecken an. Sind die Wetterbedingungen nass und kühl, verstärkt sich der Fressdrang der Schnecken. Fortbewegung und Schadensgröße werden somit zeitgleich schneller und größer. Um Pflanzen vor einem Schneckenbefall zu schützen, sind trockene Bodenstrukturen die beste Wahl. Hierfür gibt es nur eine Sache zu beachten: Wenn Sie die Pflanzen bewässern, sollten Sie darauf verzichten, das gesamte Beet zu bewässern. Versuchen Sie es stattdessen gezielt nur die Wurzelbereiche der Pflanzen mit Feuchtigkeit zu versorgen. Vermeiden Sie es zudem, Blätter und Triebe der Pflanzen zu benässen. 

Hochbeete verwenden

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fotofantasia

Gartentipps gegen Schnecken zielen im Generellen darauf ab, Barrieren zu schaffen, die es Schnecken schwerer machen, ihr Ziel zu erreichen. Befinden sich die Pflanzen in Höhen, ist es für Schnecken schwieriger, die Barrieren zu überwinden. Hochbeete sind für Salate und weitere Gemüsesorten eine geeignete Wahl, um sie vor Schnecken zu schützen. Je höher, desto besser! Befestigungen unter der Erde können zudem einen sicheren Wuchs der Pflanzen begünstigen, ohne dass sie Fressfeinden zum Opfer fallen.

Zusätzlich zum Hochbeet ist es sinnvoll, Netze an den Seiten der Beete zu befestigen. Auch sie dienen als zusätzlicher Schutz vor Schnecken. 

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie ein Hochbeet Schritt für Schritt bepflanzen.

Pflanzen gegen Schnecken

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Shironagasukujira

Schnecken befallen nicht jede Pflanze. Es gibt Blumen und Kräuter, die Schnecken abschrecken. Dies ist sowohl auf Gerüche, welche die Pflanzen absondern, als auch Geschmäcker zurückzuführen. Insbesondere Kräuter können Schnecken erfolgreich abwehren. Wenn Sie Gemüsebeete oder geliebte Blumen mit solchen Kräutern umranden oder sie in der unmittelbaren Umgebung bepflanzen, könnte dies bereits Schnecken fernhalten. Abschreckende Kräuter sind unter anderem das Currykraut, Kapuzinerkresse, Bärlauch, Rosmarin und Zitronenmelisse. 

Weiterhin gibt es Blumen und sogar Gemüsesorten, die für Schnecken negativ behaftet sind. Tomaten, Rhabarber, Efeu, die Akelei und Efeu sind Beispiele. Sogar Tannenzapfen sind aufgrund ihres intensiven Duftes ein Gräuel für die Schädlinge. Wie Kaffeesatz gegen Schnecken helfen kann, erfahren Sie hier.

Natürlich sind neben den eher unbeliebten Pflanzen auch Favoriten unter den heimisch angebauten Gemüsesorten. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Schnecken wirklich gerne fressen.

Natürliche Feinde helfen

Schnecken besitzen natürliche Feinde. Hierzu zählen Igel, Kröten, Blindschleichen, Nematoden und Vögel. Direkt ansiedeln lassen sich solche Feinde nicht, ausgenommen Nematoden. Es gibt jedoch Optionen, die natürlichen Feinde anzulocken. Eine Beherbergung für Igel, ein kleiner Teich für Kröten und Wassertränken für Vögel sind Beispiele. So verwandeln Sie Ihren Garten in ein Paradies für eine Vielzahl von Tierarten. Sogar Enten können Schneckenpopulationen eindämmen. Indische Laufenten sind besonders gefürchtet. Enten haben Sie in den seltensten Fällen im Garten. Temporär lassen sie sich jedoch anmieten. 

Schneckenkorn verwenden

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Lisa-S

Es ist davon abzuraten, solche Mittel zur Schneckenbekämpfung zu nutzen, chemische Mittel gibt es jedoch in Masse und Fülle. Schneckenkorn ist robust, höchst effektiv und regenfest. Bringen Sie dieses Korn im Garten aus, sterben Schnecken, die mit dem Korn in Berührung kommen, ab. Es ist einer der schnellsten Wege eine vorhandene Population an Schnecken verschwinden zu lassen. Die Verwendung des Schneckenkorns ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Haustieren und kleine Tiere können Schäden von dem Schneckenkorn davontragen und Kollateralschäden sein, die nicht gewollt waren. 

Schneckenfallen aufstellen

schneckenfalle-gegen-schnecken

Eine für die Umwelt unkritische Methode, Schnecken zu entgegenzuwirken, sind Schneckenfallen. Diese können Sie im Garten an den Fraßstellen der Schädlinge aufstellen und abwarten. Sind sie in die Falle getappt, können sie diese wieder aussetzen. Hierbei sollten Sie natürlich so weit wie möglich vom eigenen Grundstück entfernt sein. Ein Spaziergang empfiehlt sich, um die Schnecken in waldigen Gegenden wieder freizulassen. Schneckenfallen sind komfortabel, noch schneller geht es jedoch, Schnecken per Hand abzusammeln. Nach einem Regenschauer sind besonders viele vorzufinden.

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